In Gehrden entsteht eine neue Fahrzeughalle für die Freiwillige Feuerwehr
Kameraden können bald duschen

Gehrden (WB). Die Einsatzfähigkeit der Löschgruppe Gehrden soll mit einem zusätzlichen Fahrzeug deutlich gesteigert werden. Doch zur Unterbringung dieses zweiten Fahrzeugs fehlte bisher der Platz im alten Löschgruppenhaus. Nur mit Mühe konnte bisher der vorhandene Löschwagen in die enge, alte Fahrzeughalle rangiert werden.

Montag, 20.07.2020, 08:47 Uhr aktualisiert: 20.07.2020, 11:54 Uhr
Bürgermeister Hermann Temme (vorne Mitte) mit Löschgruppenführer Ruben Therbach (links daneben) und Karl Breker (stellvertretenden Wehrführer der Stadt Brakel, Fünfter von links), Christoph Rustemeyer (Planung und Bauleitung, Zweiter von rechts) und weiteren Vertretern der Stadt, aus Gehrden und der Feuerwehr neben dem neuen Gerätehaus in Gehrden.  Foto: Reinhold Budde
Bürgermeister Hermann Temme (vorne Mitte) mit Löschgruppenführer Ruben Therbach (links daneben) und Karl Breker (stellvertretenden Wehrführer der Stadt Brakel, Fünfter von links), Christoph Rustemeyer (Planung und Bauleitung, Zweiter von rechts) und weiteren Vertretern der Stadt, aus Gehrden und der Feuerwehr neben dem neuen Gerätehaus in Gehrden.  Foto: Reinhold Budde

Dies wird sich bald ändern, denn die Stadt Brakel erweitert das alte Gerätehaus um einen neuen Anbau, der die Platzverhältnisse deutlich vergrößert. Auch die Technik und Ausstattung der Löschgruppe hat stetig zugenommen. „Von einem zeitgemäßen Feuerwehrhaus erwarten wir, dass es die Anforderungen an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Raumbedarf erfüllt. Mit der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Gehrden möchten wir diesen Anforderungen zum Schutz der Bevölkerung gerecht werden“, erklärte Bürgermeister Hermann Temme bei der Übergabe der neuen Halle an die Löschgruppe Gehrden am vergangenen Freitag. Die neue Fahrzeughalle ist 13,20 Meter lang und 11,25 Meter breit. Über zwei vier Meter hohe Tore kann die Halle befahren werden. Damit ist in der Planung mit berücksichtigt, dass die Löschfahrzeuge auch in Zukunft immer größer werden.

Massive Bauweise

Der Hallenbau wurde in Massivbauweise ausgeführt. Den Abschluss bildet ein traditionelles Dach mit einer herkömmlichen Tonpfanne, da sich das neue Gebäude optisch gut in das Dorfbild integrieren soll. Ein Blechtrapezdach würde in Gehrden nicht zum Ort passen.

Die neue Fahrzeughalle hat 230.000 Euro gekostet. Die Planung und Bauleitung hat komplett das Bauamt der Stadt Brakel übernommen. Die Neugestaltung der Außenanlage mit dem gepflasterten Hof und Parkplätzen für die Mitarbeiter der Löschgruppe direkt vor dem Haus hat die Firma Galabau von Martin Micus übernommen. Beinahe ausschließlich Firmen aus Gehrden wurden mit den weiteren Arbeiten betreut.

„Ich freue mich immer wieder, wenn an derartigen Projekten viele heimische Unternehmen beteiligt werden und wir so die regionale Wirtschaftsförderung unterstützen können“, sagte Bürgermeister Hermann Temme, und fügte hinzu: „Ein besonderer Dank gilt auch allen angrenzenden Nachbarn und ganz besonders der Familie Grommes, die sofort bereit war, kostenlos eine Baulast auf ihr Grundstück einzutragen. Hierdurch wurde der Bau der Fahrzeughalle überhaupt erst möglich.“

Moderne Sanitätsräume

Löschgruppenführer Ruben Therbach freut sich auf die Umbauten des alten Feuerwehrgerätehauses, denn dieses wird nicht abgerissen. „Hier entstehen in einem zweiten Bauabschnitt moderne Sanitätsräume für Männer und Frauen. Wir sind momentan 33 Kameraden, doch es kann ja auch mal eine Kameradin hinzu kommen. Bisher gab es nur einen Umkleideraum und keine Dusche. Duschen mussten wir zuhause. Das ändert sich jetzt bald und darauf freuen wir uns“, sagte der Löschgruppenführer beim „Bergfest“.

Platz für Fahrzeuge

Es ist bisweilen immer Zentimeterarbeit gewesen, den Löschwagen aus der alten Halle zu bekommen oder hineinzufahren. „Das kostet unnötig Zeit“, so die Kameraden. In der neuen Halle kann auch ein zweiter Löschwagen, der bald kommen wird, untergebracht werden. Und auch die Fahrzeugpflege vor der Halle kann bequemer erfolgen, da hier wesentlich mehr Platz zur Verfügung steht als vor der alten Halle.

Die Modernisierung der alten Halle im Herbst kostet nochmals 80.000 Euro, das komplette Projekt somit 310.000 Euro – investiert in die Zukunft. „Ich wünsche unseren Feuerwehrkameraden viel Freude an dem modernisierten und zukunftsorientierten Feuerwehrgerätehaus und natürlich weiterhin einen guten Zusammenhalt und Kameradschaftsgeist in der Truppe“, sagte Hermann Temme abschließend.

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