Fr., 17.05.2019

Heimat- und Verkehrsverein erinnert an das Wirken von Klaus Behrens Bank am Turm lädt zum Verweilen ein

Die HVV-Vorstandsmitglieder haben auf dem Höxteraner Wall mit Eva Behrens die gestiftete Sitzbank vorgestellt (von links): Jürgen Lessing, Dieter Siebeck, Norbert Drews und Roland Hesse.

Die HVV-Vorstandsmitglieder haben auf dem Höxteraner Wall mit Eva Behrens die gestiftete Sitzbank vorgestellt (von links): Jürgen Lessing, Dieter Siebeck, Norbert Drews und Roland Hesse. Foto: Harald Iding

Von Harald Iding

Höxter (WB). Vor fast einem Jahr verstarb der langjährige Vorsitzende des HVV Höxter, Altbürgermeister Klaus Behrens, im Alter von 82 Jahren. Zur Erinnerung an diesen beliebten Höxteraner hat der Verein eine Sitzbank gestiftet.

 

In Höhe des »Roten Turms« am Wall der Kreisstadt ist die fast zwei Meter breite und hochwertige Sitzgelegenheit von Vorstandsmitgliedern des Heimat- und Verkehrsvereins Höxter jetzt im Beisein der Witwe Eva Behrens ihrer Bestimmung übergeben worden. »Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Mitarbeitern der Stadt Höxter mit Bauhof und Gärtnerei bedanken, die uns die Bank fachgerecht installiert haben«, lobten Norbert Drews, neu gewählter Vorsitzender des HVV, sowie sein Stellvertreter Dieter Siebeck.

Dank an Bauhof und Stadtgärtnerei

Ein passender Untergrund mit quadratischen Steinen gehört ebenfalls dazu. An der Rückenlehne erinnert ein kleines Schild an den bekannten Altbürgermeister. Darauf ist zu lesen: »Gestiftet vom Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Höxter – Zur Erinnerung an Klaus Behrens, Vorsitzender des HVV von 1998 bis 2004«.

»Das berührt mich sehr, dass der Höxteraner Verein diese Bank gestiftet hat. Klaus und ich sind oft am Wall spazieren gegangen. Und genau hier in Höhe des Roten Turms hat man über die Hausdächer hinweg einen schönen Blick auf die beiden Türme der evangelischen Kilianikirche. Dort feierten wir unsere Goldene Hochzeit. In dem Gotteshaus sind auch unserer Kinder getauft worden«, betonte Eva Behrens im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Behrens war von 1998 bis 2004 HVV-Vorsitzender

Der Träger des Bundesverdienstkreuzes, Klaus Behrens, engagierte sich nicht nur als Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Höxter, sondern war auch Schützenkönig von 1982 bis 1984 sowie Innungsmeister im Kreis und eine echte Höxteraner Persönlichkeit, die von allen sehr geschätzt wurde. Wenn Eva Behrens nun über den Wall zum Friedhof gehen wird, dann will sie so oft wie möglich an dieser Bank und dem idyllischen Ort innenhalten.

Stellvertretend für den HVV Höxter (etwa 280 Mitglieder) sagte Norbert Drews: »Wir möchten mit der gestifteten Bank das außerordentliche Engagement von Klaus Behrens noch einmal für alle in Erinnerung rufen. Es ist hier eine sehr prominente und schöne Stelle, wo man nun in aller Ruhe verweilen kann. Wir hoffen, dass dadurch das Andenken an Klaus Behrens auch in der Bürgerschaft lange erhalten bleibt.«

»Verschönerungsverein«

Der HVV Höxter sei breit aufgestellt: Allein die Arbeitsgruppen im HVV seien sehr aktiv, zum Beispiel über die Arbeitskreise – wie Märchengesellschaft, Wandergruppe und Städtepartnerschaft. Ebenso gehört die Stadtbildpflege zum ehrenamtlichen Betätigungsfeld. Wie Drews dieser Zeitung sagte, will sich der neue Vorstand in der nächsten Zeit intensiv mit dem aktuellen Stadtthema »Verschönerung« auseinandersetzen – gerade im Hinblick auf die geplante Landesgartenschau 2023 in Höxter.

Eva Behrens zeigt sich gerührt vom HVV-Engagement: »Wenn ich über den Wall zum Friedhof gehe, werde ich hier oft innehalten!« Foto: Harald Iding

Gegründet wurde der HVV vor mehr als 135 Jahren, in der Nachfolge eines Verschönerungsvereins. Schon damals hieß das Ziel: »Der Verein bezweckt, die Umgebung von Höxter durch Anlagen und Wege zugänglich zu machen, an geeigneten Punkten Anpflanzungen und Ruheplätze zu schaffen, sowie überhaupt in geeigneter Weise für die Verschönerung der Umgebung Sorge zu tragen«.

Drews: »Unser ›V‹ im Namen steht ja eigentlich für Verkehr und Touristik. Im Hinblick auf die LGS finden wir, dass das ›V‹ mehr für Verschönerung stehen sollte. Wir planen schon Initiativen, in enger Abstimmung mit der Stadt, um die Bürger dabei mitzunehmen.« Auf einer Brachfläche in der Stadt, die man sich ausgeguckt habe, könnte beispielsweise eine schöne neue Anpflanzung erfolgen.

 

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