Landrat Friedhelm Spieker verleiht erstmals Klimaschutzpreis des Kreises Höxter
Geehrte animieren zum Umdenken

Brakel (WB). Erstmals hat der Kreis Höxter den Klimaschutzpreis vergeben. 14 Bewerbungen sind für diesen eingegangen, sieben Preise hat die Jury vergeben.

Donnerstag, 29.10.2020, 04:08 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 04:10 Uhr
Gratulanten und Geehrte bei der Verleihung des Klimaschutzpreises in Brakel: Michaela Lücking-Freytag (vorne von links), Sonja Sprock, Heike Schäfers, Stefanie Ernst, Alice Neubacher, Mirco Timmer, Friedhelm Spieker, Frank Scholle, die Klimamanagerinnen Carolin Röttger (hinten von links) und Martina Krog, Tim Brendan Lubs, Leander Fromme, Henrik Becker, Dorothee Ludwig, Anne Höke und Hans Jurczyk. Foto: Frank Spiegel
Gratulanten und Geehrte bei der Verleihung des Klimaschutzpreises in Brakel: Michaela Lücking-Freytag (vorne von links), Sonja Sprock, Heike Schäfers, Stefanie Ernst, Alice Neubacher, Mirco Timmer, Friedhelm Spieker, Frank Scholle, die Klimamanagerinnen Carolin Röttger (hinten von links) und Martina Krog, Tim Brendan Lubs, Leander Fromme, Henrik Becker, Dorothee Ludwig, Anne Höke und Hans Jurczyk. Foto: Frank Spiegel

Verleihung des Klimaschutzpreises des Kreises Höxter in Brakel

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Der Klimaschutzpreis wird in drei Kategorien ausgelobt, die nach Altersstufen unterteilt sind: Das sind Kindergarten- und Grundschulkinder, Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen sowie Auszubildende und Studenten.

Drei Kategorien

Das AWO-Familienzentrum in Bad Driburg und die Kindertageseinrichtung „Glückspilz“ in Frohnhausen haben in der Kategorie „Kindergarten- und Grundschulkinder“ jeweils einen ersten Platz belegt.

Das Familienzentrum hatte ein Projekt „Weniger Plastikmüll in unserer Kita“ initiiert. Den Erzieherinnen und Erziehern war aufgefallen, dass das Frühstück der Kinder häufig in Plastikfolie eingepackt war. Zudem beinhaltete es viele Snacks in Plastikverpackungen. Ein tägliches, gesundes und verpackungsarmes Frühstück für die Kinder war die Lösung. „Beim verpackungsarmen, regionalen Einkauf lernen die Kinder nachhaltigen und klimafreundlichen Konsum“, erläuterte die Einrichtungsleiterin Stefanie Ernst zusammen mit Erzieherin Heike Schäfers.

„Wir sind der Natur auf der Spur“ hieß ein Projekt der Kindertageseinrichtung „Glückspilz“. Wie Anne Höke und Dorothee Ludwig ausführten, wollten sie so für Insektenschutz und Nachhaltigkeit sensibilisieren. Dabei haben die Kinder während eines ganzen Kitajahres viele interessante und wichtige Dinge über Bienen gelernt.

Auch in der Sparte „Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen“ hatte die Jury zwei erste Preise vergeben.

Das Gymnasium Marianum aus Warburg wurde für das Projekt „Der Schulwald des Marianums“ geehrt. Wie Schulleiter Frank Scholle und Biologielehrer Hans Jurczyk erläuterten, haben Siebtklässler verschiedene Waldgehölze zur Verbesserung der Vielfältigkeit in der Struktur und der Biodiversität einer Waldparzelle des Warburger Stadtwaldes angepflanzt. Das Projekt wird seit einigen Jahren fortgeführt.

Henrik Becker und Leander Fromme von der Oberwälder Blaskapelle Bellersen nahmen den Preis für die Aktion „Mit Einsatz im Garten gibt’s viele Arten“ entgegen. Wie Henrik Becker berichtete, sei ihm die Idee während der Gartenarbeit in der seit Wochen wegen Corona probenlosen Zeit gekommen. Ob Blühstreifen, Steinhaufen oder Nistkästen – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Per Whatsapp haben sich die Teilnehmer ausgetauscht, denn wegen der Pandemie waren es Einzelprojekte.

Kreativität ohne Grenzen

Das Berufskolleg Kreis Höxter belegt einen dritten Platz. Michaela Lücking-Freytag und Sonja Sprock präsentierten das Projekt „Umweltaktionstag und Insektenhotels“, an dem 78 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Diese haben Zigarettenstummel auf den Straßen der Höxteraner Innenstadt entfernt und über die Problematik informiert. Zudem haben sie Insektenhotels zur Förderung und zum Erhalt der Artenvielfalt gebaut.

Einen zweiten und einen ersten Platz hat es in der Kategorie „Auszubildende und Studierende“ gegeben. Eine Studierendengruppe der Technischen Hochschule OWL belegte den ersten Platz. Wie Alice Neubacher und Mirco Timmer erläuterten, haben acht Studierende, die von drei Professoren betreut wurden, sich mit dem „Klimawald Höxter“ beschäftigt. Sie fanden heraus, dass Dürre und Hitze dem Wald stark zugesetzt haben. Hinzu kommt der Borkenkäferbefall. Eine geplante Pflanzaktion der Studierenden konnte wegen Corona nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Hier sei dankenswerterweise der Kooperationspartner Stadt Höxter eingesprungen.

Tim Brendan Lubs hat in dieser Kategorie den zweiten Preis erlangt. Sein Projekt heißt „Natur pur im Waldstück“. Er setzt sich mit dem Problem auseinander, dass naturbelassene Waldstücke immer seltener werden in Deutschland, da der Großteil der Wälder rein forstwirtschaftlich genutzt wird. In seinem eigenen Waldstück soll die Natur wachsen und gedeihen.

Die Erstplatzierten konnten sich jeweils über ein Preisgeld in Höhe von 700 Euro freuen, mit 500 Euro ist der zweite Preis dotiert, der dritte mit 300 Euro.

„Der Klimaschutzpreis des Kreises Höxter ist Teil unseres Klimaschutzkonzeptes. Er ist eine Würdigung für großartiges Engagement. Gleichzeitig ist er aber auch ein Ansporn. Er soll zum Weitermachen und zum Mitmachen motivieren“, sagte Landrat Friedhelm Spieker.

Er verwies auch auf die Erfolge der Kreisverwaltung selbst beim Klimaschutz. Mit einem konsequenten Umwelt-, Energie- und Gebäudemanagement schaffe diese es, die von der Bundesregierung im Klimaschutzprogramm 2030 gesetzten Ziele bei der CO2-Einsparung schon heute um ein mehrfaches zu überbieten. Spieker: „Beispielsweise ist es gelungen, den jährlichen CO2-Ausstoß beim Strom aufgrund des Wechsels zu Ökostrom von 513 Tonnen im Jahr 2012 auf 9,9 Tonnen im Jahr 2019 zu reduzieren.“

Auch Trostpreise vergeben

Im Kulturland Kreis Höxter werde das umgesetzt, was sich andere erst noch vornehmen müssten. „Die Umweltbilanz unserer Region hat eine Vorbildfunktion. So liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch des Kreises Höxter bei 87 Prozent“, sagte der Landrat. Zu verdanken sei das Menschen wie den Preisträgerinnen und Preisträgern, die dazu animierten umzudenken und die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit zu stellen.

Der Jury gehörten Birgit Hübner (Naturpark Teutoburger Wald), Melanie Hecker (Com-Natura), Matthias Bernd (Wald und Holz), Uwe Hofer (Energieagentur NRW) sowie Klaus Schumacher und Dr. Kathrin Weiß vom Kreis an. Die Bewerber, die keinen Preis erhalten haben, gehen nicht leer aus. Auch sie haben sich einen Trostpreis in Höhe von 100 Euro verdient. Coronabedingt konnten sie an der Verleihung nicht teilnehmen.

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