Do., 11.04.2019

Feuerwehr-Sportler Mathias Schmidt (33) aus Bredenborn fliegt Mittwoch nach Boston – Marathon am 15. April - erste Tage an der Ostküste Das US-Abenteuer beginnt

Am Boston-Marathon am 15. April nehmen 30.000 Läufer teil. Er findet im US-Staat Massachusetts mit Start in Hopkinton und Ziel in Boston statt. Mathias Schmidt nutzt den 42-Kilometer-Lauf, um erstmals in den USA für sein Duchenne-Projekt zu werben.

Am Boston-Marathon am 15. April nehmen 30.000 Läufer teil. Er findet im US-Staat Massachusetts mit Start in Hopkinton und Ziel in Boston statt. Mathias Schmidt nutzt den 42-Kilometer-Lauf, um erstmals in den USA für sein Duchenne-Projekt zu werben. Foto: WB-Archiv

Von Michael Robrecht

Höxter /Bredenborn (WB). Feuerwehr-Sportler Mathias Schmidt aus Bredenborn fliegt am Mittwoch nach Boston. Im Gepäck hat er auch seine Feuerwehr-Uniform und viele gute Wünsche aus der Heimat.

»Am Montag, 15. April, werde ich meinen ersten Marathon laufen. Der Flieger geht an diesem Mittwoch um 13.05 Uhr von Paderborn nach München und von dort um 16 Uhr nach Boston, wo ich um 18.25 Uhr Ortszeit landen werde«, berichtete Mathias Schmidt beim Abschieds-Redaktionsbesuch dem WESTFALEN-BLATT in Höxter. Das Lampenfieber vor seinem großen Auftritt an der amerikanischen Ostküste steige stündlich, gibt der 33-Jährige zu. Aber die vielen guten Wünsche und die enorme Unterstützung für sein Projekt beflügelten ihn, sagte der Ausnahmesportler. Wohnen werde er außerhalb von Boston in Hull in einem Beach-Hotel am Atlantik. Besonders freue er sich auf ein vierstündiges »Praktikum« in einem US-Fire-Department und den letzten Kick beim Training.

Feuerwehrleute werden in Amerika wie Helden verehrt, genießen Aufmerksamkeit: Feuerwehrsportler Mathias Schmidt aus Bredenborn weiß das und läuft deshalb den Boston-Marathon vor zehntausenden Zuschauern in Einsatzkleidung und mit 25 Kilogramm schwerem Atemschutzgerät, um für sein Projekt zu werben. Noch kein »Firefighter« hat sich so eine körperlich anstrengende Aktion bei einem Marathon zugetraut.

30.000 Läufer sind beim Boston-Marathon dabei. Mathias Schmidt läuft mit der Nummer 29.218. Foto: dpa

Mathias Schmidt, in Boston trägt er die Startnummer 29.218, will den WESTFALEN-BLATT-Lesern in den nächsten Tagen regelmäßig in einem »Tagebuch« von seiner Marathon-Tour in Boston berichten. Besonders glücklich ist er, dass die Idee mit der Feuerwehr-Uniform noch geklappt hat: »Das läuft!«

Der bekannte Feuerwehrsportler sammelt seit Jahren Spenden für Kinder, die an der tödlichen Muskeldystrophie Duchenne erkrankt sind, und macht mit den Charity-Läufen auf ihr Schicksal aufmerksam. Schmidt hat vom Chef des Berlin-Marathons wegen seines Engagements eine »Wild-Card« für Boston erhalten. Der Vater eines eineinhalbjährigen Sohnes hatte als Botschafter der »Aktion Benni und Co.« der Duchenne-Stiftung Aktionen begleitet und viele Menschen auf sich aufmerksam gemacht. Mit medialer Aufmerksamkeit rechnet Mathias Schmidt auch in Boston, »zumal die US-Amerikaner bei Uniformträgern besonders genau hinschauen«.

In der Heimat trainierte Mathias Schmidt zuletzt jeden Tag: Mit dem Höxteraner Lauftrainer Axel Czech hat er im Studio Langefit über Monate gearbeitet. Mit Jan Kaschura, der mit einem roten Kochtopf am Sonntag beim Hannover-Marathon einen Weltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde erlaufen hat, trainierte Mathias Schmidt auch.

Auf seiner Facebook-Seite reiht sich ein guter Wunsch an den anderen. Das WESTFALEN-BLATT schließt sich diesen »best wishes« an.

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