Di., 16.04.2019

Standort Auenhausen einer von 108 Verdachtsfällen Radarstation kontaminiert?

Das Gelände könnte mit dem Gift PFC kontaminiert sein.

Das Gelände könnte mit dem Gift PFC kontaminiert sein. Foto: Frank Spiegel

Auenhausen (fsp). Das Erdreich der Radarstation in Auenhausen steht im Verdacht mit per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) kontaminiert zu sein. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, ist bei 18 Liegenschaften der Bundeswehr die Kontamination bestätigt.

108 weitere Standorte gelten als Verdachtsfälle – so auch der in Auenhausen. Die Radarstation ist der einzige betroffene Standort in Ostwestfalen-Lippe.

Eine Anfrage beim Einsatzführungsbereich 2 in Erndtebrück, der von Seiten der Bundeswehr für Auenhausen zuständig ist, ergab, dass die Zuständigkeit beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) liegt. Eine Anfrage mit der Bitte um mehr Details blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. PFC-Chemikalien wurden in Löschschäumen unter anderem auch bei Übungen eingesetzt, seit 2006 sind sie in der EU verboten.

Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen hat es auch in Auenhausen Übungen der bundeswehreigenen Wehr gegeben. Als Schaummittel sollen hier aber organische Substanzen genutzt worden sein. Die Bundeswehr-Werksfeuerwehr wurde Anfang der 90er Jahre geschlossen. PFC steht unter anderem im Verdacht krebserregend zu sein. Die Chemikalie kann nicht abgebaut werden und bleibt für immer in der Umwelt.

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