Diskussion um Landesförderung
Corvey plant die Weltkulturerbe-Zukunft

Höxter (WB/bex/rob). Der Weltkulturerbe-Status ist sicher, die Gratulationstour beendet. Jetzt geht es für die Verantwortlichen in Corvey aber erst richtig los. In der historischen Klosteranlage an der Weser wird mit einer Verdoppelung der Besucherzahlen (2013 etwa 100.000) gerechnet. Eine große Herausforderung, insbesondere mit Blick auf die zuletzt viel diskutierte Kürzung der Denkmalförderung.

Dienstag, 24.06.2014, 09:44 Uhr aktualisiert: 24.06.2014, 19:33 Uhr
Diskussion um Landesförderung : Corvey plant die Weltkulturerbe-Zukunft
Corvey ist Welkulturerbe: Am 28. Juni ab 11.30 Uhr soll dies mit allen Bürgern gefeiert werden. Foto: Iding

Andere Kulturerbestätten in NRW verfügen über ein eigenes Budget im Landeshaushalt. So gab es 2013 für den Kölner Dom einen gesonderten Haushaltstitel über 767.000 Euro. Darüber hinaus stehen in diesem Jahr 1,3 Millionen Euro als »Zuschuss zu den Restaurierungsarbeiten an Kirchenbauten von besonderer Bedeutung« zur Verfügung.

Welterbe-Fest

Am kommenden Samstag steigt in Corvey ein Welterbe-Fest: Von 11.30 Uhr an sind alle Bürger dort willkommen.

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»Kloster Corvey benötigt eine verlässliche Förderkulisse«, meint deshalb der FDP-Landtagsabgeordnete Kai Abruszat (Porta Westfalica). Das Engagement des Landes sollte schon im Haushaltsentwurf 2015 zum Ausdruck kommen. Abruszat hat jetzt bei der Landesregierung angefragt, in welcher Form sie Corvey unterstützen werde. Eine Antwort steht noch aus. Höxters Landrat Friedhelm Spieker regt an, in Absprache mit dem NRW-Städtebauministerium zügig einen Lenkungsausschuss zu bilden, der bei der Vergabe von Fördermitteln mitspricht.

Unterdessen stehen beim Kulturkreis Höxter-Corvey die Telefone nicht still. TV, Radio und Zeitungen sind alle am neuen Weltkulturerbe interessiert, berichtet Kulturkreisgeschäftsführerin Dr. Claudia Konrad. Bereits am Wochenende seien deutlich mehr Besucher gekommen als sonst. Konrad kündigte eine verbesserte Beschilderung nach und in Corvey an. Zur touristischen Vermarktung sei in Verbindung mit dem Bergpark Kassel, dem Hildesheimer Dom, den Farguswerken Alfeld und Goslar eine Welterbe-Route geplant.

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