Mi., 17.04.2019

Praxis von Neurologin Dr. Claudia Man als »MS-Zentrum« zertifiziert Frauen-Power für MS-Erkrankte

Dr. Sabine Schipper (2. von links, Geschäftsführerin des DMSG-Landesverbandes) hat Dr. Claudia Man (2. von rechts) das Zertifikat als »MS-Zentrum« übergeben. Mit der Ärztin freuen sich Lydia Dabringhausen (Kontaktkreis Corvey und Umgebung, von links) und die Mitarbeiterinnen Liz Steinröder (MS-Nurse) sowie Kristina Brechmann (Medizinische Fachangestellte).

Dr. Sabine Schipper (2. von links, Geschäftsführerin des DMSG-Landesverbandes) hat Dr. Claudia Man (2. von rechts) das Zertifikat als »MS-Zentrum« übergeben. Mit der Ärztin freuen sich Lydia Dabringhausen (Kontaktkreis Corvey und Umgebung, von links) und die Mitarbeiterinnen Liz Steinröder (MS-Nurse) sowie Kristina Brechmann (Medizinische Fachangestellte).

Von Angelina Zander

Höxter (WB). Das Ärztehaus am St.-Ansgar-Krankenhaus hat seit dem 1. Januar eine neue Neurologin: Dr. Claudia Man. Bereits vier Monate nach der Praxisübernahme von Dr. Christof Klemm ist ihr nun ein Zertifikat des Bundesverbands der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) überreicht worden.

Damit ist die Praxis von Claudia Man als MS-Zentrum ausgezeichnet worden. Das Zertifikat sei für MS-Patienten ein wichtiges Kriterium zur Orientierung, sagt Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführerin des DMSG-Landesverbands. Für die Patienten sei zum Beispiel ersichtlich, wie viele Patienten behandelt werden und dass die Praxis bereit ist, Daten in das MS-Register einzupflegen. Das ermögliche der Organisation, einen Einblick in die Versorgungsstruktur zu bekommen, sagt Schipper.

Seit 2011 als Neurologin im Krankenhaus

Eine Unbekannte ist Claudia Man auf dem Campus des Krankenhauses nicht. Seit 2011 arbeitete sie als Neurologin in der Klinik. Dabei habe sie aber nie den Plan verfolgt, sich als Fachärztin niederzulassen. Es sei ein Zufall gewesen, sagt sie: »Es war eine Chance, und die habe ich genutzt. Dr. Klemm wollte die Praxis übergeben und ich habe zufällig davon erfahren.«

Nachdem sie im Sommer ihre Pläne mit Christof Klemm besprochen hatte, begann sie im Oktober ihre Arbeit in der Praxis. Zu dieser Zeit noch gemeinschaftlich mit Christof Klemm, seit dem 1. Januar allein. Das Team von Klemm hat sie übernommen. »Frauen-Power«, sagt sie zu dem rein weiblichen Team.

Zwei Drittel der MS-Erkrankten seien Frauen, berichtet in diesem Zusammenhang Sabine Schipper. Als die Übernahme feststand, habe sich Man sofort überlegt, welchen Schwerpunkt sie für ihre Arbeit setzen will. Dann habe sie begonnen, sich fortzubilden, viele MS-Veranstaltungen zu besuchen.

Viele positive Erfahrungen in Höxter gesammelt

Warum es gerade MS sein sollte, weiß Claudia Man nicht. Aber: »Die Menschen wollen in Bewegung bleiben. Sie haben so viele Erwartungen vom Leben. Es ist schön, das zu begleiten.« Einige Patienten aus dem Krankenhaus habe sie in ihrer Praxis nun wiedergesehen. So sehe sie, was nach dem Klinik-Aufenthalt passiert. In Höxter habe sie bereits viele positive Erfahrungen, besonders in der Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten gemacht. Auch Schipper nehme in Höxter ein »zugewandtes Klima« wahr.

Claudia Man hat für ihre Praxis zwar den MS-Behandlungsschwerpunkt gewählt, betont aber, dass auch Patienten mit anderen neurologischen Problemen zu ihr kommen können. Dazu zählten Symptome wie Schwindel, Lähmungserscheinungen, Gang- und Sehstörungen aber auch Krankheiten wie Alzheimer und Demenz werden behandelt.

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