Aktion macht auf Sterbende im Mittelmeer aufmerksam
Aktivisten in Rettungsweste symbolisieren Ertrinkende

Höxter (WB). Um auf das Leiden der Menschen auf dem Mittelmeer aufmerksam zu machen, fand am vergangenen Samstag auf dem Marktplatz in Höxter eine Mahnwache statt. In der Mitte des Marktes legten sich die Aktivisten mit Rettungswesten auf den Boden, um die ertrinkenden Menschen zu symbolisieren. Um sie herum verteilt lagen Schilder mit Forderungen.

Dienstag, 21.05.2019, 14:20 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 16:48 Uhr
Die »Seebrücke« Holzminden und die Grüne Jugend Höxter machten auf das Leiden der Menschen im Mittelmeer aufmerksam. Foto: privat
Die »Seebrücke« Holzminden und die Grüne Jugend Höxter machten auf das Leiden der Menschen im Mittelmeer aufmerksam. Foto: privat

Organisiert wurde die Aktion von der Grünen Jugend in Höxter. Unterstützung erhielten sie von der Seebrücke Holzminden. Die Seebrücke setzt sich dafür ein, dass Holzminden zu einem »sicheren Hafen« wird, also die geretteten Flüchtlinge aufnimmt. »Es sterben jedes Jahr Tausende auf dem Mittelmeer, darunter auch etliche Kinder. Anstatt die Menschen zu retten, werden die, die dies versuchen, inhaftiert«, erklärt Organisatorin Jaqueline Grabosch. »Es kann nicht sein, dass das Mittelmeer fast so viele Flüchtlinge aufnimmt, wie Europa«, ergänzte Franziska Münster von der Grünen Jugend mit Blick auf die kommenden Wahlen.

Bei den Passanten stieß die Mahnwache auf gemischte Gefühle. Einige dankten den Aktivisten für ihren Einsatz, andere versuchten sie zu ignorieren. Für Gesprächsstoff wurde aber in jedem Fall gesorgt. Und auch die Familien schienen zu rätseln, wie sie ihren Kindern die Situation auf dem Mittelmeer erklären sollten.

Kommentare

Leser  schrieb: 21.05.2019 21:26
Na klar, Afrika retten und die ganze Welt auch
Ich erinnere mich an die Demonstration von Flüchtlingsbürgen die nichts bezahlen wollten, letzten Winter vor dem Landtag in Hannover. Da war das "LEBEN RETTEN" dann plötzlich nicht mehr ganz so wichtig.

Silvia  schrieb: 21.05.2019 14:49
Übersättigt und vollkommen naiv
Alleine Afrika hat bis 2050 eine geschätzte Bevölkerungszunahme von + 1 Milliarde Menschen.
China hat es vorgemacht, Familienplanung und 1 Kind Politik, das ist der richtige Weg für Afrika!
Ich finde es übrigens erstaunlich, in den Städten fehlt Wohnraum ohne Ende, bald 1 Millionen Obdachlose in Deutschland. Sollte man nicht zuerst dafür demonstrieren Wohnungen zu bauen, anstatt pro Massenzuwanderung? Stellt sich auch die Frage, wer soll das bezahlen? Klar ist, die Armutszuwanderer belegen die günstigen Wohnungen im Bestand und Wohnungsbau ist sehr teuer. Gute Ausbildung haben diese Leute zumeist nicht und die Integration, sofern sie überhaupt gelingt, dauert Jahre oder Jahrzehnte.
Man sollte es nicht übertreiben.

2 Kommentare
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