Do., 04.04.2019

Bataillons-Appell in Höxters Kaserne: Cabriofahrt für bisherigen Kommandeur – mit Video Michalek verabschiedet: Struck ist neuer Kommandeur

Ein Kommandeur in Höxter ist Vorgesetzter von 825 Soldatinnen und Soldaten. 150 davon sind in Husum stationiert, bis zu 60 der ABC-Abwehrsoldaten befinden sich im Auslandseinsatz. Hier die offizielle Bataillonsübergabe durch Oberst Klaus Schiff (Chef der gesamten deutschen ABC-Abwehr): Links Höxters bisheriger Kommandeur Oberstleutnant Marc Michalek, rechts sein Nachfolger Oberstleutnant Lothar Struck.

Ein Kommandeur in Höxter ist Vorgesetzter von 825 Soldatinnen und Soldaten. 150 davon sind in Husum stationiert, bis zu 60 der ABC-Abwehrsoldaten befinden sich im Auslandseinsatz. Hier die offizielle Bataillonsübergabe durch Oberst Klaus Schiff (Chef der gesamten deutschen ABC-Abwehr): Links Höxters bisheriger Kommandeur Oberstleutnant Marc Michalek, rechts sein Nachfolger Oberstleutnant Lothar Struck. Foto: Michael Robrecht

Von Michael Robrecht

Höxter (WB). Oberstleutnant Marc Michalek (43) hat das Kommando über das ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter an Oberstleutnant Lothar Struck (43) abgegeben. 150 Gäste und hunderte Soldaten nahmen an dem Übergabe-Appell in der General-Weber-Kaserne teil.

»Tschüss« meldete sich der bisherige Kommandeur von den Soldatinnen und Soldaten nach dreijähriger Amtszeit bewusst hanseatisch nüchtern ab. Das hatte seinen Grund: Michalek versieht jetzt seinen Dienst als Hörsaalleiter an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.

Anlässlich des Kommandeurswechsels gab es auch wieder eine besonderes Abschiedsaktion: Das gesamte Bataillon marschierte zu den Klängen des Heeresmusikkorps Kassel am scheidenden und am neuen Höxteraner Kommandeur vorbei – eine ganz seltene Ehrung durch die Truppe auf dem Appellplatz. Zudem fuhr ein weißes Cabrio vor, in dem der Fahrer mit Marc Michalek und dessen Frau Sarah über den »Schwarzen Platz« der Kaserne eine Runde drehte.

Oberst Klaus Werner Schiff, Chef der gesamten ABC-Abwehr in Deutschland, fand viele lobende Worte über den bisherigen Kommandeur. Er wies auf die hohe Flexibilität hin, die den Soldaten heute abverlangt werde.

Es sei viel Dynamik im aktuellen sicherheitspolitischen Umfeld weltweit. Dekontamination, Wasseraufbereitung, Brandschutz und Aufklärung: Diese vier Aufgaben hätten ABC-Abwehrsoldaten bei ihren Auslandseinsätzen wie in Afghanistan, in Mali oder im Kosovo zu bewältigen und dafür würde die Truppe intensiv ausgebildet. Eine hohe Dienstbelastung und Taktfrequenz gehöre heute zum Dienst dazu, sagte der Oberst, der die ABC-Abwehrsoldaten in Höxter als materiell gut ausgestattet und personell sehr gut aufgestellt bezeichnete. Der scheidende Kommandeur habe seine Soldaten immer, trotz vieler Aufträge, motivieren können.

Neuer Kommandeur stammt aus Höxter

Mit Lothar Struck aus Fürstenau ist erstmals ein gebürtiger Höxteraner Kommandeur des ABC-Abwehrbataillons 7 geworden. Die meisten Vorgänger seit Gründung der Bundeswehr kamen von auswärts. Struck ist verheiratet und hat einen Sohn. Von 2015 bis jetzt war er in den Niederlanden Stabsoffizier Force Protection/ABC-Abwehr in Brunssum bei einem Viersternegeneral.

Zuvor hat Struck Führungserfahrung als Hörsaalleiter der Schule ABC-Abwehr in Sonthofen (2013-2015 und 2007-2009), als S3-Stabsoffizier beim ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter (2009-2013), als Chef der 3. Kompanie in Höxter (2005-2007) und zuvor schon 2002 bis 2004 als Zugführer in Höxter erwerben können. 1995 war Lothar Struck als Wehrpflichtiger in der General-Weber-Kaserne in die Bundeswehr eingetreten. Offiziersschule Dresden und das Studium der Organisationswissenschaften an der Bundeswehr-Uni München (1998-2002/Abschluss Dipl. Kaufmann) schlossen sich an. Dann ging es die Karriereleiter empor.

Oberstleutnant Michalek freute sich über viele Gäste aus dem gesellschaftlichen und politischen Raum, die in einem Zelt dem Kommandowechsel beiwohnten. Bürgermeister Alexander Fischer und Oberst Klaus Schiff schritten die angetretenen Einheiten des Bataillons ab. Michalek erinnerte an die vielen Einsätze des Bataillons (wir berichteten über die Bilanz des Kommandeurs).

Im Triogebäude, auch Casino genannt, gab es im Anschluss an den Appell einen Empfang.

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