Do., 08.11.2018

Hebammenmangel in Höxter: Hospitalvereinigung schaltet Vermittlungsagenturen ein »Wir wollen Schwangere optimal begleiten«

Im St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter gibt es einen personellen Engpass auf der Geburtshilfestation.

Im St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter gibt es einen personellen Engpass auf der Geburtshilfestation. Foto: H. Iding

Höxter (WB/rob). Die Personalprobleme in der Geburtshilfeabteilung des St.-Ansgar-Krankenhaus Höxter beschäftigen die Bürger. Zum Hebammenmangel nimmt die Katholische Hospitalvereinigung jetzt detaillierte Stellung.

1071 Frauen haben 2017 im St.-Ansgar-Krankenhaus ihr Kind zur Welt gebracht. Gegenüber 2014 ist die Zahl der Entbindungen damit um mehr als 20 Prozent gestiegen. Auch für dieses Jahr werden mehr als 1000 Geburten erwartet. »Dies zeigt, dass vom Team der Geburtshilfe, das aus Fachärzten für Geburtshilfe, Hebammen, Kinderärzten und spezialisiertem Pflegepersonal besteht, in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet worden ist«, sagte KHWE-Geschäftsführer Reinhard Spieß. Die geburtshilfliche Versorgung sei sichergestellt. »Nicht auf dem geplanten Stand sei allerdings, wie bekannt, die Personalsituation im Hebammenbereich, insbesondere da vier von 14 Hebammen auch längerfristig nicht zur Verfügung stehen, drei davon krankheitsbedingt, eine Mitarbeiterin ist schwanger. »Wir hoffen natürlich, dass die ausgefallenen Mitarbeitenden bald wieder einsatzbereit sind. Bis dahin unterstützen uns externe Hebammen. Hierfür stehen wir mit Vermittlungsagenturen in Kontakt, die uns bereits personelle Unterstützung im November und Dezember zugesagt haben«, so Reinhard Spieß.

Versorgung sei vollumfänglich sichergestellt

»Unsere fünf Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe, insbesondere die Oberärzte der Geburtshilfe, Holm Teschner und Kerstin Todt, tragen sehr engagiert und mit hohem persönlichem Einsatz dazu bei, dass die bekannt gute Versorgung im Kreißsaal gewährleistet bleibt«, sagt Reinhard Spieß. Fachärztinnen und -ärzte stehen in der Gynäkologie und Geburtshilfe rund um die Uhr zur Verfügung. »Die derzeitige Situation ist Spiegelbild der bundesdeutschen Situation. Wir arbeiten täglich daran, die Schwangeren, die uns ihr Vertrauen schenken, sicher durch die Geburten zu leiten und optimal zu begleiten«, betont Chefarzt Dr. Stefan Bettin.

Die Versorgung durch Fachpersonal auf den Stationen und sowie durch die Kinderärzte und Kinderkrankenpflege und auf der Kinderintensivstation sei im St.-Ansgar-Krankenhaus ebenfalls vollumfänglich sichergestellt. Bezüglich der Wahl der Geburtsklinik werde jeder Schwangeren, wie sonst auch, empfohlen, sich im St.-Ansgar- Krankenhaus vor der Geburt beraten zu lassen.

Die geburtshilfliche Sprechstunde und die Hebammensprechstunde sind unter Telefon 05271/662606 erreichbar.

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