Prozess am Landgericht Paderborn: Motiv für Entführung und Geiselnahme in Höxter bleibt unklar
Viereinhalb Jahre Haft für Busentführung

Paderborn/Höxter (dpa). Für die  Entführung eines Kleinbusses hat das Landgericht Paderbon einen 46-Jährigen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter sprachen den Mann aus Höxter  am Dienstag der Geiselnahme schuldig.

Dienstag, 17.10.2017, 13:35 Uhr aktualisiert: 18.10.2017, 15:46 Uhr
Zu viereinhalb Jahren Haft ist der Angeklagte am Dienstag verurteilt worden. Foto: dpa
Zu viereinhalb Jahren Haft ist der Angeklagte am Dienstag verurteilt worden. Foto: dpa

Damit blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die fünf Jahre Haft beantragt hatte. Der  alkohol- und drogenabhängige Mann hatte im März 2017 einen Linienbus entführt und  den Fahrer mit einem Messer bedroht.

Bei der anschließenden dreistündigen Irrfahrt durch das Weserbergland in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatte er sich mit der Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel geliefert. Zeitweise verfolgten 40 Streifenwagen den Bus.

Nicht endgültig geklärt werden konnte im Prozess das Motiv für die Tat. Nach Zeugenaussagen wollte er Kontakt zu seiner Ex-Freundin oder seinem Sohn erzwingen.  Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte bereits alle Vorwürfe eingeräumt. An Einzelheiten in dieser Nacht könne er sich nicht mehr erinnern, sagte der Angeklagte. 

Kommentare

Leserin  schrieb: 17.10.2017 16:38
Lachnummer
"Zeitweise verfolgten 40 Streifenwagen den Bus."

Ja, wie im Kindergarten.
1 Kommentare
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