Mi., 13.02.2019

Godehard Christoph (SPD) wirft Verwaltung Versäumnisse vor Zoff um Lüchtringer Festplatz

Der Festplatz ist bei Veranstaltungen ein wichtiger Ort der Begegnung für die Lüchtringer. Eine Sanierung ist seit Jahrzehnten angedacht, aber immer wieder auf Eis gelegt worden. Die SPD will, dass das Projekt jetzt angepackt wird.

Der Festplatz ist bei Veranstaltungen ein wichtiger Ort der Begegnung für die Lüchtringer. Eine Sanierung ist seit Jahrzehnten angedacht, aber immer wieder auf Eis gelegt worden. Die SPD will, dass das Projekt jetzt angepackt wird. Foto: Michael Robrecht

Höxter (WB/thö). Um die Sanierung des Lüchtringer Festplatzes ist ein politischer Streit entbrannt. Godehard Christoph (SPD) warf der Stadtverwaltung in der Bauausschuss-Sitzung am Montagabend vor, die Sanierung überhaupt nicht zu wollen. Baudezernentin Claudia Koch wies die Kritik zurück.

Seit 20 Jahren werde jedes Jahr versprochen, dass der Festplatz erneuert wird. »Und jedes Jahr werden wir wieder vertröstet«, sagte Christoph während der Haushaltsberatungen. »Wenn der Platz in Höxter wäre, wäre er bereits instand gesetzt worden«, schimpfte der Lüchtringer Christoph. Die Ortschaften würden »absolut benachteiligt«. Das könne so nicht weitergehen. Christoph sah auch ein Versäumnis der Stadtverwaltung, der er vorwarf, die Sanierung überhaupt nicht zu wollen.

Kostenpunkt: 200.000 Euro

Das wies Stadtbaudezernentin Claudia Koch zurück. Sie selbst habe mit einem Vertreter der Bezirksregierung den Platz kürzlich besichtigt. Dabei sei es um die mögliche Akquise von Fördermitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm gegangen. Eine Sanierung sei teuer und nicht ganz einfach. Koch berichtete von einer Kostenschätzung in Höhe von 200.000 Euro. »Um den Platz vernünftig zu entwässern, seien umfangreiche Tiefbauarbeiten nötig«, erläuterte sie im Ausschuss die finanzielle Seite.

Eine günstigere Alternative mit einem speziellen Asphalt, durch den Regenwasser versickern könne, sei auch geprüft worden. »Hier ist es allerdings so, dass der Bodenbelag Drehlasten beispielsweise von großen Fahrgeschäften schlecht verträgt«, berichtete Claudia Koch.

Entscheidung bis zur Ratssitzung vertagt

Eine Förderung aus der Dorferneuerung sei generell nicht unmöglich. Allerdings sei es dann nötig, auf dem Platz Bäume zu pflanzen und Bänke aufzustellen, damit dieser einen Begegnungscharakter bekommt.

Ob der Platz in diesem Jahr noch saniert wird, blieb nach der Sitzung am Montag offen. Der Ausschuss beschloss mehrheitlich, über den SPD-Antrag auf Sanierung noch in diesem Jahr, erst in der Stadtratssitzung am Donnerstag zu entscheiden.

Kämmerer Lothar Stadermann mahnte in der Ausschusssitzung am Montag die Politiker zur Kostendisziplin.

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