Do., 01.03.2018

Delegation aus Höxter reist nach Düsseldorf – mit Video Gartenschau: Antrag im Landtag an Ministerin übergeben

Übergabe von Höxters Bewerbung für die LGS 2023 im NRW-Landtag in Düsseldorf: (von links) Bürgermeister Alexander Fischer, NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking, Ida Berens, Landtagabgeordneter Matthias Goeken und Höxters Baudezernentin Claudia Koch.

Übergabe von Höxters Bewerbung für die LGS 2023 im NRW-Landtag in Düsseldorf: (von links) Bürgermeister Alexander Fischer, NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking, Ida Berens, Landtagabgeordneter Matthias Goeken und Höxters Baudezernentin Claudia Koch. Foto: Sabine Robrecht

Von Sabine Robrecht

Düsseldorf/Höxter (WB). Der Antrag ist übergeben. Im Fraktionssaal der CDU im Düsseldorfer Landtag hat  die Delegation aus Höxter die Bewerbung für die Landesgartenschau 2023 an diesem Donnerstag kurz nach 16.30 Uhr an NRW-Landwirtschafts- und Umweltministerin Christina Schulze Föcking übergeben. 160 Höxteraner waren in drei Bussen ins Landesparlament an den Rhein gereist.

Eine Entscheidung über den Zuschlag zur LGS 2023 fällt aber erst in einigen Wochen. Im Mai muss erst eine Bewertungskommission die Standorte Höxter und Corvey bereisen. Weitere Mitbewerberkommunen aus NRW für den Titel als LGS-Stadt 2023 sind bisher nicht bekannt, Rheda-Wiedenbrück prüft dies aber.

Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking ist beeindruckt: Als sie den Fraktionssaal der CDU im Düsseldorfer Landtag betritt, stimmen mehr als 160 Menschen das Weserlied an. »Sensationell«, schwärmt die Ministerin, um anschließend strahlend die Bewerbung Höxters für die NRW-Landesgartenschau 2023 entgegenzunehmen.

Dieses 100-Seiten-Paket war der Anlass des Düsseldorf-Besuchs: Höxters Verwaltungsspitze wollte die Bewerbung nicht einfach so per Post schicken, sondern sie im Schulterschluss mit Bürgerinnen und Bürgern aus Höxter und den Ortschaften persönlich abgeben. Der heimische Landtagsabgeordnete Matthias Goeken (CDU) organisierte die Übergabe. Er begrüßte die Höxteraner im Fraktionssaal der CDU und zeigte sich gerührt. »Menschen mit Visionen geben anderen Menschen Hoffnung und Zuversicht. Hier sitzen Menschen mit Visionen. Hoffentlich hat die Bewerbung Erfolg!«

Landtagspräsident dabei

Mit diesem Wunsch ließen die Gäste dann auch das Weserlied erklingen. Dieser Auftritt war gelungen: »Sie geben dieser Bewerbung nicht nur ein Gesicht, sondern viele Gesichter«, machte die Ministerin der großen Delegation samt Schützen in Uniform und geistlichem Beistand (Pastor Tobias Spittmann vom Pastoralverbund Corvey) ein Kompliment.

Dass diese illustre Gesellschaft auch noch die Generationen umspannte, rundete den durchweg positiven Gesamteindruck, den Höxter hinterlassen hat, ab: Vom Seniorenalter bis zum Kind waren alle Altersgruppen vertreten.

Als Mutter zweier Jungs von elf und 13 Jahren begrüßte Christina Schulze Föcking die zehnjährige Ida-Maria Berens besonders herzlich. »Dass Du dabei bist, freut mich sehr.« Als Ida-Maria der Ministerin dann auch ein Geschenk, das modellierte Höxter samt Weser und Welterbe, überreichen durfte, strahlte das Mädchen. Es versteht sich von selbst, dass ihr Vater, CDU-Ratsfraktionschef Stefan Berens, diesen Moment stolz im Bild festhielt.

Christina Schulze Föcking musste die Gäste aus Höxter, das sie von Besuchen kennt, daraufhin zügig verlassen: Eine Plenarsitzung erforderte ihre Anwesenheit. Zum Abschied bestärkte sie die Höxteraner in ihrem Einsatz.

Das tat auch Landtagspräsident André Kuper. Er lobte Höxter für die schnelle Zusammenstellung der Bewerbung. Wer das so schnell schaffe, sei eine starke Gemeinschaft. Nur als solche sei eine Landesgartenschau zu stemmen. Er bot den Höxteranern an, ihnen mit seinen Erfahrungen aus Rietberg zur Seite zu stehen. Dort hat Kuper die Landesgartenschau von A bis Z maßgeblich mitgestaltet. 

Dass Höxter den Zuschlag bekomme, daran lässt Bürgermeister Alexander Fischer keinen Zweifel. Nach Konkurrenz sieht es nicht aus. Unabhängig davon, ob Mitbewerber im Ring stehen oder nicht, durchläuft die Bewerbung aus Höxter das reguläre Prüfverfahren. Bürgermeister Alexander Fischer hob im Gespräch mit der Ministerin das Alleinstellungsmerkmal Höxters hervor. »Wir sind die einzige Stadt mit Welterbe.« Bereits im Bus hatte er die Reisegesellschaft gleich bei der Abfahrt auf das große gemeinsame Ziel eingeschworen: »160 Bürger wollen zeigen, dass Höxter die Landesgartenschau will.«

Praxis Griewel fährt mit

Die Zahnärztin Dr. Sabine Griewel aus Höxter schloss gestern ihre Praxis und fuhr mit der gesamten Belegschaft mit nach Düsseldorf. »Wir verzichten auf einen Tag Umsatz, weil uns dieses Anliegen so wichtig ist«, zeigte sie bunt behütet und mit Luftballons in der Hand Flagge für die Landesgartenschau. Dieses Großevent werte die Stadt auf und ziehe junge Menschen nach Höxter. Das sei immens wichtig. Für die Ministerin hatte die Zahnmedizinerin Blumen dabei: »Wir ernten, was wir säen. Wenn die Ministerin die Blümchen gießt, ernten wir die Landesgartenschau.«

Für Verpflegung hatten Bürgermeister Alexander Fischer und Baudezernentin Claudia Koch mit Brötchen und Kuchen sowie und Kaffee und kalten Getränken gesorgt. 100 Kilometer vor Düsseldorf probten die Insassen des ersten Busses schon einmal das Weserlied. Das war ein großer Spaß.

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