Initiative „Annenbiene“ freut sich über den Erfolg
Wiese auf der Zielgeraden

Brakel (WB). Für Biene und Co. ist in Brakel auf dem Galgenberg eine neue Blühwiese auf einem 6200 Quadratmeter großen Acker von Landwirt Hermann Langsch entstanden. Die Initiative „Annenbiene“ hat zusammen mit vielen Bürgern, die auf diesem Acker für ein Jahr jeweils eine Parzelle gepachtet haben, dieses Projekt ermöglicht.

Dienstag, 16.06.2020, 06:00 Uhr
Die Insektenwiese auf dem Galgenberg in Brakel ist aus einer Idee der Initiative „Annenbiene“ Brakel entstanden. Hier finden viele heimische Insekten Nahrung und können sich wohlfühlen. 25 der ungefähr 50 Pflanzenarten sind bisher aufgegangen. Foto: Reinhold Budde
Die Insektenwiese auf dem Galgenberg in Brakel ist aus einer Idee der Initiative „Annenbiene“ Brakel entstanden. Hier finden viele heimische Insekten Nahrung und können sich wohlfühlen. 25 der ungefähr 50 Pflanzenarten sind bisher aufgegangen. Foto: Reinhold Budde

Blühwiese in Brakel: Saat ist aufgegangen

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Nachdem das Projekt im vergangenen Oktober unter der Federführung von Rudolf Mönikes gestartet ist, wurde am 4. April das Saatgut aufgebracht. „Wochenlang nach dem Einbringen des Saatguts hat es nicht geregnet. Wir dachten schon, das wird nichts mit der Insektenwiese“, sagte Rudolf Mönikes von der Initiative „Annenbiene“. Doch am vergangenen Freitag konnte sich auch die Redaktion vom WESTFALEN-BLATT davon überzeugen, dass die Saat aufgegangen ist und vielen Blumen und Gewächse prächtig gedeihen.

Prof. Dr. Winfried Türk ist hoch erfreut

Ungefähr 50 verschiedene Saatsorten wurden auf den Acker aufgetragen, 25 sind jetzt bereits gut zu erkennen. „Am Donnerstag war Prof. Dr. Winfried Türk, Fachgebiet Vegetationskunde der Technischen Hochschule OWL, hier und hat sich die Wiese genau angeschaut. Jede einzelne Pflanzensorte hat er notiert und sich sehr über das Ergebnis gefreut“, berichtet Rudolf Mönikes.

Insekten finden hier genügend Nahrung

Bei der Art der Aussaat haben sich die Experten für eine mehrjährige Sorte entschieden, da die Artenvielfalt und somit auch die Blütenvielfalt sich erst im zweiten Jahr richtig entwickelt. „Manche Arten kommen noch, andere erst im kommenden Jahr“, sagt Mönikes. Sehenswert ist das Ergebnis allerdings jetzt schon und bietet etlichen Insekten Nahrung und ein Zuhause. Auch der wild wachsende Brennesel gehöre dazu, wie Prof. Dr. Türk herausstellt. Denn er bietet einigen Schmetterlingsarten Nahrung.

Zusammen mit Ulrike Oelschläger von der Initiative und Karin Schell besucht Rudolf Mönikes öfter die Wiese. Wie Karin Schell berichtete, haben Jugendliche des Kolping-Berufsbildungswerk Brakel auch die hölzerne Hinweistafel gebaut, die Informationen zur Insektenwiese zeigt. „Auf der Rückseite werden noch Insektenhotels angebracht, auch vom Kolping-Berufsbildungswerk gebaut“, sagt Schell. Außerdem möchte Rudolf Mönikes fünf bis sechs Ansitze für Greifvögel auf das Feld stellen. „Im Feld leben nicht nur Insekten, sondern auch Mäuse. Zu viele schaden aber den Pflanzen, und von den Ansitzen aus können die heimischen Falken und Bussarde genau beobachten, wo sich etwas regt“, sagt Mönikes.

Auch Ulrike Oelschläger ist gegeistert von den Projekt. „Hier können sich alle Insekten wohl fühlen. Und deshalb machen wir im kommenden Jahr weiter. Wer Pate werden möchte, kann sich direkt an uns wenden“, sagt Oelschläger.

www.annenbiene.de

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