Do., 14.02.2019

Veranstaltungsreihe in Höxter mit zwei neuen Partnern und fünf Terminen Demokratie im Blickpunkt

Die Verantwortlichen freuen sich auf ein vielfältiges Angebot in Höxter (von links) Stefan Vogt, Petra Paulokat-Helling, Annette Hesse, Fritz Ostkämper, Christine Longère, Gerd-Reiner Mayer und Rainer Schwiete.

Die Verantwortlichen freuen sich auf ein vielfältiges Angebot in Höxter (von links) Stefan Vogt, Petra Paulokat-Helling, Annette Hesse, Fritz Ostkämper, Christine Longère, Gerd-Reiner Mayer und Rainer Schwiete. Foto: Dennis Pape

Von Dennis Pape

Höxter (WB). Bereits zum neunten Mal planen Organisationen aus Höxter eine gemeinsame Veranstaltungsreihe. Unter dem Titel »Wir – die anderen. Oder doch alle?« wollen sie gemeinsam für eine starke Demokratie stehen.

Mit von der Partie sind in diesem Jahr erneut das Forum Jacob Pins, die evangelische Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter, der Pastoralverbund Corvey, die Volkshochschule Höxter-Marienmünster sowie zum ersten Mal auch der Verein Welcome und dem Forum Anja Niedringhaus. »Auf das Thema ›Demokratie‹ sind wir in diesem Jahr sehr schnell gekommen, weil bezüglich des gesellschaftlichen Zusammenhaltes derzeit vieles im Argen ist – das wollen wir in den Fokus stellen. Es geht inhaltlich um die Zerrissenheit innerhalb unserer Gesellschaft«, erläutert Volkshochschule-Leiter Rainer Schwiete.

Peter Schallenberg hält Vortrag

Den Anfang macht in diesem Jahr der Pastoralverbund Corvey mit einem Vortrag von Peter Schallenberg, Professor an der Theologischen Fakultät in Paderborn. Beginn ist am Mittwoch, 27. Februar, um 19.30 Uhr in der Dechanei in Höxter. Er nimmt sich unter dem Titel »Kirche als Energiequelle der Gesellschaft« der Frage an, wie ausgerechnet die Kirche den Zusammenhalt in der Demokratie fördern kann. »Herr Schallenberg ist durch verschiedene Funktionen ein Bindeglied zwischen Kirche und Politik. Es gibt viele Zeichen vom Nachlassen des Zusammenhaltes, einen Mitgliederschwund in den Volkskirchen und den Volksparteien sowie Nachwuchsmangel bei Verbänden und Vereinen. Wir wollen uns die Frage stellen, wie die Kirche durch ihre Botschaft der Liebe dazu beitragen kann, dem entgegenzuwirken«, sagt Dr. Gerd-Reiner Mayer.

Dietmar Ossenberg spricht auf Einladung der VHS

Auf Einladung der Volkshochschule spricht am Freitag, 15. März, von 18.30 bis 20 Uhr im Haus der VHS Dietmar Ossenberg als ehemaliger ZDF-Auslandskorrespondent zum Thema »Vom arabischen Frühling zur europäischen Einszeit« und äußert sich auch dazu, ob die Flüchtlingswelle die europäischen Werte bedroht. »Dietmar Ossenberg lebt in Kairo und ist 2010/2011 hautnah beim arabischen Frühling dabei gewesen – er ist ein Kenner der Szenerie vor Ort«, sagt Rainer Schwiete.

Unter dem Motto »Wir sind EINE Gemeinde« richten die Evangelische Weser-Nethe-Kirchengemeinde und der Verein Welcome am Sonntag, 17. März, eine gemeinsame Veranstaltung aus. Um 16 Uhr werden zunächst Lieder des Internationalen Chores vorgetragen. »Hier singen Geflüchtete und Einheimische gemeinsam«, berichtet Annette Hesse von Welcome. Anschließend – um 17 Uhr – möchte Pfarrerin Beate Heßler Wege der Integration unter dem Titel »Gemeinsam Kirche sein mit Geflüchteten und Migranten« aufzeigen. »Sie setzt sich für die interkulturelle Öffnung von Kirche ein«, ergänzt Petra Paulokat-Helling von der evangelischen Kirche.

Antworten auf menschenfeindliche Parolen

Die vierte Veranstaltung richtet das Forum Anja Niedringhaus am Donnerstag, 28. März, um 19.30 Uhr im Historischen Rathaus aus. Unter dem Titel »Dafür ist das neue Dagegen« möchte der Kolumnist und Publizist Christoph Giesa menschenfeindlichen Parolen mit den richtigen Antworten begegnen. »Die Arbeit von Anja Niedringhaus als Kriegsfotografin war immer auch ein Aufruf zu Frieden und Menschlichkeit. Deshalb wäre dieses Thema in ihrem Sinne gewesen«, sagt Christine Longère vom Forum.

Der Abschluss der Veranstaltungsreihe ist im Forum Jacob Pins am Mittwoch, 10. April, um 19.30 Uhr geplant – »Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus in der Einwanderungsgesellschaft: Verflechtungen, Kontinuitäten und Konkurrenzen«. Dr. phil. Türkan Kanbicak vom Pädagogischen Zentrum des Fritz-Bauer-Institut und des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main wird den Vortrag halten. »Oft werden Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus getrennt. Aber man muss gegen beide Bereiche arbeiten und Möglichkeiten finden, wie man zusammenfinden kann«, sagt Fritz Ostkämper vom Forum Jacob Pins.

Die Veranstaltungsreihe wird erneut von der Volksbank Höxter unterstützt. »Die Reihe ist mittlerweile fest verwurzelt in der Stadt«, betont Stefan Vogt vom Sponsor.

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