»Großer Bahnhof« im Rathaus für Klaus Töpfer – CDU-Generalsekretärin gratuliert persönlich
»Sie haben Wegweiser gesetzt«

Höxter (WB). Das hätten sich er und seine Mechthild vor Jahrzehnten nicht ausmalen können – dass sein runder Geburtstag in einem feierlichen Rahmen in der Markthalle des historischen Rathauses von Höxter mit vielen Gästen stattfinden wird. Klaus Töpfer ist am Sonntag 80 Jahre alt geworden – und längst ein weiser Mann.

Montag, 30.07.2018, 13:14 Uhr aktualisiert: 30.07.2018, 14:40 Uhr
Er ist seinen Grundsätzen und seiner Heimat treu geblieben: Höxters Ehrenbürger Klaus Töpfer hat gestern in der Markthalle des historischen Rathauses mit vielen Weggefährten, Freunden und Vertretern des öffentlichen Lebens seinen 80. Geburtstag gefeiert. Foto: Harald Iding
Er ist seinen Grundsätzen und seiner Heimat treu geblieben: Höxters Ehrenbürger Klaus Töpfer hat gestern in der Markthalle des historischen Rathauses mit vielen Weggefährten, Freunden und Vertretern des öffentlichen Lebens seinen 80. Geburtstag gefeiert. Foto: Harald Iding

Klaus Töpfer feiert 80. Geburtstag – Generalsekretärin zu Gast

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»60 Jahre und kein bisschen weise« – dieser alte deutsche Schlager von Curd Jürgens (1975) hat auf den ehemaligen Bundesumweltminister schon vor 20 Jahren nicht gepasst – und wird wohl auch nie zutreffen.

Denn schon früh hat Klaus Töpfer, der einzige lebende Ehrenbürger der Stadt Höxter, die Zeichen der Zeit erkannt – und er hat die Zeit sogar maßgeblich mitgestaltet (Stichwort: »Grüner Punkt«). Die frühere Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, zollte gestern ihrem ersten Chef auf dem Politikerparkett höchsten Respekt und Anerkennung. »Dabei war er in seinen Forderungen nie schrill oder verletzend. Er hat vielmehr zu seinen Grundsätzen gestanden. Ich habe viel von ihm gelernt«, sagte Kramp-Karrenbauer, die damals von Töpfer für eine Tätigkeit in der Landesgeschäftsstelle der CDU Saarbrücken eingestellt wurde.

Ein Mensch mit Grundsätzen

Sie wurde schnell seine Referentin und verriet mit einem Lächeln, dass ihr Boss oft später als angekündigt zu Terminen kam – weil er sich noch mehr Zeit für Gespräche bei den Veranstaltungen davor nahm. Klaus Töpfer sei ein Mensch mit Grundsätzen und Werten. Sie hoffe sehr, dass seine Stimme weiterhin so kraftvoll erklingt wie bisher. »Seinen kühlen Kopf verliert er allerdings nur, wenn es um das Skatspielen geht«, ergänzte die Spitzenpolitikerin, der es ein persönliches Anliegen gewesen war, Töpfer zu seinem runden Geburtstag persönlich zu beglückwünschen.

In Höxter eine neue Heimat gefunden

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten auch Matthias Goeken (MdL), Höxters Bürgermeister Alexander Fischer und Landrat Friedhelm Spieker.

Für die Region betonte er: »Als Landrat freue ich mich sehr, dass Sie trotz Ihrer wichtigen politischen Mission, die Sie in viele Länder der Welt geführt hat, Ihrer Heimatstadt Höxter stets treu geblieben sind. Hier hat Ihre Familie nach Vertreibung und Flucht aus Schlesien eine neue Heimat gefunden. Hier haben Sie und Ihre Ehefrau Mechthild ihre Kindheit und Jugend verbracht, hier sind Sie zur Schule gegangen.« Klaus Töpfer sei von einem sehr engagierten Lehrer am KWG geprägt worden, der sich den Naturschutz zur Herzenssache gemacht habe: von dem Biologielehrer Kurt Preywisch.

Bürgermeister lobt Töpfer als »Star von heute«

Töpfer zähle zu den international anerkannten politischen Größen, sagte Spieker. Der Jubilar sei aber ein nahbarer Mensch geblieben, »der offen und aufgeschlossen für die Belange seiner Mitmenschen ist – und immer bereit, sich zu engagieren und für andere einzusetzen.« Spieker: »Sie haben Wegweiser gesetzt. Vielen Menschen haben Sie viel gegeben!« Fischer lobte Töpfer als »Star von heute«, bevor er die jungen Akteure der Musikschule vor ihrem Auftritt als »Stars von morgen« betitelte. In jedem stecke ein besonderes Talent. Die Klimapolitik von Töpfer sei eine »Friedenspolitik von morgen«, so Fischer. »Ignorieren Sie einfach Ihr Alter und machen Sie bitte weiter«, ermunterte er den Ehrenbürger.

Zum Abschluss bedankte sich Töpfer bei seiner Familie, allen Weggefährten und Freunden für die Unterstützung. Mit Blick auf die Weltpolitik lautete sein Appell: »Wir haben schon genug Trumps. Wir müssen jetzt alle mit einem klaren Wertebezug eine offene Gesellschaft ermöglichen!«

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