Fr., 09.11.2018

Ausbau des Wirtschaftsparks: Ortsausschuss Höxter-Stahle fordert Lösung – neues Wohngebiet B 64-Anschluss hat höchste Priorität

Der Wirtschaftspark zwischen Stahle und Albaxen soll erweitert werden. Die Kommunalpolitik vor Ort fordert eine verkehrliche Anbindung an die Bundesstraße 64.

Der Wirtschaftspark zwischen Stahle und Albaxen soll erweitert werden. Die Kommunalpolitik vor Ort fordert eine verkehrliche Anbindung an die Bundesstraße 64. Foto: Harald Iding

Von Harald Iding

Höxter (WB). Mit der im Rat Höxter favorisierten Erweiterung des Wirtschaftsparks zwischen Stahle und Albaxen hat sich der Ortsausschuss Stahle befasst. Dabei lag ein Antrag der CDU vor, sich für eine Anbindung zwischen dem Gewerbegebiet und der ­Bundesstraße 64 einzusetzen. Es geht um neue Fördertöpfe.

Der Ortsausschuss Stahle hatte bereits im Dezember 2002 deutlich darauf hingewiesen, dass er sich eine zeitgleiche Umsetzung des Bebauungsplanes Nr. 13/16 (»Gewerbe- und Industriegebiet im Mittelfelde«) und des Bebauungsplanes 13/17 »Straßenanbindung des Gewerbe- und Industriegebietes an die B 64«) wünscht. Heinz-Günter Koßmann (CDU) erläuterte noch einmal den Standpunkt: »Die B-Pläne wurden am 31. März 2004 und Januar 2005 rechtsverbindlich. Sieben Jahre später beschäftigten sich die Ortsausschüsse Stahle und Albaxen im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplanes wieder mit dem Thema Straßenanbindung. In dem Protokoll von damals ist nachzulesen, dass die Ausschüsse sich darüber einig sind, dass eine Vollanbindung das alleinige und einzige Ziel ist.«

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme

Weil die Stadt Höxter nun aktuell eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für gewerbliche Bauflächen im Bereich der Ortschaften Stahle-Albaxen angestoßen hat, fordern die Kommunalpolitiker vor Ort nun erneut, dass die Verkehrsanbindung des Wirtschaftsparks an die Bundesstraße »absolute Priorität vor allen weiteren Maßnahmen hat.«

Und die Zeichen für eine Finanzierung des Millionenprojektes würden laut Antragssteller derzeit sehr gut stehen. Koßmann: »Die Maßnahme kann mit dem Förderprogramm ›Kommunaler Straßenbau‹ mit Landesmitteln gefördert werden!«

CDU-Antrag findet breite Zustimmung

Dazu lag am Dienstagabend in der Sitzung im Hotel Kiekenstein der CDU-Antrag vor, der von allen Mitgliedern des Ortsausschusses einstimmig auf den Weg gebracht wurde: Der Ortsausschuss bittet die Stadt Höxter, für die Maßnahme »Verbindungsstraße zwischen dem Wirtsschaftspark Höxter und der Bundesstraße 64« die Förderungsvoraussetzung zu schaffen und außerdem einen Förderantrag für das »Regionale Förderprogramm 2020« bei der Bezirksregierung in Detmold zu stellen beziehungsweise zu aktualisieren.

Informationsveranstaltungen geplant

Der späteste Termin dafür wäre der 1. Juni 2019. Koßmann: »Besser ist es aber, es vorher zu erledigen.« Weil die Bundesländer mit Berlin ab 2020 eine neue Finanzierung in Sachen »Kommunaler Straßenbau« vereinbart hätten, würden wieder mehr Förderprogramm laufen. Allein in diesem Jahr seien im Regierungsbezirk Detmold alle Förderanträge berücksichtigt worden, erfuhr Koßmann. »Und mit unserer Baudezernentin Claudia Koch haben wir nun eine Person, die früher einmal beim Landesbetrieb Straßen NRW gearbeitet hat und sich für die Anbindung stark machen könnte«, hofft der CDU-Politiker.

Die Ausschussvorsitzende Beate Rehker ließ keinen Zweifel daran, dass man die Interessen der Ortschaften bei der Neuplanung des Wirtschaftsparks nicht außer Acht lassen darf. SPD-Mitglied Stephanus Remmert merkte an, dass seine Partei schon vor mehr als einem Jahr einen ähnlichen Antrag wegen der Anbindung gestellt habe, der aber nicht berücksichtigt worden sei. Er freue sich aber, dass nun gemeinsam die Position nach außen getragen werde. Wie von der Stadt zu erfahren ist, sind öffentliche Informationsveranstaltungen zu dem Thema »Wirtschaftspark« am 11. Dezember um 19 Uhr in der Schützenhalle Albaxen und im März 2019, dann konkret zu einer möglichen Anbindung, geplant.

Neues Baugebiet östlich der Heinser Straße

Im Ortsausschuss vorgestellt wurde auch das von der Verwaltung nach einer ersten Planung erarbeitete neue Baugebiet östlich der Heinser Straße. Der Ausschuss sprach sich für ein beschleunigtes Verfahren aus, so dass jetzt auch die breite Öffentlichkeit mit einbezogen werden könne, um Anregungen, Kritik oder Wünsche äußern zu können.

Am östlichen Ortsrand könnten zwölf Bauplätze entstehen – in einer Reihe, hinter der vorhandenen Bebauung. Für alle gilt eine Giebel-Lösung zur Heinser Straße, zwingend sollen zwei Vollgeschosse (rechnerisch nach Bauordnung) sein – und eine offene Bauweise (mit Dachziegeln in der Farbgebung rot bis anthrazit).

Kommentare

Zu viele Auf- und Abfahrten bremsen Verkehrsfluss

Der Sinn einer modern ausgebauten Bundesstraße, wie es eben auf der B64 im Bereich der Holzmindener Umgehung der Fall ist, ist es auch, eine gute Reisegeschwindigkeit zu ermöglichen. Wenn nun viele Auf- und Abfahrten dazu kommen, weil natürlich alles wichtig, wichtig, wichtig ist, ist das eben nicht mehr so. An der Tonenburg und zwischen Holzminden und Stahle gibt es Abzweigungen, das sollte doch ausreichen.

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