Polizei sperrt Feldwege um die Anlage bei Haarbrück ab – Flügel drohen abzustürzen
Windrad brennt ab

Haarbrück/Langenthal (WB/rom/iwas). Die Rauchwolke am Himmel ist bereits von Weitem zu sehen gewesen: Ein brennendes Windrad zwischen Langenthal und Haarbrück hat Dienstagnachmittag die Feuerwehr aus Trendelburg (Hessen) in Atem gehalten. Nach ersten Ermittlungen an der Einsatzstelle dürfte eine technische Ursache für den Brand verantwortlich sein.

Dienstag, 26.06.2018, 19:08 Uhr aktualisiert: 26.06.2018, 19:10 Uhr
Ein Windrad zwischen Haarbrück und Langenthal hat gestern Nachmittag Feuer gefangen. Foto: WB
Ein Windrad zwischen Haarbrück und Langenthal hat gestern Nachmittag Feuer gefangen. Foto: WB

Laut Feuerwehr vor Ort befindet sich das Windrad des Types »Vestas V 44« mit einer Nennleistung von 600 Kilowatt (Baujahr 1997) auf hessischem Gebiet, nur wenige Meter zur nordrhein-westfälischen Grenze entfernt. Die Rotorblätter und der Motor sind infolge des Brandes erheblich beschädigt worden. Trümmerteile waren auf dem Feld verteilt.

Landwirt meldet sich bei Polizeistelle

Gegen 15.30 Uhr habe sich ein Landwirt, der mit seinem Trecker im Bereich

Die Flügel des Windrads drohen abzustürzen.

Die Flügel des Windrads drohen abzustürzen.

Trendelburg-Langenthal unterwegs war, über den Notruf 110 bei der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen gemeldet. Er berichtete von einem brennenden Windrad mit herabfallenden Teilen. Die sofort zum Einsatzort geeilten Beamten der Polizeistation Hofgeismar bestätigten das Feuer und nahmen die ersten Ermittlungen an der Unglücksstelle auf. Wie sie berichteten, war das Feuer nach Wartungsarbeiten ausgebrochen. Erst als der Motor wieder in Betrieb genommen wurde, schlugen die Flammen auf.

Bereich wegen der Gefahr herabfallender Teile abgesperrt

»Wir müssen das Feuer jetzt ausgehen lassen und den Bereich rundherum vollständig absperren. Teile der Gondel und die drei Flügel könnten abstürzen«, sagte Tobias Reidelbach, Stadtbrandinspektor aus Trendelburg, der in seiner Feuerwehr-Laufbahn noch nie ein brennendes Windrad gesehen habe.

Nach Angaben des Windrad-Betreibers Stefan Dauck vom Unternehmen »Skypower Windenergie« sei das Windrad erst in der vergangenen Woche gewartet worden. »Daher ist es umso erstaunlicher, dass dieses Feuer überhaupt ausgebrochen ist. Glücklicherweise war es windstill zu diesem Zeitpunkt«, sagte er gestern Abend vor Ort im Gespräch mit dieser Zeitung. Glück im Unglück: Bei hochsommerlichen Temperaturen hätten sich auf den umliegenden Feldern möglicherweise kleine Brandnester bilden können.

Hoher Sachschaden an zerstörtem Windrad

Die Windrad-Gondel ist vollständig zerstört. Nach Angaben des Betreibers soll sie demontiert und ersetzt werden. Hinweise auf ein vorsätzliches Handeln haben sich laut Polizei nicht ergeben. Nach ersten Einschätzungen liegt der Sachschaden bei etwa 50.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

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