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Do., 17.08.2017

Geiselnahme im März: 47-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten Anklage gegen Busentführer

Endstation der wilden Verfolgungsjagd ist auf dem Lastwagen-Parkplatz an der Godelheimer Straße in Höxter gewesen. Zuvor hat sich der mutmaßliche Geiselnehmer eine vierstündige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.

Endstation der wilden Verfolgungsjagd ist auf dem Lastwagen-Parkplatz an der Godelheimer Straße in Höxter gewesen. Zuvor hat sich der mutmaßliche Geiselnehmer eine vierstündige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Foto: Dennis Pape

Von Dennis Pape

Höxter (WB). Der Busentführer von Höxter muss vor Gericht: Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat gegen den 47-jährigen Mann Anklage wegen Geiselnahme erhoben.

Dem Mann wird vorgeworfen,  am Abend des 24. März in Höxter einen Linienbus in seine Gewalt gebracht und sich unter Bedrohung des Busfahrers mit einem Messer auf eine Fahrt durch den Kreis Höxter begeben zu haben .

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hatte der Beschuldigte während der Fahrt Kontakt zur Polizei und forderte von den Polizeibeamten wiederholt, Kontakt zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Sohn herzustellen. »Warum er diesen Kontakt herstellen wollte, können wir derzeit noch nicht sagen – das muss sich in der Hauptverhandlung im Landgericht Paderborn zeigen«, sagte Oberstaats Christoph Zielke auf Anfrage dieser Zeitung.

Nachdem der Angeschuldigte aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes zunächst auf Anordnung des Amtsgerichts Höxter und des zuständigen Ordnungsamtes in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war, hatten die anschließend durchgeführten Ermittlungen ergeben, dass eine akute psychische Erkrankung ausgeschlossen werden kann. Nach Einholung eines Sachverständigengutachtens geht die Staatsanwaltschaft von einer zur Tatzeit durch Alkohol- und Medikamentenkonsum bedingten verminderten Schuldfähigkeit aus.

Der Angeschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft, er hat die ihm zur Last gelegte Tat eingeräumt. Ein Hauptverhandlungstermin ist noch nicht bekannt. Für Geiselnahme sieht das Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren vor.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 18. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Höxter.

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