Do., 16.05.2019

Holzmindener Landrätin unterzeichnet Mietvertrag Rettungswache zieht in Stahler Grundschule

Unterzeichnen den Mietvertrag (von links): Stefan Fellmann (Stadt Höxter), Bürgermeister Alexander Fischer, Thorsten Oberg (Landkreis Holzminden), Landrätin Angela Schürzeberg und Hans-Joachim Scholz (Landkreis Holzminden).

Unterzeichnen den Mietvertrag (von links): Stefan Fellmann (Stadt Höxter), Bürgermeister Alexander Fischer, Thorsten Oberg (Landkreis Holzminden), Landrätin Angela Schürzeberg und Hans-Joachim Scholz (Landkreis Holzminden). Foto: Marius Thöne

Höxter (WB/thö). In zwei bis drei Monaten will der Landkreis Holzminden in der ehemaligen Grundschule in Stahle eine provisorische Rettungswache beziehen. Gestern haben Höxters Bürgermeister Alexander Fischer und Holzmindens Landrätin Angela Schürzeberg den Mietvertrag unterzeichnet.

Die Verlegung eines Rettungswagens vom Holzmindener Krankenhaus nach Stahle wird nötig, weil der Landkreis von der Kreisstadt aus die Hilfsfristen für Einsätze in Grave nicht einhalten kann. Grund dafür ist die Vollsperrung der Bundesstraße 83 bei Steinmühle. »Wir haben das einige Zeit analysiert und festgestellt, dass wir es nicht immer in 15 Minuten nach Grave schaffen, so wie es die Vorschriften in Niedersachsen erfordern«, sagte Thorsten Oberg, Leiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst in Holzminden. Vor diesem Hintergrund sei man der Stadt Höxter dankbar, dass sie ein Ausweichquartier in Stahle zur Verfügung stellt, führte Schürzeberg weiter aus.

Geplant ist, einen drei Meter hohen Unterstand zu einer provisorischen Garage mit Rolltor für den Rettungswagen umzubauen. Für die Mannschaft werden ein Klassenraum und eine Toilettenanlage saniert. Weil die Wache im 24-Stunden-Betrieb besetzt sein wird, wird auch ein kleiner Ruheraum mit Fernseher entstehen, ebenso eine Küche und ein Büroarbeitsplatz. »Das muss man sich wie eine kleine Wohnung vorstellen«, erläuterte Oberg.

Die Rettungswagenbesatzung soll von Stahle aus auch Einsätze in Holzminden fahren und auch im Höxteraner Ortsteil selbst. Nach Angaben von Angela Schürzeberg gebe es bereits seit langem eine Kooperation zwischen den Nachbarkreisen. So übernimmt Holzminden den Rettungsdienst für Stahle und Höxter betreut die Orte der Samtgemeinde Boffzen bis hinauf nach Derental.

Bürgermeister Alexander Fischer sagte, dass es der Stadt ein Anliegen gewesen sei, den Holzmindenern »unbürokratisch zu helfen«. Die Grundschule Stahle, seit 2015 geschlossen, biete gute Voraussetzungen für eine provisorische Rettungswache.

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