So., 10.02.2019

Siebte Auflage des Weser-Cups im Speedstacking in Bielenberghalle Mit Bechern auf Rekordjagd

Die Hände von Alessia Stehle und Larissa Stehle aus der Nähe von Schwäbisch Hall arbeiten wie Roboter. Beide Frauen haben am Samstag beim Wesercup mitgemacht.

Die Hände von Alessia Stehle und Larissa Stehle aus der Nähe von Schwäbisch Hall arbeiten wie Roboter. Beide Frauen haben am Samstag beim Wesercup mitgemacht. Foto: Marius Thöne

Von Marius Thöne

Höxter (WB). Mit Bechern Pyramiden stapeln? Das klingt wenig aufregend. Wer aber die 190 Teilnehmer des Weser-Cups im Speedstacking am Samstag in der Bielenberghalle beobachtete, konnte das in einem atemberaubenden Tempo erleben. Ganz klar: Da waren Profis am Werk. Und die kamen aus ganz Deutschland, den Niederladen, Südkorea und Belgien.

Die Hände von Alessia Stehle und Larissa Stehle aus der Nähe von Schwäbisch Hall arbeiten wie Roboter: Präzise nach einem vorgegeben Programm bauen sie aus drei Becherstapeln unterschiedlich große Pyramiden auf und ab. Das Auge der Zuschauer kann kaum folgen. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. Die Becher stehen wieder in ihrer Anfangsformation. Die beiden Frauen sind bei der siebten Auflage des Weser-Cups im Doppel auf Rekordjagd. Jeder von ihnen darf zum Tempo-Stapeln nur eine Hand benutzen, die zweite ruht auf dem Rücken. Das erfordert viel Training, gute Konzentration und Koordination. »Ich bin 2016 zur Deutschen Meisterschaft schon einmal in Höxter gewesen«, berichtet Alessia Stehle. Das Turnier in der Bielenberg halle sei sehr gut organisiert. Der Kampf um den Weser-Cup mache Freude.

Rekorde zu brechen sei aber immer schwieriger, weil die Fan-Gemeinde dieses Trendsports immer größer werde, berichtet Turnier-Organisator Jörg Schilcher von den Speedy-Cups, einer Abteilung des gastgebenden MTV Boffzen. Die Schiedsrichter an den Wettkampftischen haben große weiße Zettel, auf denen die Zeitrekorde der einzelnen Altersklassen abgedruckt sind. So haben sie sofort im Blick, wenn eine neue Bestzeit feststeht. »Allerdings muss die dann erst noch durch die Video-Kontrolle«, berichtet Jörg Schilcher. Die Leistungen der Stacker werden aufgezeichnet, damit später auch ganz sicher davon ausgegangen werden kann, dass keine Fehler den Erfolg trüben. In Höxter sind demnach höchstwahrscheinlich ein Weltrekord und acht deutsche Rekorde gefallen.

Speed- oder auch Sportstacking ist nicht auf eine bestimmte Altersklasse beschränkt. Die Teilnehmer in Höxter sind zwischen sechs und 67 Jahren alt. Jörg Schilcher spricht von einem Familiensport. »Ein halbes Jahr braucht man schon, bis man alle Regeln drauf hat«, meint Schilcher. Danach müsse auf Tempo trainiert werden.

Schilcher freut sich, dass das Turnier so gut über die Bühne gegangen ist. Den 40 Helfern, die Tische geschleppt, Fotos gemacht und Daten verarbeitet haben, dankt er von Herzen. Im kommenden Jahr ist der MTV Boffzen zum zweiten Mal Ausrichter der DM. »Die Wettbewerbe sollen dann auch wieder in der Bielenberghalle in Höxter stattfinden«, kündigte Schilcher an. Am Samstag waren auch Gäste des Weltverbandes in Höxter, um nach Talenten Ausschau zu halten. Kaja Schilcher (12) ist bereits für dem Sport-Stacker-WM-Kader nominiert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6381362?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516020%2F