Landrat Michael Stickeln übergibt in Brakel neues Katastrophenschutz-Feuerwehrfahrzeug LF20-KatS
Gut gerüstet für den Ernstfall

Brakel -

Ein neues Katastrophenschutz-Feuerwehrfahrzeug des Typs LF20-KatS des Landes übergab Landrat Michael Stickeln nun der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Brakel. Stationiert wird das neue, ungefähr 300.000 Euro teure Fahrzeug bei der Löschgruppe Erkeln.

Donnerstag, 08.04.2021, 20:00 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 13:36 Uhr
Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer (von links), Löschgruppenführer Christopher Pöppe, Fachbereichsleiter Norbert Loermann, Philipp Mantel, Dezernent Katastrophenschutz bei der Bezirksregierung Detmold, Landrat Michael Stickeln, Kreisbrandmeister Rudolf Lüke, Leiter der Kreisfeuerwehrzentrale, Bürgermeister Hermann Temme, Feuerwehrleiter Sven Heinemann und Pater Thomas Wunram vor dem neuen Fahrzeug.
Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer (von links), Löschgruppenführer Christopher Pöppe, Fachbereichsleiter Norbert Loermann, Philipp Mantel, Dezernent Katastrophenschutz bei der Bezirksregierung Detmold, Landrat Michael Stickeln, Kreisbrandmeister Rudolf Lüke, Leiter der Kreisfeuerwehrzentrale, Bürgermeister Hermann Temme, Feuerwehrleiter Sven Heinemann und Pater Thomas Wunram vor dem neuen Fahrzeug. Foto: Stadt Brakel

Auch wenn man nicht wolle, dass dieser Fall eintreffe, sagte der Landrat: „Wir müssen für einen Ernstfall im Katastrophenschutz so gut wie möglich vorbereitet sein.“ Mit dem neuen Spezialfahrzeug des Landes sei man für Großschadenslagen und die überörtliche Hilfeleistung noch besser ausgerüstet als bisher, so Michael Stickeln.

Brakels Bürgermeister Hermann Temme dankte Landrat Michael Stickeln und der Bezirksregierung Höxter, hier stellvertretend Philipp Mantel (Dezernent Katastrophenschutz bei der Bezirksregierung Detmold), und Kreisbrandmeister Rudolf Lüke für das entgegengebrachte Vertrauen, das LF20-KatS in Erkeln zu stationieren. Er sagte: „Das Fahrzeug kann unseren hochmotivierten Einsatzkräften die Arbeit zwar nicht gänzlich abnehmen, es sorgt aber für Erleichterung und auch ein Stück mehr Sicherheit.“

Fahrzeug hat sich bereits bewährt

Neben dem Einsatz im Katastrophenschutz ergänzt das neue Fahrzeug auch den kommunalen Brandschutz und die bisherigen Strukturen der Feuerwehr der Stadt Brakel gut. „Es hat sich bereits in einem ersten Einsatz bei einem kleinen Flächenbrand nahe der Ortschaft Erkeln bewährt“, berichtet Löschgruppenführer Christopher Pöppe aus Erkeln, der das Fahrzeug nun auch offiziell in Empfang nehmen durfte.

Die Unwetterereignisse der vergangenen Jahre, wie das Elbehochwasser, das Sturmereignis im Ruhrgebiet oder das Starkregenereignis in Münster haben gezeigt, dass zur Ausstattung der überörtlichen Hilfe zusätzliche Einsatzfahrzeuge benötigt werden. Die Stadt Brakel hatte hierfür immer ein Löschfahrzeug für den Katastrophenschutz, den LF 16 TS, sowie einen Schlauchwagen SW 2000 vom Bund zur Verfügung. Das Löschfahrzeug war allerdings im Jahr 2016 abgängig und musste ausgesondert werden. In der Zwischenzeit hat die Stadt Brakel ein Löschfahrzeug aus kommunalen Beständen als Ersatz für die vorgeplante überörtliche Hilfe zur Verfügung gestellt. Diese Lücke kann nun mit dem neuen Fahrzeug geschlossen werden.

Den kirchlichen Segen erhielt das Fahrzeug von Notfall- und Feuerwehrseelsorger Pater Thomas Wunram aus Neuenheerse.

Es wird noch ein weiteres Fahrzeug kommen

„Für das kommende Jahr ist noch ein weiteres Fahrzeug des Landes für den Katastrophenschutz im Kreis Höxter angekündigt“, sagte Michael Stickeln. Dies solle in Bad Driburg stationiert werden, kündigte der Landrat an. Im Kreis Höxter sind bereits ähnliche Fahrzeuge des Bundes für die vorgeplante überörtliche Hilfe im Brand- und Katastrophenschutz und der Hilfeleistung stationiert. Diese sind in Höxter, Beverungen und Marienmünster untergebracht.

Das Fahrzeug eignet sich durch seine besondere Ausstattung optimal zur Bedienung der Landeskonzepte in der vorgeplanten überörtlichen Hilfe. Die Besatzung besteht aus neun Einsatzkräfte, wobei sich zwei Atemschutzgeräteträger während der Fahrt im Mannschaftsraum ausrüsten können. Für den Bereich der Brandbekämpfung sind 1000 Liter Löschwasser an Bord, ergänzt durch eine brandschutztechnische Beladung nach Norm. Die im Heck eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe verfügt über eine Förderleistung von 2000 Liter pro Minute. Ergänzend steht für die Wasserentnahme aus abgelegenen Wasserentnahmestellen eine zusätzliche Tragkraftspritze zur Verfügung. Die zur Wasserförderung erforderliche Schlauchleitung kann auf einer Länge von 360 Meter während der Fahrt verlegt werden. Für Vegetationsbrände stehen Löschrucksäcke und Schnellangriffstaschen zur Verfügung. Im Bereich der technischen Hilfeleistung sind die beiden Motorsägen sowie die beiden Abwassertauchpumpen jeweils in unterschiedlicher Größe zu nennen.

Für die notwendige elektrische Energie sorgt ein leistungsstarker Stromgenerator. Bei Dunkelheit sorgen die LED-Umfeld-Beleuchtung und der ausfahrbare Lichtmast mit vier Scheinwerfern für den notwendigen Überblick. Die übliche Ausstattung eines herkömmlichen Löschfahrzeuges ist ebenfalls in den Geräteräumen zu finden. Dadurch ist eine Nutzung im kommunalen Brandschutz möglich. Das MAN-Fahrgestell hat 320 PS Motorleistung, ein vollautomatisches Wandlergetriebe und Allradantrieb mit geländetauglicher Bereifung. Im Winter stehen Schneeketten für alle Räder zur Verfügung.

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