Umbauarbeiten in der Nieheimer Straße beendet
Verkehrspolitischen Meilenstein gesetzt

Brakel (WB). Aufatmen bei den Anwohnern der Brakeler Weststadt: Seit Montagmittag ist die Nieheimer Straße wieder für den Straßenverkehr freigegeben.

Dienstag, 27.10.2020, 01:14 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 02:00 Uhr
Jochen Bracht (von links), Polier Axel Thöne, Dirk Ihmor, Hermann Temme, Dr. Michael Turk, Alexander Frewer vom Bauamt der Stadt, Robert Rissing, Ulla Grewe, Johannes Groppe und Franz-Josef Sentler vom Bauamt haben die Straße ihrer Bestimmung übergeben. . Foto: Frank Spiegel
Jochen Bracht (von links), Polier Axel Thöne, Dirk Ihmor, Hermann Temme, Dr. Michael Turk, Alexander Frewer vom Bauamt der Stadt, Robert Rissing, Ulla Grewe, Johannes Groppe und Franz-Josef Sentler vom Bauamt haben die Straße ihrer Bestimmung übergeben. . Foto: Frank Spiegel

Am 2. März hatten dort die Bauarbeiten begonnen, durch die zwei barrierefreie Bushaltestellen und die Fortführung des Radweges zwischen Ringstraße und Faulensieksweg/Bredenweg verwirklicht wurden.

Weiteres Großprojekt

So sei die verkehrliche Infrastruktur der Nethestadt deutlich verbessert worden, sagte Bürgermeister Hermann Temme. Nach dem Ausbau der Warburger Straße und der erst vor wenigen Tagen abgeschlossenen Oberflächengestaltung der Innenstadt sei mit der Nieheimer Straße ein weiteres Großprojekt abgeschlossen.

„Das ist ein verkehrspolitischer Meilenstein für die Stadt“, bewertete Hermann Temme die Maßnahme.

Ins Rollen gebracht hatten das Großprojekt heimische Busunternehmer. Nachdem die Bushaltestellen am Bredenweg barrierefrei umgebaut worden waren, hatten diese angemerkt, dass die beiden Haltestellen an der Nieheimer Straße in ähnlichem Umfang frequentiert seien.

Die Stadt Brakel setzte sich daraufhin mit dem NPH ins Benehmen, der zusagte, 90 Prozent der Kosten für die Haltestellen zu übernehmen. Der Bürgermeister: „Dafür bin ich dem NPH sehr dankbar. Barrierefreiheit spielt eine große Rolle bei uns in Brakel.“

115.400 Euro hat der Umbau der Bushaltestellen in der Nieheimer Straße gekostet. Für die Stadt Brakel verblieb davon ein Eigenanteil von 11.500 Euro. Von diesem hat das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn noch einmal die Hälfte übernommen, da es Träger der Schulen der Brede ist, die in erster Linie von der Maßnahme profitieren.

Vor allem Radfahrer sind die Nutznießer weiterer Bautätigkeiten in der Nieheimer Straße: dem Lückenschluss des Radweges zwischen der Ringstraße und dem Knotenpunkt Bredenweg/Faulensieksweg.

Die Gesamtkosten belaufen sich hier auf 1.020.100 Euro. Für diese Maßnahme ist der Stadt Brakel eine Zuwendung durch die Bezirksregierung in Detmold in Höhe von 606.700 Euro bewilligt worden, was einer Förderung von 65 Prozent entspricht.

Hermann Temmes Dank galt dem Rat der Stadt Brakel, der den Bau mit seiner Zustimmung ermöglicht habe. Sein Dank galt neben dem ausführenden Unternehmen Bracht auch den Anliegern für ihre Geduld und ihr Verständnis – sowohl denen, die wegen der Sperrung Umwege in Kauf nehmen mussten als auch denen, deren Straßen durch die Umleitungen deutlich stärker befahren waren als sonst.

Lob für Bauunternehmen

Ausdrücklich lobte er zudem das Bauunternehmen Bracht, das einfühlsam auf die Bedürfnisse und Wünsche der Anlieger eingegangen sei.

Fachbereichsleiter Johannes Groppe ging im Vorfeld der offiziellen Freigabe der Straße noch einmal auf Details ein. So erinnerte er daran, dass der ursprüngliche Plan vorsah, alle 33 Bäume zu fällen. „Da hatten wir allerdings die Rechnung ohne das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz gemacht“, so Groppe. Das habe mitgeteilt, dass die Platanen-Allee unter Schutz stehe.

Elf Bäume hätten dennoch gefällt werden müssen, diese würden aber auch wieder durch neue Platanen ersetzt.

Wie er weiter ausführte, hat sich die Zahl der Pkw-Stellplätze von 21 auf 13 reduziert. Grund seien die neuen Radfahrstreifen. „Durch diese fehlte es am notwendigen Platz für Parkplätze“, erklärte Dirk Ihmor von Planungsbüro Turk diesen Zusammenhang.

Dessen Chef Dr. Michael Turk war sich mit Jochen Bracht, Chef des gleichnamigen Bauunternehmens, einig, dass die wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Feierlichkeiten wie der Annentag dem Baufortschritt in die Karten.

Die Bauarbeiten wurden zudem ebenfalls dafür genutzt, die Wasserleitung zu erneuern und – wo notwendig – Kanäle zu sanieren. Westfalen-Weser hat zudem Stromleitungen erneuert.

Voll des Lobes

Auch die stellvertretenden Bürgermeister Ulla Grewe und Robert Rissing sind voll des Lobes über das Projekt. Ulla Grewe stellte heraus, dass die Maßnahme umgesetzt werden konnte, ohne dass die Anlieger an den Kosten beteiligt werden mussten.

Wie Hermann Temme und Johannes Groppe auf WESTFALEN-BLATT-Nachfrage erklärten, sei sicher auch der Lückenschluss zwischen dem jetzt am Faulensieksweg endenden Radfahrstreifen und dem in der Warburger Straße beginnenden wünschenswert. „Wir haben das im Blick, müssen aber zunächst einmal schauen, ob und wie sich das verwirklichen lässt“, führte Johannes Groppe aus.

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