Do., 16.05.2019

Ministerin übergibt Förderbescheid von 375.000 an TH OWL Höxter Botanischer Garten blüht auf

Große Freude bei der Übergabe des Förderbescheids für die Neugestaltung des Botanischen Gartens: Prof. Dr. Felix Möhring (von links), Prof. Dr.-Ing. Yvonne-Christin Bartel, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Prof. Dr. Hans-Peter Rohler.

Große Freude bei der Übergabe des Förderbescheids für die Neugestaltung des Botanischen Gartens: Prof. Dr. Felix Möhring (von links), Prof. Dr.-Ing. Yvonne-Christin Bartel, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Prof. Dr. Hans-Peter Rohler. Foto: Jürgen Drüke

Von Jürgen Drüke

Höxter  (WB). Freude und Stolz an der TH OWL am Standort Höxter: NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergab gestern einen Förderbescheid über 375.000 Euro zur Neugestaltung des Botanischen Gartens an der Hochschule.

»Der Botanische Garten ist für uns ein Alleinstellungsmerkmal im weiteren Umkreis. Andere Hochschulen in der Umgebung können ihren Studierenden der Landschaftsarchitektur und des Landschaftsbaus so etwas nicht bieten«, hob Professor Hans-Peter Rohler, Dekan des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, bei der Übergabe hervor und bedankte sich bei der Ministerin: »Wir freuen uns über die Unterstützung und wollen nun noch mehr Menschen aus der Region in den Garten locken.«

An der TH in Höxter werde an vielen Themen gearbeitet, welche die Bürger aktuell beschäftigen würden. So ­gebe es Anregungen und Tipps, wie der heimische Garten bepflanzt werden könne, damit sich dort auch Insekten wohlfühlen könnten. Die Technische Hochschule OWL entwickelt ihren Standort in Höxter zum Sustain­able Campus weiter. »Das ist beeindruckend hier. Hier fühle ich mich sehr wohl. Das ist Natur pur«, zeigte sich die Besucherin aus Düsseldorf beim Gang durch den Garten bei Regen und Wind beeindruckt. Die Studierenden und Professoren würden den Garten als Erholungs- und Lernort gestalten und für alle zugänglich machen. Die 375.000 Euro seien im Fachbereich für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung in Höxter bestens angelegt.

Lob aus Düsseldorf

Die lobenden und motivierenden Worte der Ministerin wären nicht erfolgt, wenn die Hochschule und die Stadt Höxter nicht gemeinsam einen umfassenden Antrag erarbeitet und auf den Weg gebracht hätten. Der Antrag hat beim NRW-Umweltministerium überzeugt. »Ein Teil der dadurch insgesamt erzielten 3,5 Millionen Euro Fördergelder für Höxter fließt nun in unseren Garten«, berichtete Professorin Dr.-Ing. Yvonne-Christin Bartel, die Vizepräsidentin für Bildung und Internationalisierung der Technischen Hochschule OWL.

3,4 Hektar Garten

»Unsere Hochschulgebäude sind in Höxter eingebettet in einen 3,4 Hektar großen Botanischen Garten, der rund 2.000 Pflanzenarten beherbergt«, erklärte Pro-Dekan Prof. Dr. Felix Möhring, Studiengangsleiter für Freiraum und Management. Studierende der Landschaftsarchitektur, des Landschaftsbaus und Grünflächenmanagements sowie des Freiraummanagements würden auf dem Hochschulgelände ein ideales Freilandlabor vorfinden. »Hier können sie Vermessungen durchführen, Pflanzen bestimmen, Gestaltungsideen entwickeln und eigene Pflanzungen durchführen«, zeigte Prof. Rohler die Breite der Möglichkeiten auf.

Auch am Wochenende geöffnet

Für die Bürger ist der Garten an den Werktagen während des gesamten Jahres geöffnet. Der Garten soll künftig auch an den Wochenenden zugänglich sein. Der Eingangsbereich wird erneuert. Es wird Neuanpflanzungen sowie neue Aufenthalts- und Informationsmöglichkeiten geben. Die vermittelten Inhalte werden über eine App über das Smartphone zugänglich gemacht.

Studienangebot im Visier

Die Ministerin informierte sich auch über das Studienangebot. Die beiden Studiengänge »Precision Farming« und »Freiraummanagement« konnten im Wintersemester 2018/19 gestartet werden, weil das NRW-Umweltministerium eine Anschubfinanzierung von vier Millionen Euro geleistet hat. Freiland-Labore, die unter anderem mit den Geldern errichtet wurden, beeindruckten die Ministerin: »Es ist eine tolle Vielfalt hier«, lobte Ursula Heinen-Esser.

Ein Kommentar von Jürgen Drüke

 

In Höxter wird geforscht. Hier werden ökologische Beiträge für Umwelt und Gesellschaft geleistet. Der Aufruf »Grüne Infrastruktur NRW« der Landesregierung wird in der Kreisstadt an der Weser umgesetzt und gelebt.

Der Standort der Technischen Hochschule OWL macht es möglich und ist ein Segen für die heimische Region. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und der Hochschule vor Ort wird immer besser. Der Antrag von Stadt und Hochschule sorgt für 375.000 Euro. Der Botanische Garten wird noch vielfältiger und nachhaltiger. Er lädt nicht nur zum Verweilen ein und ermöglicht neue Zugänge zur Natur, er inspiriert. Die TH OWL Höxter leistet dabei einmal mehr wichtige Schrittmacherdienste für die Landesgartenschau 2023 in der Weserstadt.

 

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