Sa., 16.03.2019

Bestattungsunternehmen Berg in Höxter reagiert auf Veränderungen und Nachfrage Bestattungskultur: Trauerhalle neuer Trend

Maximal 100 Personen finden in der neuen Trauerhalle des Bestattungsunternehmens Berg in Höxter Platz.

Maximal 100 Personen finden in der neuen Trauerhalle des Bestattungsunternehmens Berg in Höxter Platz. Foto: Franziska Münster

Höxter (WB/fm). Das Höxteraner Bestattungsunternehmen Berg im Rohrweg geht mit der Zeit und hat eine Trauerhalle eingerichtet. Dieser große, helle Raum wird seit Anfang Dezember genutzt und kommt bei den trauernden Menschen sehr gut an. Familie Berg reagiert, wie andere auch, auf einen neuen Trend in der Bestattungskultur.

Trauerhallen bei Beerdigungsinstituten als Räumlichkeit für die Trauerfeier zu nutzen, das wird auch in Höxter und seinen Ortschaften immer beliebter. »Die Motivation eine Trauerhalle zu errichten, war die steigende Nachfrage der Kunden«, bestätigt Helena Neumann, Mitarbeiterin des Bestattungsunternehmens Berg. Die Idee schwebte schon seit einigen Jahre in den Köpfen von Sonja und Uwe Berg. Als dann zunehmend der kleine Abschiedsraum für Trauerfeiern genutzt wurde, entschloss man sich dazu, die alte Tischlerei in eine Trauerhalle umzubauen, um mehr Menschen darin unterbringen zu können. »Der Bedarf war da. In den Raum passen jetzt 100 Personen, bei größeren Trauerfeiern gibt es sogar die Möglichkeit, eine Freisprechanlage nach draußen für dort stehende Trauernde zu nutzen«, erläutert Uwe Berg.

Das Team des Bestattungsunternehmens Berg (von rechts): Uwe und Sonja Berg mit Helena und Juri Neumann. Foto: Münster

»Der große Unterschied zu einer herkömmlichen Trauerfeier in einer kommunalen Friedhofskapelle liegt vor allem in den vielen Möglichkeiten privater Räumlichkeiten«, erläutert Sonja Berg. Man habe bei der Gestaltung der Halle vor allem Wert auf einen Raum mit viel Licht und hellem Ambiente gelegt. Wir bieten dort einen barrierefreien Zugang an. Wir reagieren auf die individuellen Gestaltungswünsche der Kunden bei Dekoration und Ausgestaltung der Trauerfeiern. Technisch gibt es eine Vielzahl von modernen Angeboten, die ständig erweitert und genutzt werden können.

Von den Kunden wird das neue Angebot sehr geschätzt. Sie haben die Möglichkeit, zu flexiblen Zeiten eine Trauerfeier – mit oder ohne Geistlichen oder einem Trauerredner – nach ihren eigenen Wünschen abzuhalten. Wir sind bei den Terminen für die Trauerfeiern sehr flexibel. Bei einer Trauerhalle gibt es die Möglichkeit,auf die zeitlichen Wünsche der Hinterbliebenen einzugehen. »Wir sind unabhängig und können alles nach Wunsch planen«, betont Sonja Berg. Die Konfession spiele ebenfalls keine Rolle, wobei die meisten Kunden, die die Trauerhalle nutzen, einen Pastor bitten, dabei zu sein. »Es ist bis jetzt nur selten vorgekommen, dass kein Geistlicher die Zeremonie begleitet hat«, schildert Sonja Berg.

Wer sich trotzdem eine Trauerfeier in einer Friedhofskapelle zum Abschied wünsche, werde daran selbstverständlich nicht gehindert. Die Trauerhalle sei eine Erweiterung des bereits bestehenden Angebots. Der seit Jahren angebotene Abschiedsraum wird den Trauernden auf jeden Fall weiter zur Verfügung stehen, um in Ruhe Abschied nehmen zu können. Die neu gestaltete Räumlichkeit im Bestattungsunternehmen bietet noch weitere Möglichkeiten: So hält hier am Montag, 13. Mai, die Berliner Autorin Eva Terhorst einen Vortrag zum Thema Trauerbewältigung. Über das ganze Jahr hinweg sind Informationsveranstaltungen für Interessierte vorgesehen. Im Laufe des Jahres ist auch ein Tag der offenen Tür geplant.

 

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