Sa., 28.03.2020

Partner unterstützen Projekt der Familie Johlen-Hoppe Ein Heim für Hummel und Co

Sigrid Johlen-Hoppe und ihr Mann Josef Johlen-Hoppe zeigen die Insektenhotels, die sie eigentlich mit Jungen und Mädchen eines Kindergartens basteln wollten. Ob daraus noch etwas wird, steht derzeit in den Sternen.

Sigrid Johlen-Hoppe und ihr Mann Josef Johlen-Hoppe zeigen die Insektenhotels, die sie eigentlich mit Jungen und Mädchen eines Kindergartens basteln wollten. Ob daraus noch etwas wird, steht derzeit in den Sternen. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Brakel-Hampenhausen (WB). 5000 Quadratmeter Blumenwiese werden schon bald in Hampenhausen an der Kreisstraße 40 erblühen. Und wenn es nach der Familie Johlen-Hoppe geht, darf das Projekt mit dem Namen „Aktion Hummelwiese“ gern auch größer ausfallen. Insgesamt haben sie neun Hektar Fläche vorgesehen, um Bienen, Schmetterlingen, Hummeln und anderen Tieren ein Blütenparadies zu bereiten.

Sigrid Johlen-Hoppe und ihr Mann Josef Hoppe freuen sich, dass sich schon viele Partner gefunden haben, die die Aktion unterstützen. Unter diesen spielt der Imkerbetrieb von Jonas und Verena Trax aus Dalhausen eine besondere Rolle. Deren Bienen sollen von dem angestrebten Artenreichtum profitieren. „Endergebnis wird ein hochwertiger Sommerblütenhonig sein“, ist Jonas Trax überzeugt.

Sommerblütenhonig

Er lobt das Engagement der Familie Johlen-Hoppe. Die Monokulturen in der Landwirtschaft seien nicht optimal für die Bienen. Regelmäßig fährt er Völker nach Mecklenburg-Vorpommern, wo diese Akazien- und Rubinienhonig produzieren. „Die Tiere, die dort waren, sind viel kräftiger“, hat er erfahren.

Und dass er Völker nun auch in Hampenhausen stehen hat, ist für ihn aus einem weiteren Grund erfreulich. „Dort hat mein Opa schon vor 50 Jahren Bienen gehabt“, verrät er. Insgesamt zehn Sorten Honig hat die Imkerei Trax im Angebot. Besonders stolz ist Jonas Trax auf den Kirschblütenhonig. „Eine echte Spezialität“, schwärmt er.

Sigrid Johlen-Hoppe würde sich wünschen, dass die Idee der Blühwiese auch von vielen Privatleuten auf dem eigenen Grundstück verwirklicht würde. „Es müssen ja nur ein paar Quadratmeter sein“, sagt die Landwirtin. An ihrem Wohnhaus will sie ebenfalls Blumen einsäen.

Um die Idee publik zu machen, hat das Ehepaar einige hundert Samentütchen abfüllen lassen. Von denen haben sie auch etliche – zum Beispiel auf dem Karnevalsumzug in Brakel – verteilt. Aber da einige Umzüge ausgefallen sind, bei denen die Tütchen ebenfalls unter das Narrenvolk gebracht werden sollten, liegen diese nun noch in Hampenhausen. Wer ein solches haben möchte, kann sich bei der Familie unter der Telefonnummer 0171/3702799 melden.

Noch freie Flächen

Diese Nummer kann ebenfalls nutzen, wer die „Aktion Hummelwiese“ direkt unterstützen möchte. Auch der Dienst SeLe, Selbstständig Leben – Ambulant Betreutes Wohnen, aus Brakel und die Brauerei Rheder sind von dem Projekt begeistert und haben sich schon für mehrere Quadratmeter Fläche entschieden.

Das haben auch schon einige Privatleute getan, es dürfen nach Vorstellungen der Familie Johlen-Hoppe aber gerne noch mehr werden. „Für einen Euro bekommen Interessierte einen Quadratmeter Insektenweide“, berichtet Sigrid Johlen Hoppe. Mindestens fünf Quadratmeter können „gekauft“ werden. Nach oben ist der Aktion fast keine Grenze gesetzt.

Wer sich beteiligen möchte, sollte sich bald entscheiden. Auf der Internetseite gibt es unter „Service“ den Punkt „Ich möchte helfen“. Hier kann man sich entscheiden, ob man per Überweisung oder per Zahlung via Pay-Pal fünf oder mehr Quadratmeter Blumenwiese ermöglichen will.

Ursprünglich war es geplant, zusammen mit einem Kindergarten kleine Insektenhotels aus Konservenbüchsen zu basteln. Vorgesehen waren auch Großeltern-Enkel-Tage, an denen etwas größere Insektenhotels aus Baumscheiben gebaut werden können. „Wegen der Virus-Krise lässt sich derzeit nicht sagen, ob und wann das etwas werden kann“, bedauern Sigrid Johlen-Hoppe und ihr Mann Josef Hoppe. Dass die Hummelwiese eingesät werde, daran bestehe aber keinerlei Zweifel.

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