Erschließung „Auf dem Steinwege“ hat begonnen – Verantwortliche kritisieren die Telekom
Elf neue Bauplätze in Gehrden

Brakel-Gehrden -

Ein neues Baugebiet „Auf dem Steinwege“ wird derzeit in Gehrden erschlossen. Insgesamt können dort elf Grundstücke bebaut werden. Vier sind schon an junge Gehrdener Familien verkauft worden, zwei Häuser bereits im Bau. „Normalerweise wird ja erst erschlossen und dann gebaut“, sagt Alexander Frewer, als Ingenieur bei der Stadt Brakel für das Projekt zuständig. Das zeige aber auch, „wie groß der Druck“ sei.

Mittwoch, 03.03.2021, 05:56 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 09:30 Uhr
Symbolischer Baustart in Gehrden (von links): Dirk Ihmor, Ingenieurbüro Turk, Alexander Frewer, Stadt Brakel, Bauunternehmer Johannes Schönhoff, Ortsvorsteher Markus Gerdes und Bürgermeister Hermann Temme.
Symbolischer Baustart in Gehrden (von links): Dirk Ihmor, Ingenieurbüro Turk, Alexander Frewer, Stadt Brakel, Bauunternehmer Johannes Schönhoff, Ortsvorsteher Markus Gerdes und Bürgermeister Hermann Temme. Foto: Marius Thöne

 

Derzeit gebe es eine hohe Nachfrage nach Bauflächen sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortschaften. Frewer geht davon aus, dass noch in diesem Jahr eine Erweiterung des Neubaugebietes in Hembsen beginnt. Auch in Brakel selbst sollen weitere Flächen geschaffen werden. „Ich bin der festen Überzeugung, dass das Dorfleben eine Renaissance erlebt“, sagt Brakels Bürgermeister Hermann Temme.

Gut eineinhalb Jahre hat es von den ersten Gesprächen bis zum Baustart in Gehrden gedauert. „Wir haben immer wieder Anfragen bekommen, von ehemaligen Gehrdenern, die gerne zurückkommen wollten“, berichtet Ortsausschussvorsitzender Markus Gerdes. „Hier haben wir attraktive Bauplätze geschaffen, an einem Südhang, sozusagen auf der Sonnenseite“, sagt Gerdes mit einem Augenzwinkern. Johannes Schönhoff, der als örtlicher Bauunternehmer die Erschließungsarbeiten übernimmt, freut sich, dass junge Leute zurück nach Gehrden kommen, die in dem 800-Einwohner-Dorf Verantwortung übernehmen können.

Schönhoff hat als Mindestbietender den Bauauftrag über 430.000 Euro erhalten. Es werden rund 230 Meter Schmutz- und Regenwasserkanal verlegt, 250 Meter Trinkwasserleitung und insgesamt 1200 Quadratmeter Baustraße erstellt. Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Anlieger müssen sich auf Behinderungen einstellen, da die Andienung der Baustelle über die Straßen Am Ring und Drosselgasse erfolgt.

Verärgert sind sowohl die Verantwortlichen der Stadt Brakel als auch die Bauherren über die Telekom. Sie möchte keinen Festnetzanschluss in die Häuser legen. Das sei unwirtschaftlich und das vorhandene LTE-Mobilfunknetz zur Grundversorgung ausreichend, verdeutlicht Alexander Frewer die Position der Telekom. Derzeit befindet sich die Stadt in Gesprächen mit dem Beverunger Unternehmen Sewikom. Zwar sei noch nichts unterschrieben, es gebe aber positive Signale, dass Sewikom einspringt und Glasfaserkabel bis in jedes Haus legt.

 

Die ersten beiden Häuser im Neubaugebiet sind im Rohbau schon fest fertig

Die ersten beiden Häuser im Neubaugebiet sind im Rohbau schon fest fertig Foto: Marius Thöne

Am Donnerstagabend ist das Baugebiet auch Thema im Bezirksausschuss. Es sollen die Straßennamen und der Quadratmeterpreis festgelegt werden. Der wird wahrscheinlich bei 20,50 Euro pro Quadratmeter liegen, hinzu kommen die Kosten für Wasser, Abwasser, Stromanschluss und Straßenbau, so dass mit Gesamtkosten von 50 bis 60 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden muss, wie Bürgermeister Hermann Temme betonte. Gegenüber Großstädten sei das Angebot vergleichsweise günstig. In Paderborn würden bis zu 400 Euro fällig.

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