So., 24.12.2017

Holzmindener Wärmetechnikproduzent knackt 500-Millionen-Euro-Marke Rekordumsatz bei Stiebel Eltron

Die Werkshallen von Stiebel Eltron in Holzminden.

Die Werkshallen von Stiebel Eltron in Holzminden. Foto: Andreas Krukemeyer

Von Marius Thöne

Holzminden (WB). Der Holzmindener Hersteller von Heiz- und Wärmetechnik, Stiebel Eltron, vermeldet im zu Ende gehenden Geschäftsjahr den höchsten Umsatz seiner 93-jährigen Firmengeschichte. Im laufenden Geschäftsjahr durchbrach er erstmals die 500-Millionen-Euro-Marke

Damit legte das Großunternehmen mit weltweit 3100 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 22 Millionen Euro zu. Geschäftsführer Dr. Nicholas Matten wies bei einer Pressekonferenz am Freitag darauf hin, dass der endgültige Jahresabschluss Ende des ersten Quartals 2018 feststehen wird.

Die Steigerung beim Umsatz sei auf ein Wachstum in allen Unternehmensbereichen zurückzuführen: der Erneuerbare-Energien-Sparte mit Wärmepumpen-Heizungsanlagen und Lüftungsgeräten und auch dem Warmwasserbereich mit Durchlauferhitzern, Klein- und Standspeichern.

Stiebel Eltron hat im vergangenen Jahr seine Internationalisierungsstrategie weiter fortgesetzt. Dazu ist gemeinsam mit einem einheimischen Partner eine neue Vertriebsgesellschaft in Indien gegründet worden. Weiter gewachsen ist das Unternehmen in Thailand, Südafrika und den USA.

Intensives Frankreichgeschäft

Ebenso ist das Frankreichgeschäft intensiviert worden. »Frankreich ist ein großer Markt für Warmwassergeräte und Elektro-Wasser-Wärmepumpen, weil dort vielfach mit Strom geheizt wird«, erläutert Nicholas Matten. Im vergangenen Jahr wurde im Nachbarland ein Umsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erzielt. Angesichts starker einheimischer Konkurrenz sei das aber zufriedenstellend.

Millionen-Investitionen in Holzminden

Investiert hat Stiebel Eltron im vergangenen Jahr 26,05 Millionen Euro, davon 18 Millionen Euro in Deutschland. 10,4 Millionen sind in die Fertigung am Stammsitz in Holzminden geflossen. Dort wurde beispielsweise in Lötroboter für die Wärmepumpenfertigung angeschafft. In Projekte wie die Entwicklung von Direktheizgeräten nach neuestem Standard flossen 3,9 Millionen Euro. »Die höhere Internationalisierung des Unternehmens hilft dem Standort Holzminden«, sagt Dr. Kai Schiefeldbein, als Geschäftsführer zuständig für Technik, Einkauf und Personal. Immerhin entstünden drei Viertel aller Produkte am Stammsitz. Darüberhinaus unterhält Stiebel Eltron Fertigungsstätten in Eschwege, der Slowakei, Thailand und China.

Um weiter zu wachsen, will Stiebel Eltron in den kommenden Jahren verstärkt Unternehmen hinzukaufen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5376664?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516020%2F