Maria-Elisabeth Kukuk ist unheilbar krank – KHWE-Pflegedienst versorgt sie palliativ
Sterben in gewohntem Zuhause

Brakel (WB). Als Maria-Elisabeth Kukuk an einem Frühlingstag für eine geplante Gallen-Operation ins Krankenhaus muss, ahnt sie nicht, welches Schicksal auf sie wartet. Sie ist unheilbar an Krebs erkrankt. Ein Tumor sitzt in der Bauchspeicheldrüse, weitere Metastasen in Leber und Darm.

Donnerstag, 16.04.2020, 05:25 Uhr aktualisiert: 16.04.2020, 05:30 Uhr
Palliativ-Pflegefachkraft Ute Onkelbach kümmert sich um Maria-Elisabeth Kukuk. Die 72-Jährige ist an Krebs erkrankt. Immer und immer wieder hat die Seniorin aus Erkeln mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen. Foto: KHWE
Palliativ-Pflegefachkraft Ute Onkelbach kümmert sich um Maria-Elisabeth Kukuk. Die 72-Jährige ist an Krebs erkrankt. Immer und immer wieder hat die Seniorin aus Erkeln mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen. Foto: KHWE

“Es hieß, dass ich nicht mehr lange zu leben habe”, erinnert sich Maria-Elisabeth Kukuk an den Tag zurück, der ihr Leben komplett auf den Kopf stellte.

Leben auf den Kopf gestellt

Wer sich mit ihr unterhält, erlebt einen aufgeweckten und direkten Menschen. Blickt die 72-Jährige aus Erkeln auf ihr Leben zurück, bereut sie nichts. Und hadert mit nichts – auch nicht mit ihrem Schicksal.

Maria-Elisabeth Kukuk wird vom ambulanten Pflegedienst der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge, der Caritas Pflegestation, palliativ versorgt. Immer und immer wieder hat die Seniorin mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen. Mit starken Medikamenten können die Symptome jedoch gelindert und somit ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden.

Angehörige unterstützen

Neben der Symptomkontrolle und der Schmerztherapie unterstützen die Pflegefachkräfte Maria-Elisabeth Kukuk auch bei der Körperpflege und körperlichen Aktivitäten.

„Das Treppenlaufen wird zunehmend schwerer für mich, da bin ich für diese Unterstützung sehr dankbar“, sagt die Seniorin, die selbst als gelernte Krankenschwester 13 Jahre bei der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge in Brakel tätig war.

„Zuhause sterben bedeutet, dass der Mensch seinen Platz in der Familie behält und das Gefühl hat, nicht alleine gelassen zu werden“, sagt Ute Onkelbach von der Caritas Pflegestation. Die Fachkräfte sind auf die ambulante Sterbebegleitung spezialisiert und arbeiten eng mit den Hausärzten, dem Palliativ Netz des Kreises Höxter sowie allen an der Pflege beteiligten zusammen. Vor allem in der Palliativ-Pflege ist es den Angehörigen ein Bedürfnis, die Betreuung zu übernehmen. Onkelbach: „Mit unserer Arbeit können wir sie unterstützen, die schwierige Situation besser zu tragen und zu verarbeiten.“

„Es lohnt sich, zu kämpfen“

Vor zehn Jahren erhielt die gebürtige Brakelerin und Mutter zweier erwachsener Kinder schon einmal die Diagnose Krebs. Was folgte, war kräftezehrend. Chemotherapie. Strahlenbehandlung. Dass der Krebs erneut zuschlagen würde, hätte die 72-Jährige damals nicht für möglich gehalten. Aber: Den Kopf in den Sand zu stecken, das war für Maria-Elisabeth Kukuk von Anfang an keine Option. „Es lohnt sich, zu kämpfen“, sagt sie, „und dass ich nach der zweiten Diagnose noch lebe, ist ein Wunder.“

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