Partygäste führen geringere Besucherzahl auf Schnapsverbot zurück
Maisause am See unter Kontrolle

Godelheim (WB/ew).  Den Maifeiertag am Godelheimer See zu verbringen, ist bei vielen jungen Leuten aus der Region Tradition. Neu in diesem Jahr war, dass hochprozentige alkoholische Getränke auf dem Gelände verboten waren. Das neue Konzept ist nicht bei allen Besuchern auf Gegenliebe gestoßen, hat aber offenbar gewirkt. Die Polizei registrierte  bis zum Nachmittag nur eine kleinere Körperverletzung. Allerdings kamen auch weniger Partygäste als in den Vorjahren.

Donnerstag, 02.05.2019, 05:39 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 14:43 Uhr
Nelli Prediger, Lya Schmidt und Vanessa Eodt genießen den sonnigen Tag am See mit ihrem vierbeinigen Freund.
Nelli Prediger, Lya Schmidt und Vanessa Eodt genießen den sonnigen Tag am See mit ihrem vierbeinigen Freund. Foto: Ellen Waldeyer

Das führte mancher Jugendlicher Besucher auf die neuen Regeln zurück. »Wenn das Konzept im nächsten Jahr wieder so umgesetzt wird, werden sich bestimmt viele junge Leute andere Plätze aussuchen«, meinte Corinna Dorosala aus Holzminden. »Wir haben hier im Kreis Höxter ja nicht einmal Clubs oder  Diskotheken, in denen wir am Wochenende feiern können. Warum muss man dann auch noch den 1. Mai, an dem wir einen gemeinsamen Ort zum Feiern haben, einschränken?«, fragte eine Schülerin aus Boffzen.

Andere Partygäste befürworteten das Konzept: Immerhin sei die Lage im vergangenen Jahr derartig eskaliert, dass Sicherheitskräfte die Situation erkennen und eingreifen mussten.  Viele junge Leute vertraten die Meinung, dass stark alkoholisierte Partygäste auf der Feier nichts verloren hätten. Außerdem gebe es ja kein komplettes Alkoholverbot. »Der Godelheimer See am ersten Mai ist eine Legende, egal ob mit oder ohne Alkohol«, meinte Nelli Prediger und erhielt dafür Zustimmung bei ihren Freunden.

Positiv aufgenommen wurde das neue Konzept von Familien, die den Maifeiertag mit Kindern am See verbrachten. »Es kann ja nicht gesund sein, durchgängig Schnaps in der prallen Sonne zu trinken«, meinte eine Mutter. »Die Präsenz der Sicherheitskräfte ist heute enorm hoch, das bringt etwas«, meinte Esra Ates, Fachkraft für Jugendschutz des Landkreises Holzminden, die den Nachmittag mit ihrer Familie am See verbracht hat.

Der von der Stadt Höxter engagierte Sicherheitsdienst kontrollierte die Besucher an den Eingängen. Wer Schnaps, Cocktails oder anderen harten Alkohol dabei hatte, musste die Flaschen in bereitgestellten Containern entsorgen. »Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass die niedrig wirkende Besucherzahl in diesem Jahr direkt mit dem neuen Konzept verbunden ist«, sagte Einsatzleiter Hubertus Albers von der Kreispolizeibehörde Höxter. »Wir freuen uns, dass alles recht ruhig verlaufen ist und die jungen Leute Einsicht bezüglich des Alkohols gezeigt haben«, berichtete der Erste Polizeihauptkommissar weiter.  Ob das Konzept im kommenden  Jahr so bleibe, müsse mit der Stadt abgesprochen werden.

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