Mi., 19.06.2019

Restaurant Löseke blickt auf 50-jähriges Bestehen – Frühschoppen zum Jubiläum Bäcker findet sein Glück als Wirt

. Franz-Josef (rechts) und Frederic Löseke setzen wie schon zuvor Hermann Löseke auf frische regionale und solide Küche. Seit 50 Jahren besteht der Betrieb am Sonnenbrink in Brakel. Am kommenden Sonntag wird gefeiert.

. Franz-Josef (rechts) und Frederic Löseke setzen wie schon zuvor Hermann Löseke auf frische regionale und solide Küche. Seit 50 Jahren besteht der Betrieb am Sonnenbrink in Brakel. Am kommenden Sonntag wird gefeiert. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Brakel (WB). Weil er für seinen Bäckereibetrieb keine Zukunft mehr sah, hat Hermann Löseke im Jahr 1969 beschlossen, in Brakel einen Schankbetrieb zu eröffnen. Inzwischen ist mit Frederic Löseke die dritte Generation der Familie tätig. Der Betrieb feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen.

Aus dem Schankbetrieb von einst ist inzwischen ein modernes Restaurant geworden, das sich den Erfordernissen der Zeit angepasst hat. Und dass Hermann Löseke als eingefleischter Fan der bayerischen Lebensart den Schankbetrieb einst »Berghof« nannte, ist ebenfalls längst Vergangenheit.

Bundeswehr hilft

Mit einem Schmunzeln erinnert sich die Familie daran, wie der Gründer die Aushubarbeiten für die Kegelbahn geregelt hatte. »Damals half die Bundeswehr mit Bergepanzern beim Bau der Nethe­brücke«, berichtet Frederic Löseke. Sein Großvater habe den Soldaten Freibier versprochen, wenn diese mit dem schweren Bergepanzer die Erdarbeiten erledigen würden. Wie der Enkel berichtet, waren die Arbeiten ruckzuck erledigt – allerdings zum Unmut des Spießes. Im Schnellgang fuhren die Panzer geradewegs den Berg hinab zu ihrem Standort an der Nethe. »Damals ging das noch. Da gab es da noch keinen Sportplatz und keine Bebauung«, weiß Frederic Löseke.

Auch an einen schweren Sturm in den 70er Jahren erinnert sich die Familie – aus gutem Grund. »Damals hat der Wind unser komplettes Dach weggeweht«, berichtet der Junior. Dieses sei bis über den ehemaligen jüdischen Friedhof hinweggeflogen.

1980 haben der älteste Sohn des Gründers, Küchenmeister Franz-Josef Löseke, und dessen Ehefrau Ursula, eine gelernte Hotelfachfrau, den Betrieb übernommen. Schon bald wurde dieser zu einem Restaurant mit Familienfeiern.

Ständig wurde erneuert und verändert. So entstand im Jahr 1995 eine Erweiterung auf 180 Sitzplätze. »Damals lag immer noch das Augenmerk auf Veranstaltungen im und außer Haus sowie im Restaurant«, blickt Frederic Löseke zurück. Frische regionale und solide Küche sei damals wie heute der Anspruch gewesen. »Der Gast sollte zufrieden und glücklich nach Hause gehen«, beschreibt der Junior das Credo des Familienbetriebes.

Zurück in die Heimat

Er selbst kam 2005 mit 24 Jahren als junger Küchenmeister zu diesem zurück. Er hat seine Ausbildung absolviert und Erfahrungen in renommierten Küchen in ganz Deutschland gesammelt. Doch es zog ihn zurück in die Heimat. »Ich wünschte mir für meine Zukunft Freunde, Vereine und Familie«, verrät er.

Das Betriebskonzept blieb auch unter seiner Regie erhalten. Die Räumlichkeiten wurden allerdings modernisiert.

Im Jahr 2012 kam als Veranstaltungsort der Gutshof der Familie von der Borch in Holzhausen dazu. Frederic Löseke: »Hier findet von der Taufe über die Hochzeit, dem Geburtstag und der Beerdigung ganzjährig alles statt.« Der Küchenmeister hat noch einige Ideen, wie sich der Betrieb weiter entwickeln könnte.

»Die 50 Jahre gelebtes Leben möchten wir mit unseren alten sowie neuen Gästen, Freunden und Lieferanten feiern«, sagt er. Am kommenden Sonntag, 23. Juni, beginnt um 11 Uhr ein zünftiger Frühschoppen mit Essen, Musik und Tanz. Für den musikalischen Rahmen sorgen der Spielmannszug und die Stadtkapelle. »Es gibt Kutschfahrten, eine Hüpfburg und natürlich Freibier«, kündigt Frederic Löseke an. 100 Liter haben die Brauerei Rheder und der Getränkevertrieb Hoblitz gespendet. Es gibt zudem eine Tombola, deren Erlös einem guten Zweck gespendet werden soll.

Abend in Weiß

Aus Anlass des Jubiläums beteiligt sich das Restaurant Löseke zudem am Stadtstrand in Brakel. Unter dem Motto »Ein Abend in Weiß« ist auf dem Strand ein lange, eingedeckte Tafel aufgebaut, an der die Gäste in Weiß gekleidet mit Freunden oder Familie in der guten Stube Brakels speisen und trinken können. Frederic Löseke: »Wir servieren kalte Speisen, warme Happen, gefrorene Süßspeisen und eisgekühlte Getränke.« Den Abend in Weiß gibt es am 23. August und am 13. September jeweils von 19 bis 23 Uhr.

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