Do., 16.05.2019

Regionalgesellschaft investiert 75 Millionen Euro in neue Verwaltung in Minden Edeka baut Bio-Bereich aus

Einkaufen mit der eigenen Dose bei Edeka-Verkäuferin Claudia Gaertner.

Einkaufen mit der eigenen Dose bei Edeka-Verkäuferin Claudia Gaertner. Foto: Christian Althoff

Von Bernhard Hertlein

Minden (WB). Die größte Regionalgesellschaft der Edeka-Verbundgruppe, Edeka Minden-Hannover, will ihren Umsatz mit Bio-Produkten in diesem Jahr um zehn Prozent steigern. Im vergangenen Jahr erzielten die 1511 Edeka-, Marktkauf-, WEZ- und NP-Märkte 330 Millionen Euro Umsatz mit Waren aus ökologischer Erzeugung.

Insgesamt erwirtschaftete die Edeka Minden-Hannover , deren Geschäftsgebiet sich zwischen der niederländischen und der polnischen Grenze erstreckt, im vergangenen Jahr einen Umsatz von 9,042 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies nach Angaben von Vorstandssprecher Mark Rosenkranz ein Plus von 3,6 Prozent. Der Konzernumsatz legte insbesondere dank der positiven Entwicklung in der zum Verbund gehörenden Schäfer’s Backproduktion in Osterweddingen vier Prozent zu. Das operative Ergebnis (vor Steuern und Sondermaßnahmen) erhöhte sich 2018 von 197,3 auf 214,2 Millionen Euro. In den ersten vier Monaten 2019 setzte sich das Wachstum mit einem Plus von 2,5 Prozent fort.

Edeka Minden-Hannover wird 100

Am Stammsitz in Minden feiert Edeka im nächsten Jahr 100. Geburtstag.

Mark Rosenkranz (links), Karl Stefan Preuß Foto: Bernhard Hertlein

Zeitgleich mit dem Festakt im Mai 2020 soll Rosenkranz zufolge der Grundstein für ein neues Verwaltungsgebäude gelegt werden. Geplant ist am neuen Standort in der Wittelsbacher Allee eine Investition von 75 Millionen Euro.

Augenblicklich verteilt sich die Verwaltung in der Stadt auf 16 Gebäude an neun Standorten. In der neuen Zentrale sollen 1800 Beschäftigten zusammengeführt werden. Von den 315 Millionen Euro Gesamtinvestionen sollen, wie Rosenkranz bei der Vorstellung der Bilanz erläuterte, in diesem Jahr mehr als 200 Millionen in den Einzelhandel fließen.

1059 (Vorjahr: 1064) Märkte werden von selbstständigen Edeka-Einzelhandelskaufleuten oder in Franchise geführt. 452 (457) stehen unter der Regie der Zentrale. Trotz des Rückgangs der Standorte erhöhte sich die Verkaufsfläche von 1,880 auf 1,894 Millionen Quadratmeter. Teilweise wurde kleinere Märkte abgerissen und durch größere ersetzt – so 2018 etwa bei Edeka Brinkmann in Löhne-Mennighüffen.

Neue Standorte wurden außerhalb von OWL beispielsweise in Soltau und Babelsberg eröffnet. Grundsätzlich verfolgt die Edeka das Ziel, Regie-Betriebe zu privatisieren. Einer von vier Einzelhändlern, die im vergangenen Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit wagten, war der Höxteraner Peter Brinke.

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