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Do., 26.10.2017

Bewerbung für TV-Sendung - Prototyp des Solarturms steht in Weißes Hausgarten in Höxter Erfinder melden »Solar-Tower« als Patent an

Detlef Weiße (von links), Markus Sanden (schreibt Doktorarbeit über Energiewende) und Arndt Peters haben in Höxter den ersten »Solar-Tower« vorgestellt. Er steht in Sichtweite der St.-Peter-und-Paul-Kirche in der Ansgar-Straße.

Detlef Weiße (von links), Markus Sanden (schreibt Doktorarbeit über Energiewende) und Arndt Peters haben in Höxter den ersten »Solar-Tower« vorgestellt. Er steht in Sichtweite der St.-Peter-und-Paul-Kirche in der Ansgar-Straße. Foto: Michael Robrecht

Von Michael Robrecht

Höxter (WB). Die Energiewende ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Sie bietet im Stromsektor zahlreiche Möglichkeiten, neuartige Ideen und Projekte zu entwickeln und erfolgreich auf den Markt zu bringen. In Höxter haben sich Franz-Josef Hoffmann, Jan Ksienczyk und Detlef Weiße als Erfinder betätigt und einen völlig neuartigen »Solar-Tower« konstruiert.

Der Prototyp steht im Garten der Familie Weiße in Höxters Ansgarstraße – vis-a-vis von St.-Peter-und Paul-Kirche, Pfarrhaus und Sparkasse. »Der Turm mit Solarplatten kann zur autarken und CO2-neutralen Versorgung von Objekten, so für Ladestationen für E-Bikes, eingesetzt werden. Die Solar-Laterne bietet eine optimale Lösung, um in abseits gelegenen Regionen, wie an Haltestellen für Schulbusse, eine Beleuchtung ohne Kabelinfrastruktur zu gewährleisten,« erläutert Arndt Peters, Vertriebsleiter der neu gegründeten HKW Solar-Energiesysteme, den Nutzen der Anlage.

HKW-Geschäftsführer Detlef Weiße sieht eine große Marktlücke für den Solar-Turm bei allen Bürgern, die auf ihren Dächern wenig Fläche für Solaranlagen haben oder die vielen Dach-Platten optisch hässlich finden. In diesem Herbst ist das Unternehmen mit der – auch internationalen – Vermarktung des Towers in drei Basisversionen und der HKW-Solarlaterne in zwei Basisversionen gestartet. »Sie sind urkundlich als geistiges Eigentum bei der EUIPO eingetragen und zum Patent angemeldet«, berichten die Erfinder stolz. Die Produkte seien überwiegend dort eine ideale Lösung, wo herkömmliche Photovoltaikanlagen oder Straßenlaternen nicht oder schlecht platziert werden können. Um bundesweit auf ihre Idee aufmerksam zu machen, haben sich die Höxteraner in der Fernsehsendung »Die Höhle der Löwen« mit Carsten Maschmeyer auf Vox beworben.

Detlef Weiße und sein Team haben im Internet weltweit nach einem ähnlichen Objekt gesucht und festgestellt: »Unser sechs oder acht Meter hohe Solar-Tower mit zwölf Modulen ist einzigartig. Es gibt kein ähnliches Angebot auf dem Markt.« Arndt Peters hat sich bei den Behörden schlau gemacht, ob lange Genehmigungsverfahren nötig sind. »Nach Paragraph 6, Absatz 10, Bauordnung NRW handelt es sich beim Tower um eine ›untergeordnete Nebenanlage‹ und die ist baugenehmigungsfrei. Man sollte sich aber dennoch bei dem zuständigen Bauamt erkundigen, ob irgendeine Genehmigung erforderlich ist«, klärt Peters auf.

Hohe Leistung auf kleiner Fläche mit gutem Ertrag

Der Aufbau des Turmes ist einfach: Ein Fundament muss gegossen werden. An den Mast werden zwölf 99 Zentimeter mal 1,37 Meter große Solarmodule NQR256A von Sharp (hohe Leistung auf kleiner Fläche mit gutem Ertrag) in drei Reihen übereinander aufgehängt. Dann müssen noch Leitungen zum Keller des Hauses gelegt werden, wo die Energie in eine Strom-Cloud (Stromabgabe- und Entnahmestation) eingespeist wird.

Detlef Weiße und Arndt Peters weisen darauf hin, dass der »Solar-Tower« etwas teurer als eine Photovoltaikanlage mit optimaler Südlage ist. Als Sechs-Meter-Turm kostet der Tower 6900 Euro brutto, Nebenkosten für weitere Technik muss man einkalkulieren. Gerechnet wird mit 1500 bis 2000 Kilowatt Stromertrag pro Jahr und Anlage mit zwölf Feldern.

Am Mittwoch, 22. November, um 19 Uhr will die HKW den schon jetzt erwerbbaren Solar-Modul-Turm im Gasthaus Driehorst in Höxter-Godelheim bei einem öffentlichen Informationsabend vorstellen. Kontakte: HKW-Vertriebsleiter Arndt Peters, Telefon 05271/380388 und peters@hkw-solar.com.

Informationen auch unter www.hkw-solar.com .

Kommentare

Danke für Ihren Hinweis

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Sie können davon ausgehen, dass wir wissen was wir publizieren. Auch juristisch inclusive Patent Anwalt sind wir bestens aufgestellt!

Anmelden heisst noch lange nicht erteilt

Anmelden heisst noch lange nicht, dass ein Patent auch erteilt wird. Zudem werden nur um 2 Prozent aller Patente ueberhaupt genutzt.

Damit ein Patent erteilt wird, muss der Erfindungsgegenstand technisch, neu und erfinderisch sein.

Neu: so etwas gibt es ueberhaupt noch nicht im Stand der Technik
Erfinderisch: der Erfindungsgegenstand darf sich nicht fuer einen Fachmann in naheliegender Weise aus dem Stand der Technik ergeben.

Aber das wissen Sie ja.

2 Kommentare

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