Mi., 10.10.2018

Seniorengemeinschaft und Stadt stellen neue App für Ältere vor Helfende Hand wird digital

Michael Bley (vom App-Entwickler »Gut versorgt in...«), Seniorenbeauftragter Manfred Jouliet (Mitte) und Bürgermeister Alexander Fischer (rechts) haben gestern die neue digitale Applikation für Senioren vorgestellt.

Michael Bley (vom App-Entwickler »Gut versorgt in...«), Seniorenbeauftragter Manfred Jouliet (Mitte) und Bürgermeister Alexander Fischer (rechts) haben gestern die neue digitale Applikation für Senioren vorgestellt. Foto: Marius Thöne

Von Marius Thöne

Höxter (WB). Pünktlich zur Seniorenmesse am kommenden Sonntag wird in Höxter eine neue App für Senioren freigeschaltet. Sie bündelt Informationen über Beratungsangebote und könnte den gedruckten Seniorenratgeber sukzessive ablösen.

Gestern haben Manfred Jouliet von der Seniorengemeinschaft Höxter, Bürgermeister Alexander Fischer und Michael Bley als Geschäftsführer des App-Anbieters »Gut versorgt in...« aus Herford das neue Angebot vorgestellt. Es ist kreisweit bislang einzigartig.

Nutzer können die kleine Applikation auf ihrem Tablet oder Smartphone kostenlos installieren und erhalten dann Informationen für alle Lebensbereiche und -lagen. Das Angebot richtet sich mit Ausflugs- und Reisetipps einerseits an rüstige Rentner, andererseits aber auch an Pflegebedürftige und deren Angehörige. Integriert ist beispielsweise ein Pflegegradrechner, mit dem sich Betroffene auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen vorbereiten können. Darüber hinaus gibt es Musterformulare für Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Nutzer finden auch wichtige Telefonnummern von Apotheken, Ärzten und Krankenhäusern, die über das Smartphone mit nur einem Klick anrufen können. Außerdem sind dort Spielpläne der Kinos in der Umgebung, des Café- und Zimmertheaters und der Residenz-Stadthalle zu finden.

»Die App möchte helfende Hand und täglicher Begleiter sein«, erläutert Michael Bley das Konzept. Ein Novum sei, dass Stadt und andere Dienstleister auch Sofortnachrichten über die App verschicken können. Dadurch sind die Nutzer immer aktuell informiert über Aktionen und Angebote. »Das gab es so vorher noch nicht«, sagt Blei, der die App in den kommenden zwei Jahren bundesweit bekannt machen möchte. Bisher gibt es sie außer in Höxter noch in Herford und Minden.

Manfred Jouliet ist überzeugt, dass das neue Angebot viele Nutzer finden wird. »Senioren gehen heute sehr häufig bereits selbstverständlich mit Smartphone und Tablet um. Die App kann schnell aktualisiert werden«, beschreibt der Seniorenbeauftragte die Vorteile und berichtet von einer 92-Jährigen, die von ihren Enkeln ein Tablet geschenkt bekommen hat. »Mit ihr habe ich die Benutzung ausführlich trainiert und es klappt schon sehr gut«, berichtet Jouliet.

Die Printversion des Seniorenratgebers (Auflage 8000 Stück) soll weiter erscheinen, sukzessive aber heruntergefahren werden. Wann genau die komplette Umstellung auf digitale Angebote erfolgen soll, sei aber noch nicht absehbar. »Er wird im nächsten Jahr auf jeden Fall noch erscheinen. Anhand der Nachfrage entscheiden wird dann, wie es künftig weiter geht.«

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