Fr., 22.02.2019

SPD muss sich neuen Kandidaten suchen Fischer tritt nicht wieder an

Alexander Fischer will 2020 nicht mehr zur Wahl antreten.

Alexander Fischer will 2020 nicht mehr zur Wahl antreten. Foto: Harald Iding

Höxter (WB/thö). Höxters Bürgermeister Alexander Fischer wird sich 2020 nicht noch einmal zur Wahl stellen. Das hat das Stadtoberhaupt am Freitagvormittag angekündigt.

»Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, ich habe mein Amt in allen den Jahren mit Freude ausgeübt«, sagte Fischer. Er wolle allerdings eine neue berufliche Herausforderung annehmen und darum bei den Wahlen 2020 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stehen. Bis dahin wolle er sein Amt aber weiterhin mit voller Freude und Engagement ausüben.

»Seit meiner Wahl im Jahr 2009 lag mein Augenmerk immer auf der Verbesserung der Attraktivität unserer Stadt. Hier haben wir in all den letzten Jahren viel erreicht. Höxter steht heute sehr gut dar. Es wird investiert und gebaut«, sagte Fischer am Freitag. »Viele Projekte können umgesetzt werden. Wir haben in Zeiten der Haushaltssicherung notwendige Maßnahmen gerade in den Schulen vorangebracht. Das ist ein Schwerpunkt der mir besonders am Herzen liegt, denn Bildung ist eine wichtige kommunalpolitische Angelegenheit. Wir haben das Thema Bäder lösen können, den Marktplatz einer neuen Bebauung zugeführt und damit enorm aufgewertet. Und wir haben die LGS in unsere Stadt geholt.« Dieses seien nur einige positive Beispiele.

Es sei aber auch oftmals eine schwere Zeit gewesen, in der schwierige Entscheidungen getroffen werden mussten. »Eine Zeit, in der nicht immer alles gut lief, in der Fehler gemacht wurden, auch von mir, in der wir auch innerhalb meiner Fraktion nicht immer einer Meinung zu bestimmten Themen waren oder sind«, so Fischer.

Fischer ist seit 2009 Bürgermeister von Höxter. Er wurde seinerzeit als erster SPD-Bürgermeister seit 1946 ins Amt gewählt und wurde 2014 bestätigt.

»Wir haben die Entscheidung von Alexander Fischer zur Kenntnis nehmen müssen und bedauern dies sehr. Er hat als Bürgermeister der Stadt einen neuen Stil geprägt und beharrliche an der Weiterentwicklung der Stadt gearbeitet. Die Partei wird jetzt überlegen müssen, wie sie sich personell für das nächste Jahr neu aufstellt«, kommentiert Hans-Josef Held als Stadtverbandsvorsitzender der SPD die neue Situation.

»Es ist kein Geheimnis, dass die SPD-Fraktion nicht immer einer Meinung mit dem Bürgermeister war. Das ist aber in der Sache begründet, da Stadträte häufig einen anderen Blick auf die Entwicklungen haben als die Verwaltungen. Dieses lässt sich auch in anderen Städten sehen. Grundsätzlich aber war die Zusammenarbeit immer sehr konstruktiv und von einem vertraulichen Miteinander geprägt. Und letztendlich haben wir immer einen Weg gefunden, gemeinsame Entscheidungen zum Wohl der Stadt zu treffen. Daher bedauern wir die Entscheidung von Alexander Fischer sehr, haben sie aber zu respektieren«, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der SPD, Werner Böhler.

 

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