Fr., 23.08.2019

Neue Exponate im Husarenmuseum – Koller vervollständigt Uniform-Präsentationen Säbel wurde vor 200 Jahren Dienstwaffe

Uwe Cassel zeigt den Löwenkopfsäbel, den einst Wilhelm Freiherr von Ketteler für seine Dienste im 1. Westfälischen Husaren Regiment Nr. 8. in Schloss Neuhaus geschenkt bekommen hat. Er ist nun im Museum ausgestellt.

Uwe Cassel zeigt den Löwenkopfsäbel, den einst Wilhelm Freiherr von Ketteler für seine Dienste im 1. Westfälischen Husaren Regiment Nr. 8. in Schloss Neuhaus geschenkt bekommen hat. Er ist nun im Museum ausgestellt. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Brakel-Rheder (WB). Wilhelm Freiherr von Ketteler hatte sich offenbar verdient gemacht im 1. Westfälischen Husaren Regiment Nr. 8. in Schloss Neuhaus. Als er 1879 mit 33 Jahren zum 1. Garde-Dragoner-Regiment nach Berlin wechselte, bekam er einen Ehrensäbel geschenkt. Dieser so genannte Löwenkopfsäbel ist eines von zwei Exponaten, die neu im Husarenmuseum in Rheder zu finden ist.

Das Koller für Mannschaften im Kürassier-Regiment Freiherr von Driesen Westfälisches Nr. 4. Foto: Frank Spiegel

Museumschef Uwe Cassel ist dem LWL-Preußenmuseum Minden dankbar, dass es diese Waffe als Leihgabe zur Verfügung gestellt bekommen hat.

»Dem Prem. Lieutenant Frhrr. von Ketteler I.« steht in goldener Schrift auf dem Säbel, darunter »das Officier-Corps des 1. Westf. Husaren Regts. No.8.«. Die Klinge des Säbels ist aufwändig mit Verziehungen versehen. »Gekämpft wurde mit Waffen dieser Art nicht. Sie waren ein Geschenk und zu wertvoll«, weiß Uwe Cassel.

Aufwändig verziert

Den Säbel hatte er schon länger im Magazin. Er hat aber bewusst auf das Jahr 2019 gewartet, um ihn der Öffentlichkeit zu präsentieren. »Vor 200 Jahren wurde allen preußischen Kavallerieoffizieren das Tragen des Löwenkopfsäbels empfohlen. Er wurde damit zu Dienstwaffe«, weiß der Fachmann. Damit sei natürlich die unverzierte Version gemeint.

Der zu Ehren geführte Säbel des Wilhelm Freiherr von Ketteler sei auch unter kunsthandwerklichen Gesichtspunkten bemerkenswert. »Für mich gehören Kunst, Kultur und Militärgeschichte zusammen«, sagt Uwe Cassel.

Der Träger des Ehrensäbels wechselte später zum Dragoner-Regiment 23 nach Hessen. 1885 wurde der Freiherr als Königlich Preußischer Rittmeister verabschiedet.

Kunst, Kultur und Militär

Ebenfalls eine Leihgabe des LWL-Preußenmuseums Minden ist ein so genanntes Koller für Mannschaften im Kürassier-Regiment Freiherr von Driesen Westfälisches Nr. 4 in Münster. Wie Uwe Cassel berichtet, war diese Jacke im Gegensatz zum blauen Waffenrock hellbeige mit roten Applikationen und diente einfachen Kürassieren.

»Mit diesem Exponat ist bei uns im Museum die Darstellung der vier Hauptwaffengattungen vollständig«, freut sich Uwe Cassel.

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