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Mo., 22.05.2017

Gemeinde weiht neuen Klosterweg in Brenkhausen ein Weg vereint alle Gläubigen

Weihen den Klosterweg in Brenkhausen ein (von links): Christian Haase (CDU-Bundestagsabgeordneter), Alexander Fischer (Bürgermeister Höxter), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin), Friedhelm Spieker (Landrat), Bischof Anba Damian (Koptisch-orthodoxe Kirche in Deutschland), Pastor Tobias Spittmann (Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Brenkhausen), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche Westfalen) und Weihbischof Manfred Grothe (Erzbistum Paderborn).

Weihen den Klosterweg in Brenkhausen ein (von links): Christian Haase (CDU-Bundestagsabgeordneter), Alexander Fischer (Bürgermeister Höxter), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin), Friedhelm Spieker (Landrat), Bischof Anba Damian (Koptisch-orthodoxe Kirche in Deutschland), Pastor Tobias Spittmann (Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Brenkhausen), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche Westfalen) und Weihbischof Manfred Grothe (Erzbistum Paderborn). Foto: Isabell Waschkies

Brenkhausen (WB/iwas). Stein für Stein haben die Kopten aus dem Kloster Brenkhausen mit handwerklich geschickten Dorfbewohnern gelegt und befestigt – mit Erfolg. Gestern Nachmittag ist der Klosterweg auf dem ökumenischen Kirchentag mit hochrangigen Gästen vor mehr als 300 Zuschauern feierlich eröffnet worden.

Entstanden ist die Idee des Klosterweges vor zwei Jahren während eines Besuchs von Innenminister Thomas de Maizière in Brenkhausen. »Als er mit seinem Auto vorfuhr, entstand eine so große Staubwolke, dass wir fast nichts mehr sehen konnten«, erinnerte sich Bischof Anba Damian, der im Kloster Brenkhausen lebt und seit 25 Jahren für die koptische Gemeinde in Deutschland aktiv ist. Bibel und Exponate mussten regelmäßig von Staub und Dreck befreit werden. »Dem wollten wir ein Ende setzen«, sagte Bischof Damian. Erneuert worden ist der Klosterweg, der komplett um das Kloster herum führt, auf Initiative des Dorfausschusses Brenkhausen unter der Leitung von Martin Finke. Der erste Spatenstich erfolgte dann im September vergangenen Jahres.

Bischof Anba Damian ist mit dem Ergebnis zufrieden

Auf den Weg zum Kloster Brenkhausen machte sich gestern auch das Ehepaar Karin und Dieter Klose aus Detmold (Kreis Lippe). »Der Klosterweg ist eine tolle Idee«, sagte Dieter Klose. Sechs Mal im Jahr pilgern er und seine Frau gemeinsam von Detmold nach Brenkhausen. »Wir fühlen uns hier wie Zuhause«, sagt er. Nur wenige Meter entfernt stöberte Anja Bogdanski aus Lütmarsen mit ihren vierjährigen Zwillingen Lena und Sarah durch die Bücherauswahl der Katholischen Öffentlichen Bibliothek St. Johannes Brenkhausen. »Ich habe heute zum ersten Mal einen koptischen Gottesdienst erlebt«, sagte Anja Bogdanski. Mehr Gesang und Texte aus der Bibel – und das auf koptischer Sprache. »Ich bin nach wie vor begeistert«, sagte sie mit zufriedenem Lächeln. Sichtlich glücklich war auch Bischof Anba Damian: »Das war ein Großprojekt aller Menschen aus Brenkhausen, bei der wir untereinander unendliche Liebe und Herzlichkeit gespürt haben.«

Weg als Symbol für Menschen mit unterschiedlichem Glauben

Zu Gast war neben Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl aus Detmold auch Präses Annette Kurschus von der Evangelischen Kirche Westfalen. »Dieser Weg ist ein Symbol für Menschen mit unterschiedlichem Glauben«, sagte Kurschus. Gefördert wurde das Dorfgemeinschaftsprojekt von der Stadt Höxter, dem Ortsausschuss, der Sparkasse Höxter, der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, der Evangelischen Kirche von Westfalen und vom Koptisch-Orthodoxen Kloster Brenkhausen.

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