Fr., 26.04.2019

Platz in Höxter zum Start ausverkauft – Betreiber erwartet tolle Saison Camper im Sternenhimmel

»Auf dem Campingplatz in Höxter ist es wunderschön.« Chaty und Marinus Westerbeke aus den Niederlanden genießen mit ihrem Labrador »Gadget« das Weserbergland.

»Auf dem Campingplatz in Höxter ist es wunderschön.« Chaty und Marinus Westerbeke aus den Niederlanden genießen mit ihrem Labrador »Gadget« das Weserbergland. Foto: Jürgen Drüke

Von Jürgen Drüke

Höxter  (WB). Hans-Jürgen Hoppe sitzt in seinem kleinen Garten und trinkt genüsslich seinen Kaffee. Die Sonne scheint. Nach dem Regen in der vergangenen Nacht ist es kühler geworden. Der Hildesheimer genießt die Morgen­idylle auf dem Campingplatz in Höxter. Hier beginnt der Tag gemütlich und in der Natur.

In jedem Wohnwagen, in jedem Wohnmobil und in jedem Zelt stecken einzigartige Geschichten. »Die Menschen erzählen uns sehr oft aus ihrem Leben. Das sind mitunter beeindruckende Lebensläufe«, berichtet Thomas Hachmann, der den Campingplatz mit seiner Ehefrau Katrin Bardenhagen betreibt. Die Boffzener sind mit großer Leidenschaft und Herzblut dabei und freuen sich auf die Hauptsaison, die gerade begonnen hat. Bis etwa Mitte September werden sie jeden Tag von morgens 5.30 Uhr bis abends 22 Uhr im Einsatz sein. Von dem Einsatz des Paares profitiert auch Familie Hoppe.

»Von meiner Tante, die in Höxter lebte und sich aus ihrer Wohnung immer wieder in den Wohnwagen zurückzog, haben wir den festen Platz vor fünf Jahren übernommen«, erzählt Hans-Jürgen Hoppe. »Das Weserbergland fasziniert uns. Die Landschaft, die Sehenswürdigkeiten und das fast schon familiäre Miteinander sind es, die uns begeistern«, sagt der Rentner. Fast jedes Wochenende seien sie hier – auch im Herbst. Der Wohnwagen mit dem Vorzelt und die kleine Rasenfläche davor sind das Reich der Hoppes. Hans-Jürgen Hoppe und seine Frau Erika betonen unisono: »Höxter hat das gewisse Etwas.« »Zwei Wochen sind wir hier. Am Osterwochenende war hier kein Platz mehr frei. Heute ist leider Abreisetag«, bedauert Erika Hoppe. »Als ich noch in der Entwicklung beim ehemaligen Unternehmen Blaupunkt arbeitete, habe ich an der Weser mit meiner Frau abgeschaltet«, sagt der Niedersache.

Frühstückszeit

Es ist Frühstückszeit auf dem Campingplatz in Höxter. 50 Meter weiter sitzen Sabine und Ralf Schulze aus Hagen sowie Ruth und Wolfgang Munkenbeck aus Arnsberg zusammen an einem kleinen Tisch. »Unsere Ehemänner haben einst an Regatten teilgenommen. Wir kennen uns seit 20 Jahren und besuchen uns auf den Campingplätzen in ganz Deutschland und im Ausland«, erzählt Ruth Munkenbeck. Die Schulzes weilen zum vierten Mal in der ostwestfälischen Kreisstadt. »Wir sind drei Tage hier und fahren gerne auf dem Radweg an der Weser in alle Richtungen«, sagt Ralf Schulze. Er ist ein Fan des gut ausgebauten Weserradwegs. Über Ostern waren die Schulzes auf dem Campingplatz in Barntrup. »Unter anderem haben wir Hameln besucht. Das ist hier eine wunderschöne Gegend«, schwärmt der Rentner.

Amsterdamer begeistert

Es ist an diesem Donnerstagmorgen kurz vor 9 Uhr. In ihren blauen Stühlen genießen Gusta und Rob Dik, die in der Nähe von Amsterdam wohnen, die Ruhe, das schöne Wetter und die Atmos­phäre des Platzes. »Es gibt nichts Schöneres. Wir campen dreimal im Jahr für vier bis fünf Wochen. Unsere Ziele liegen in ganz Europa. Das Weserbergland bietet tolle Fachwerkhäuser, Radwege und eben eine klösterliche Vielfalt, die es so wohl nirgendwo auf der Welt gibt«, schwärmt Rob Dik. Gleich will das Ehepaar das Weltkulturerbe Corvey ansteuern.

Vier Monate im Jahr hier

Niederländer fühlen sich auf der ganzen Welt und ganz besonders an der Weser wohl. So auch der ehemalige Berufs-Fotograf Marinus Westerbeke und seine Ehefrau Chaty. Mit dem neunjährigen Labrador »Gadget« verbringen sie in Höxter etwa vier Monate des Jahres. »Wir leben auch in Groningen in einer schönen Landschaft. Höxter ist wundervoll und inzwischen unsere zweite Heimat«, ist Chaty Westerbeke von der Vielfalt angetan. Seine goldene Hochzeit wird das Ehepaar, das seit 2012 nach Höxter kommt, im kommenden Dezember feiern. Die Tonenburg, Einbeck, die Kirchen und die Altstadt Höxter mit ihren Fachwerkhäusern sind für das Ehepaar Anziehungspunkte erster Klasse.

Toller Weser-Radweg

Es ist inzwischen kurz vor 11 Uhr. Familie Töns aus Dülmen im Sauerland begibt sich auf eine Fahrradtour. »Wir sind das erste Mal hier und haben uns nach den Ostertagen spontan für den Campingplatz in Höxter entschieden. Jetzt fahren wir ganz ungezwungen an der Weser entlang«, sagt Vater Markus Töns. Seine Ehefrau Anja und Sohn Jonas (14) freuen sich auf die Tour. »Die Menschen sind super nett hier« ist Anja Töns angetan.

Hauptsaison hat begonnen

Das Ehepaar Katrin Bardenhagen und Thomas Hachmann ­erwartet eine gute Saison. »Über die Ostertage mussten wir einigen Gästen absagen. Die beiden Stellplätze am Floßplatz und am Godelheimer See sowie der Campingplatz waren ausgebucht. 450 Urlauber waren hier«, stellt Thomas Hachmann heraus. »Wenn es so läuft wie vor einem Jahr, wird es top«, freut sich Hachmann auf die Gäste aus nah und fern.

Vier Sterne zieren das Eingangsschild am Höxteraner Campingplatz. »Es ist wie im Sternenhimmel«, schwärmt Camper Rob Dik aus den Niederlanden. Die freundlichen Menschen, die Berge, die Weser und die Fachwerkhäuser seien ein Paradies.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6566091?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516020%2F