Sa., 15.09.2018

Während der Übung der ABC-Abwehrtruppe in Bergen wird ein Angriff auf eine Chemiefabrik zum Übungsszenario gehören 400 Höxteraner Soldaten bei Großmanöver

Zurzeit im Manöver: Höxters ABC-Abwehrbataillon 7 übt mit mehr als 400 Soldaten in der Lüneburger Heide.

Zurzeit im Manöver: Höxters ABC-Abwehrbataillon 7 übt mit mehr als 400 Soldaten in der Lüneburger Heide. Foto: Bundeswehr

Höxter (WB/rob). Das ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter, das dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, nimmt zurzeit mit 400 Soldaten an der größten ABC-Abwehrübung von NATO und EU auf dem Truppenübungsplatz Bergen teil.

Truppenaufmarsch der ABC-Abwehrtruppen: Sowohl bei Bruchsal (Foto) als auchmit den Höxteranern in Bergen (Lüneburger Heide). Foto: Bundeswehr

Die Höxteraner sind bereits mit Fahrzeugen zum Herbstmanöver »Coronat Mask« in die Lüneburger Heide ausgerückt. Die Übung beginnt am heutigen Freitag und zieht sich in die nächste Woche. 14 Nationen sind dabei. Die ABC-Abwehr von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefährdungen wird geübt, so das ABC-Abwehrbataillon. Während des Manövers wird ein Angriff auf eine Chemiefabrik zum Übungsszenario gehören. Es ist eines der umfangreichsten Manöver der vergangenen Jahre, an denen Höxters Einheit teilnimmt.

1300 Soldaten aus 14 Ländern

Bei dem großangelegten Manöver bei dem auch das ABC-Abwehrbataillon 750 Baden aus Bruchsal beteiligt ist, nehmen rund 1300 Soldaten aus insgesamt 14 Ländern teil.

Die internationale Übung CORONAT MASK unter Leitung des ABC-Abwehrkommandos der Bundeswehr in Bruchsal ist Teil der deutschen Framework Nations Concept (FNC) Initiative. Deutschland hat als Rahmennation für die ABC-Abwehr und den Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefährdungen eine koordinierende Rolle inne.

Der Übungsraum im Bereich Baden-Württemberg hat eine Ausdehnung von ca. 240 auf 150 km auf einer Gesamtfläche von ca. 31.000 km² und erstreckt sich von der Grenze zu Frankreich bis nach Augsburg, und von der Linie Karlsruhe – Stuttgart – Ulm bis an die österreichische und Schweizer Grenze. Auch in der Lüneburger Heide, wo die Höxteraner eingetroffen sind, wird im großen Maßstab geübt.

Realistisches Szenario

Die Besonderheit dieser Übung liegt unter anderem im Charakter eines freilaufenden Manövers, in der die übende Truppe nicht an militärische Einrichtungen und Liegenschaften gebunden ist.

Absicht ist es, die Truppe in Liegenschaften und Infrastruktur der Gemeinden bzw. des zivilen Umfeldes in sogenannten Verfügungsräumen unterzubringen. Somit werden die Soldaten in ein realistisches Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung versetzt, in dem sie mit der Zivilbevölkerung in Kontakt treten und aus diesen Räumen heraus operieren müssen. Die ABC-Abwehrspezifischen Aufträge, die durch die Soldaten erfüllt werden müssen, finden aber dennoch auf militärischem Gelände oder in Kooperation mit zivilen Firmen der chemischen Industrie auf deren Liegenschaften statt. Dies bedeutet, dass im gesamten Übungsraum mit KFZ-Marschbewegungen zu rechnen ist.

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