Zentrum des Alpenvereins mit vielen Ideen gestartet – und dann keine Besucher in Brakel
Corona: „Kletterzentrum ist in seiner Existenz bedroht“

Brakel (WB/rob). Die Corona-Pandemie hat alles verändert. Deshalb hofft das Brakeler Kletterzentrum OWL auf die Solidarität der Menschen in der Region. Es hätte so schön sein können: Das Kletterzentrum der Sektion Weserland des Deutschen Alpenvereins hat mit der Eröffnungsfeier seines neuen Kinderparadieses einen tollen Jahresbeginn hingelegt und mit 400 Gästen gefeiert. Nun ist es still geworden im Kletterzentrum – wegen Corona.

Montag, 06.04.2020, 20:03 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 20:10 Uhr
Das Kletterkursprogramm ist 2020 erweitert worden. Und dann kam Corona. Das OWL-Zentrum in Brakel kämpft jetzt um seine Existenz, weil die Einnahmen stark zurückgegangen sind.Foto: WB
Das Kletterkursprogramm ist 2020 erweitert worden. Und dann kam Corona. Das OWL-Zentrum in Brakel kämpft jetzt um seine Existenz, weil die Einnahmen stark zurückgegangen sind.

Das Team der Einrichtung hat für diese Saison ein neues Programm aufgelegt: Das Kletterkursprogramm wurde erweitert, und das Zentrum bietet nicht nur zum Thema Klettern einige Neuheiten an, zum Beispiel Kindergeburtstage unter einem besonderen Motto und spannende Abenteuercamps, die von erfahrenen erlebnispädagogisch ausgebildeten Trainern geleitet werden. Die ersten Camps sollten in den Osterferien stattfinden, doch nun ist das Kletterzentrum, wie alle Sport- und Begegnungsstätten, geschlossen. Das macht nicht nur die jungen, erfolgreichen Wettkampfkletterer, sondern alle Hallenbesucher traurig, sowohl die begeisterten Anfänger als auch die routinierten Kletterer und die Geburtstagsgäste sowie alle, die Spaß am Klettern, Klönen und Kaffeetrinken haben, so die Betreiber vom Kletterzentrum (1. Vorsitzender Eberhard Gottlöber).

Finanzieller Einbruch

Die finanziellen Auswirkungen der Schließung des Kletterzentrums würden mit jedem Tag größer und sind existenzbedrohend. Als einer der wenigen Begegnungsstätten in der Umgebung, die generationenübergreifend Sport, Spaß und Kultur über das ganze Jahr bieten, ist die Kletterhalle für die Region ein Aushängeschild, das sonst nur große Städte zu bieten haben. Neben dem Seilkletter- und dem Boulderbereich bietet das Zentrum mit seinem Bistro, seinem Kinderparadies und einem großzügigen Multifunktionsraum, der für Seminare, Veranstaltungen und Kurse (Yoga) genutzt und gemietet werden kann, auch für Nichtkletterer ein attraktives Angebot. Jetzt ist die vereinsgeführte Kletterhalle auf Solidarität angewiesen und bittet um Unterstützung, damit sie auch in Zukunft die Region bereichern kann. Der Dank ist jedem Spender gewiss. „Du schenkst uns eine Zukunft – wir sorgen bald wieder für ein attraktives Freizeit- und Klettersportangebot“, so das Zentrum. Wer dem Kletterzentrum helfen will, kann dies so tun per Geldüberweisung auf das Konto IBAN: DE83 4726 4367 6009 6577 00 / BIC GENODEM1STM, Kennwort „Spende“ oder direkt unter www.kletterzentrum-owl.de.

Mit derzeit über 1000 Mitgliedern ist der heimische Alpenverein eine der kleineren Sektionen im Kreis der 356 Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV). Es gibt eine Wandergruppe mit einem Kern von 60 Mitgliedern. Eine weitere stark wachsende Gruppe ist die Klettergruppe, die auch das Zentrum in Brakel nutzt.

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