Ersatzpflanzungen an der Rieseler Buchenallee bei Brakel sind unvermeidbar
Alter Hellweg bekommt 40 neue Bäume

Brakel-Riesel (WB). Dass Bäume nicht nur schön aussehen können, sondern auch viel Schatten spenden, zeigen die großen Alleen. Zuerst im 17. Jahrhundert in großen, herrschaftlichen Gärten verbaut, entstanden Alleen vom 18. Jahrhundert an auf öffentlichen Flächen. „Sie dienten als klare Abtrennung von Feldern und Wegen und spendeten im warmen Sommer viel Schatten“, sagte Georg Tegetmeier, Ortsheimatpfleger aus Riesel, an einem sehr bedeutsamen und historischen Ort, der Buchenallee zwischen Riesel und der Rieseler Waldkapelle. Dies war in früheren Zeiten der Hellweg, der von Salzkotten über Paderborn, Neuenheerse, Schmechten, Riesel und Brakel nach Höxter führte und einen wichtigen Handelsweg darstellte.

Samstag, 25.01.2020, 07:00 Uhr
Bezirksausschussvorsitzender Ulrich Disse (von links) , Bürgermeister Hermann Temme, Ortsheimatpfleger Georg Tegetmeier, Christoph Rustemeyer (Fachbereich Planen und Bauen), Georg Naendrup (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald) und Friedhelm Türich (Baumschule Pieper) auf der Buchenallee in Riesel, dort, wo die Bäume angepflanzt werden. Fotos: Reinhold Budde

Bäume zeigen Faulkern

60 Rotbuchen stehen an der Allee zwischen Riesel und der Waldkapelle, 40 von ihnen waren allerdings so stark beschädigt, so dass sie zur Sicherheit gefällt werden mussten. „Der Januar 2013 war extrem mild. Im März aber hatten wir nachts minus 14 Grad Celsius. Dadurch sind an den Baumstämmen Frostrisse entstanden, die über Jahre große Schäden verursacht haben. Als wir die Bäume gefällt haben, konnten wir im Inneren bereits deutlich den schwarzen Faulkern entdecken“, sagte Fachmann und Ortsheimatpfleger Georg Tegetmeier. Vielleicht hätten einige Rotbuchen noch einige Jahre geschafft, aber dann wären sie umgefallen. Und das Risiko sei doch zu groß, ergänzte Tegetmeier.

Heimische Baumarten

Zu der historischen Allee passt am besten ein heimischer Baum, der bereits vor 200 Jahren an dieser Stelle stand, die Rotbuche. Die neuen Buchen werden von dem Garten- und Landschaftsbau Georg Tegetmeier eingepflanzt. „Zu unseren 25-jährigen Betriebsjubiläum haben wir im vergangenen Jahr statt Geschenke um Spenden gebeten. Diese haben wir direkt in das Baumprojekt gesteckt“, sagte Georg Riesel am Freitag. „Nicht nur die Spenden, auch die Fahrzeuge und einige Mitarbeiter hat Herr Tegetmeier für das Projekt teilweise kostenfrei zur Verfügung gestellt, dafür danke ich sehr“, sagte Bürgermeister Hermann Temme. Und fügte hinzu: „Wer Bäume pflanzt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Die neuen Rotbuchen sind sechs Jahre alt und wurden von der Baumschule Pieper gezogen. Zum Schutz werden die Baumstämme die ersten Jahre bis zum Astanfang mit einer Ummantelung geschützt. Für die Bewässerung uns sonstigen Pflege der Bäume ist die Stadt Brakel zuständig. „Wir freuen uns über die neue Bepflanzung. Jetzt kann jeder wieder sicher über de Buchenallee gehen“, sagte Hermann Temme. Und alle Rieseler freuen sich nicht nur über die neuen Bäume, sondern auch auf die große Feier zum 1100-jährigen Bestehen Riesels in diesem Sommer.

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