Zeltlager des KjG St. Michael Brakel in anderer Form
Digital und trotzdem spannend

Brakel (rebu). Das traditionelle Zeltlager der KjG St. Michael Brakel sollte wieder in den Sommerferien der Höhepunkt für viele Kinder und Jugendliche werden. Doch die Corona-Pandemie machte ein Strich durch die Rechnung und das Zeltlager musste rechtzeitig abgesagt werden. Lange Gesichter bei den Kindern, Unzufriedenheit bei der Zeltlagerleiterrunde der KjG. Wie fast alle Veranstalter, die Ereignisse und Feste absagen mussten, haben auch die Organisatoren des KjG-Zeltlagers überlegt, was sie machen können wie sie trotzdem ein wenig Zeltlager-Gefühl in den Sommerferien vermitteln können. Zusammen zelten ging aufgrund der Corona-Maßnahmen dieses Jahr nicht. Und so hat das Team ein „Zeltlager@home“ etwas organisiert. Wer wollte, konnte sich ein Zelt von der KjG ausleihen und es in den eigenen Garten stellen. Oder auch sein eigenes Zelt benutzen. So konnte eine wichtige Corona-Schutzmaßnahme eingehalten werden: die Abstandsregelung, denn die Kinder schliefen nicht eng in den Zelten. Am Morgen wurden die Teilnehmer digital zuhause von den Leitungsmitgliedern begrüßt und es wurde der Tag besprochen. Wie Johannes Tobisch von der Pfarrleitung erklärt, dürfen laut Erlass für Ferienfreizeit Gruppen bis 20 Personen zusammen Aktionen wie basteln oder ähnlich durchführen, auch Sport treiben. Die Teilnehmer jeder Aktionsgemeinschaft (AG) wurden jeweils in Listen erfasst. Natürlich galt auch bei den Teilnehmern aller AG-Einheiten, sich die Hände zu waschen und diese zu desinfizieren.

Mittwoch, 22.07.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 17:30 Uhr
Hannah (von links), Rania, Chiara, Josefine, Lisa und Jette sitzen an einem Tisch auf dem Kirchplatz. Rania spielt Gitarre und vergnügt hören die Anderen zu. Foto: KjG St. Michael Brakel
Hannah (von links), Rania, Chiara, Josefine, Lisa und Jette sitzen an einem Tisch auf dem Kirchplatz. Rania spielt Gitarre und vergnügt hören die Anderen zu. Foto: KjG St. Michael Brakel

Im eigenen Garten zelten

Von der Idee, im eigenen Garten zu zelten und tagsüber Aktionen durchzuführen und in Aktionsgemeinschaften gemeinsam etwas zu schaffen, gefiel den 25 Teilnehmern auf Anhieb. Morgens wurden die Teilnehmer zuhause digital begrüßt, abends wieder digital verabschiedet.

Für abends plante das Veranstalterteam der KjG sogenannte Lagerabende um 20 Uhr. Immer an verschiedenen Orten, die für die Teilnehmer mehr als ausreichend Platz boten.

Acht Tage hat das „Zeltlager@home“ gedauert. Ein typischer Tag sah so aus: 10 bis 10.15 Uhr Treffen mit Morgenrunde. Hier wurden die Teilnehmer begrüßt und der weitere Ablauf des Tages wurde besprochen. 11 bis 12.30 Uhr: Materialausgabe für die Aktionsgemeinschaften auf dem Kirchplatz, nachmittags verschiedene Aktionen in den AG’s, 20 bis 21 Uhr Lagerabend.

Basteln und Bauen

Die AG’s boten verschiedene Workshops zum Spielen, Basteln, Bauen und Werken an. So wurde Wickingerschach auf dem Kirchplatz angeboten. Einige haben sich versammelt und in gegnerischen Teams Spiele gegeneinander geführt. Eine AG hat auf weiße T-Shirts und andere Kleidungsstücke gebatikt. Dabei entstanden interessante Farbkombinationen.

Andere Teilnehmer haben an Tag vier sich ihre eigenen Namensschilder gebastelt. Jedoch waren diese ganz besonders. Nein, nicht so langweilige aus Pappe, sondern aus einem Nagelbrett. Fingerspitzengefühl und handwerkliches Geschick war gefragt. Nach einiger Zeit hatten es alle raus und die Nagelschilder konnten mit Fäden umwickelt werden.

Für die, die zu viel Energie hatten, gab es die Backflip-AG auf dem Kirchplatz. Es wurde sich viel bewegt und akrobatische Übungen kamen zu Stande.

Nach der AG-Einheit gingen alle Kinder wieder in ihre Homecamps und konnten sich etwas entspannen, bevor der Lagerabend um 20 Uhr begann.

Postenlauf sehr beliebt

Dieser wurde teilweise nach Alter aufgeteilt. Die jüngeren Kinder haben eine Film angeschaut, während die Älteren heute mit den Leiter/-innen Werwolf gespielt haben.

Sehr beliebt ist bei jedem KjG-Zeltlager der Postenlauf. Nach der digitalen Begrüßung um 10 Uhr wurde am Kaiserbrunnen mittags in drei Gruppen gestartet. Es wurde viel gewandert auf dem Weg des Postenlaufs. Die Posten durften natürlich aber auch nicht fehlen, an den viel gespielt und gerätselt wurde. Das Ziel war um 18 Uhr der Kirchplatz.

Nach viel Bewegung und Erschöpfung konnten alle erst einmal zurück in ihre Homecamps und auch die Leiter/-innen hatten Zeit für eine kurze Verschnaufpause, bevor es mit dem Lagerabend um 20 Uhr weiter ging. Der Lagerabend wurde auch auf dem Kirchplatz durchgeführt, wo an einem Abend ebenfalls etwas Besonderes anstand: die Lagerolympiade. Wie eigentlich jedes Jahr traten die Kinder in verschiedenen Gruppen gegeneinander an und hatten jedoch ein Ziel gemein: das Leiterteam zu besiegen. Viele verschiedene Disziplinen kamen zum Einsatz und es waren bei den ein oder anderen Schweißperlen auf der Stirn zu beobachten.

Verpflegung inklusive

Nach der Lagerolympiade folgte noch die Siegerehrung des vorherigen Abends, wo erfolgreich Verstecken gespielt wurde. Einige konnten sich über kleine Preise freuen.

Jeder der acht Tage war für die Teilnehmer spannend und kurzweilig. Alle Kinder haben mittags ein Essen bekommen und die Teilnahme am „Zeltlager@home“ war zudem kostenfrei.

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