Mi., 01.05.2019

Jazzclub Holzminden sorgt mit Bluesfestival an drei Tagen für beste Unterhaltung »Memphis« liegt im Weserbergland

Ob Rockabilly-Klassiker oder eigene Kompositionen – diese drei jungen Damen aus dem Kölner Raum haben als »The Silverettes« mit ihren Kollegen (Bass, Schlagzeug und Gitarre) beim Festival für mitreißende Stunden im Jazzclub gesorgt.

Ob Rockabilly-Klassiker oder eigene Kompositionen – diese drei jungen Damen aus dem Kölner Raum haben als »The Silverettes« mit ihren Kollegen (Bass, Schlagzeug und Gitarre) beim Festival für mitreißende Stunden im Jazzclub gesorgt. Foto: Harald Iding

Von Harald Iding

Holzminden (WB). Das »Weserbergland-Blues-Festival« hat in seiner sechsten Auflage für allerbeste Unterhaltung gesorgt. Dem engagierten Team des Jazzclubs Holzminden ist es erneut gelungen, an allen drei Tagen auf den richtigen Mix an Bands und Stilrichtungen zu setzen. »Wir sind alle sehr glücklich«, verriet Organisatorin Ute Gundelach dieser Zeitung.

Längst hat sich dieses Festival mit seinem hohen Anspruch an Professionalität und Authentizität einen erstklassigen Namen in der Szene erarbeitet. Fans kommen gleichermaßen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – und sogar aus Hessen scheuen sie nicht die Anreise. Denn für ein paar Stunden den Alltag vergessen und in das Meer der bluesigen Töne eintauchen zu können – das lockt sie an und begeistert alle. Für den Jazzclub-Vereinsvorsitzenden Wilfried Steinmetz (auch Eigentümer des alten Bahnhofsgebäudes, in dem seit vielen Jahren der Jazz gelebt wird) ist die Weser längst kein trennendes Element mehr: »Es haben sich in der Region inzwischen erfolgreich neue Bands etabliert, deren Musiker aus dem Kreis Höxter kommen, um sich regelmäßig mit Kollegen aus Holzminden auf den nächsten Gig vorzubereiten.«

Einmaliges Format

Ute Gundelach stellte nach den drei Festivaltagen zufrieden fest: »Unser Veranstaltungsformat im Weserbergland ist einfach einmalig – das ist uns auch bei den in diesem Jahr wieder sehr gut besuchten Konzerten bestätigt worden!« Den Festivalauftakt bestritt das Duo »frÄnk Hobo« – ihr Blues zeichnet sich durch Eindringlichkeit und Kreativität aus. Mit dem Titel »Heroes« startete das lange, abendliche Vergnügen. Den Song hatten sie auf einer Tour von New Orleans nach Memphis (Heimat des Blues) geschrieben. Perfekter Gitarrensound und fetzige Bluesharp-Riffs machten sich auf der Bühne des Clubs breit – und wurde mit viel Beifall belohnt. Dann traten »Hot’n’Nasty« ins Scheinwerferlicht. Mit der Verdoppelung der Musiker erhöhte sich auch die Lautstärke deutlich. Für die Jungs um Sänger Robert Collins war der Name eines ihrer Lieder »Like a hammer« auch Programm – der harte Rhythmus zog die Fans mit.

Belgischer Blues

Einer der weiteren Höhepunkte des Festivals am zweiten Tag war der Auftritt der »Till Seidel Band«. Für den Gitarristen Seidel ist schon in jungen Jahren die Musik von Muddy Waters und Little Walter »wie eine Offenbarung« gewesen. Mit seiner eigenen Band kümmerte er sich beim Festival vor allem um »Rhythm & Blues« a la »B.B. King« und Otis Rush. Die »Blues Bones« setzten dem Ganzen noch einmal die Krone auf. Das war bester belgischer Blues mit einem phantastischen Leadgitarristen und einem erfahrenen Frontmann Nico de Cock (Gesang). Den letzten Tag als Abschluss versüßten die drei Damen von »The Silverettes« mit Rockabilly. Ihr »Dirty Talk« kam bestens an.

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