Di., 18.09.2018

Die neuen »Bollerbach-Wasserfälle« erfreuen die Höxteraner - neue Tiefststände werden in diesem September erwartet Weser-Pegel fällt unter 70 Zentimeter

Wie schön! In Höxter wundern sich die Spaziergänger über die neu entstandenen »Bollerbach-Wasserfälle«. Idyllisch wie ein Gebirgsbach rauscht das Wasser in den jetzt tiefer liegenden Weser-Fluss.

Wie schön! In Höxter wundern sich die Spaziergänger über die neu entstandenen »Bollerbach-Wasserfälle«. Idyllisch wie ein Gebirgsbach rauscht das Wasser in den jetzt tiefer liegenden Weser-Fluss. Foto: Michael Robrecht

Höxter (WB/rob). Der Weser-Pegel sinkt weiter. Am Wochenende ist zeitweise die 70-Zentimeter-Marke am Messpunkt auf Höhe des Corveyer Hafens unterschritten worden.

69 Zentimeter meldete die Internetseite »elwis.de«, die unter »Service« die Wasserstände der Weser und anderer Flüsse in regelmäßigen Abständen dokumentiert, mehrfach. Die Wetterdienste sagen einen trockenen Spätsommer bis Ende September voraus, was die Weser weiter schrumpfen lassen wird. An vielen Stellen liegen die Flusssteine blank oder Buhnen und Uferstreifen sind völlig ausgetrocknet. Die Flotte Weser wird in dieser Saison wahrscheinlich kaum noch den Liniendienst mit ihren Schiffen bis zum Saisonende Mitte Oktober wieder aufnehmen können. An eine solch lange Durststrecke für die Schiffe können sich die Reeder in Hameln nicht erinnern. Der Rekordtiefststand stammt übrigens von 1959.

In Höxter wundern sich die Spaziergänger über die neu entstandenen »Bollerbach-Wasserfälle«. Im Mündungsbereich des Baches unweit des Weser-Schiffsanlegers am R1 läuft das Wasser seit einigen Wochen über frei gelegte Steine in die Weser. Wie ein idyllischer Gebirgsbach präsentiert sich der Bollerbach zur Freude der Fotografen. Das war seit Jahrzehnten so nicht zu sehen.

Das Weser-Niedrigwasser hat auch im Mündungsbereich der Nethe bei Godelheim - in Sichtweite der alten Eisenbahnbrücke unterhalb von Schloss Fürstenberg - zu interessanten Erscheinungen geführt. Kleine Inseln und Kiesbänke in der Weser sind zu sehen. Die Nethe ist so geschrumpft, dass sie kein Fluss mehr ist sonden eher zu einem Bach geworden ist...

Auch in Wehrden, beverungen bis nach Bad Karlshafen hat sich die Weser in ihr Flussbett zurückgezogen. Das Schiff »Höxter« liegt schon mehr als drei Wochen am Kai. Am Ufer bei beverungen liegen Muscheln. Der Wasserstand in Karlshafen liegt bei kümmerlichen 60 Zentimetern (Sonntagabend), in Hann. Münden bei 77 Zentimetern.

Die Weserfähre in Polle hat am Samstag wegen des Niedrigwassers ihren Betrieb eingestellt. Es sei kein Verkehr mehr möglich, teilte der Landkreis Holzminden mit. Die Fähre würde sonst auf Grund laufen. Ausgerechnet an diesem Wochenende fand auf der Poller Burg der beliebte Kürbismarkt statt. Nicht wenige Gäste wollten per Fähre über die Weser kommen.

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