Do., 08.11.2018

Projekt soll ein Höhepunkt der Landesgartenschau in Höxter werden Archäologiepark Corvey bekommt 3,5 Millionen Euro Fördermittel

Prof. Dr. Hans-georg Stephan hat 1989 die 1265 untergegangenen Stadt Corvey neben dem Kloster im Weserbogen ausgegraben. Jetzt kann die mittelalterliche Metropole (viele Fundamente sind noch erhalten) sichtbar gemacht werden.

Prof. Dr. Hans-georg Stephan hat 1989 die 1265 untergegangenen Stadt Corvey neben dem Kloster im Weserbogen ausgegraben. Jetzt kann die mittelalterliche Metropole (viele Fundamente sind noch erhalten) sichtbar gemacht werden. Foto: Michael Robrecht

Höxter (WB/rob). Der Archäologiepark Corvey erhält Bundesförderung. Er soll Anziehungspunkt zur Landesgartenschau werden.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der Bereinigungssitzung gestern Fördermittel zur Sanierung von Kulturdenkmälern freigegeben. Der heimische Bundestagsabgeordnete Christian Haase (CDU) hatte sich als Mitglied des Haushaltsausschusses für die Förderung des Archäologiepark Corvey stark gemacht und als Fürsprecher für das Projekt fungiert.

Mit der heutigen Freigabe der Bundesmittel erhält das Projekt im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms VII 3.57 MIllionen Euro.

»Pompeji von Westfalen« erlebbar machen

Die Welterbestätte Corvey besteht aus dem etwa acht Hektar großen karolingerzeitlichen Klostergelände mit dem erhaltenen, einzigartigen Westwerk der Stiftskirche (873-885). Sie wird umgeben von der wüst gefallenen spätromanischen Stadt Corvey. Zusammen mit der unmittelbar benachbarten Stadt Höxter existierte im 12./13. Jahrhundert eine Siedlungskonzentration von rund 100 Hektar Größe, die zu den frühstädtischen Zentren in Mitteleuropa gehört, gelegen am Hellweg, der Autobahn des Mittelalters.

»Es wird beabsichtigt das ›Pompeji von Westfalen‹ für die Menschen wieder sichtbar und erlebbar zu machen. Die meisten Menschen wissen leider gar nicht, dass sich kaum zwei Spatenstiche unter der Bodenoberkante eines der wichtigsten Stadtzentren des Mittelalters befindet«, sagte Haase. Die Kosten für das Projekt belaufen sich insgesamt auf 5.170.000 Euro. Davon übernimmt der Bund 3.57 Millionen Euro.

Auch Burg Blomberg und Holsterburg gefördert

Christian Haase begrüßt, dass die Bundesregierung Finanzhilfen für den Erhalt von denkmalgeschützten Kirchen und Kulturbauten auch fernab der großen Metropolen zur Verfügung stellt: »Mir ist der Erhalt und die Pflege von Kulturdenkmälern in der Klosterregion Kreis Höxter wichtig. Sie sind von unschätzbarem Wert, um die Geschichte der Region lebendig zu halten und die Identität unserer Städte und Gemeinden zu bewahren.

Die Förderung soll natürlich auch die Attraktivität der Landesgartenschau erhöhen.« Mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VII werden außerdem die Burg Blomberg und die Holsterburg in Warburg gefördert.

 

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