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Fr., 26.05.2017

Bischof Anba Damian setzt auf enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Firmen Brenkhausen soll Hochzeits-Dorf werden

Das koptisch-orthodoxe Kloster hält neue Angebote für Hochzeitspaare vor.

Das koptisch-orthodoxe Kloster hält neue Angebote für Hochzeitspaare vor.

Von Harald Iding

Höxter/Brenkhausen (WB). Seit fast 25 Jahren wirken die Kopten in Brenkhausen. Seitdem die Koptische Kirche Eigentümerin des Klosters ist, hat sich viel verändert – und noch mehr ist bewegt worden. Anba Damian hat dort nicht nur seinen ­Bischofssitz, sondern kümmert sich als Leiter des Klosters mit großem Engagement um die Sanierung der gesamten Anlage. Und er hat einen neuen, großen Wunsch: »Aus Brenkhausen soll ein exzellentes Hochzeits-Dorf werden!«

 

Ob es der gediegene Klosterpark mit Bachrauschen und Steinbrücke ist oder der idyllische Klostergarten mit großer Geschichte – es gibt unzählige Plätze rund um das Kloster und natürlich auch in den Räumlichkeiten, wo der schönste Tag der Lebens von Hochzeitspaaren mit ihren Familien und Freunden genossen werden kann.

Vermählung im alten Gemäuer

Bischof Damian stellte jetzt im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT seine Idee vor, die bereits im Juli dieses Jahres mit der ersten Ausrichtung einer Vermählung in dem jahrhundertalten Gemäuer ihre Umsetzung erfahren soll.

 

 

Damian freut sich: »Wir haben im ersten Stockwerk im Westflügel einen großen Mehrzweckraum eingerichtet, wo bis zu 90 Personen feiern können.« Wenn mehr Gäste kommen sollten, gäbe es auch eine Möglichkeit, ins katholische Pfarrheim auszuweichen – mit Platz für bis zu 200 Personen.

Schwesternkirchen arbeiten zusammen

»Beide Schwesternkirchen, die katholische und die koptische Kirche, arbeiten eng zusammen und stellen ihre Räumlichkeiten gerne zur Verfügung. Und wir wollen vor allem die Firmen vor Ort einbinden und vernetzen.« Vom Metzgerbetrieb für das Catering bis zum Kuchenexperten und anderen Anbietern – Bischof Damian will mit seinem Vorhaben, aus Brenkhausen eine erste Adresse für Brautleute machen und viele Akteure mit ins Boot holen.

»Hochzeit zu Kana« als großes Wandbild

Ein großflächiges Bild mit berühmter Hochzeitsszene hängt schon an der Wand in dem lichtdurchfluteten Raum, wo einst die Nonnen ihre Gäste begrüßen durften – damals geschützt durch ein Eisengitter. Die Malerei zeigt die »Hochzeit zu Kana« – es ist die Wundererzählung aus dem Johannes-Evangelium. Sie berichtet davon, wie Jesus mit seiner Mutter und Jüngern auf der Feier zu Gast ist und dort auf Bitten von Maria, doch der Hochzeitsgesellschaft zu helfen, weil der Vorrat ausgegangen ist, schließlich Wasser in edlen Wein verwandelt. Es war Jesus erstes Wunder.

Übernachtungsmöglichkeiten

Bischof Damian zählt außerdem auf: »Übernachtungsmöglichkeiten gibt es ebenfalls einige hier im Dorf – auch bei uns. Wir wollen die heimische Wirtschaft stärken und fördern. »Am 22. Juli gibt es im Rahmen des neuen Projektes die erste koptisch-deutsche Hochzeit in diesem Haus. Beide sind deutsche Staatsbürger und leben im Raum Warburg. Sie möchten gerne im Kloster Brenkhausen heiraten.«

Orient und Okzident

Ruhe und Einkehr findet man an jeder Ecke. Der Besuch des Koptenklosters in der Höxteraner Ortschaft Brenkhausen kann überwältigend sein. Hinter jeder Tür der mehr als 50 Zimmer auf der gesamten Anlage darf man etwas Unerwartetes erwarten – und sich darauf freuen. Auf jeden Fall ist es eine faszinierende Zeitreise durch die Jahrhunderte der Christenheit. Die Anlage mit hoher Anziehungskraft ist nach umfänglicher Sanierung zu einer Begegnungsstätte geworden, wo sich Orient und Okzident verbinden.

Vielleicht hat man das Glück, den »Hausherrn« einmal persönlich anzutreffen, der für seine Brüder und Schwestern im Glauben als höchster Repräsentant der Koptischen Kirche in Deutschland natürlich gefragt und viel unterwegs ist. Seine Exzellenz Bischof Anba Damian (1955 in Kairo geboren) führt das koptisch-orthodoxe Kloster im Zeichen des Kreuzes – mit Hingabe und Herzlichkeit.

 

 

 

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