Mi., 22.05.2019

Einsatzkräfte aus der Region absolvieren Großübung im Stadgebiet »Wesersturm« fegt über Höxter

Haben das Konzept für die Großübung vorgestellt (von links): Matthias Kämpfer (Kreis Höxter), Stefan Nostitz (Kreis Höxter), Philipp Mantel (Bezirksregierung Detmold), Florian Mantel (Kreis Höxter), Landrat Friedhelm Spieker, Jürgen Schmits und Rudolf Lüke (beide Leiter der Großübung).

Haben das Konzept für die Großübung vorgestellt (von links): Matthias Kämpfer (Kreis Höxter), Stefan Nostitz (Kreis Höxter), Philipp Mantel (Bezirksregierung Detmold), Florian Mantel (Kreis Höxter), Landrat Friedhelm Spieker, Jürgen Schmits und Rudolf Lüke (beide Leiter der Großübung). Foto: Angelina Zander

Von Angelina Zander

Höxter (WB). Ein Sturmtief ist über den Kreis Höxter gezogen und hat erhebliche Schäden angerichtet. Umgestürzte Bäume, ein abgedecktes Hallendach, lokale Stromausfälle – mit dieser Situation sind am Samstag, 1. Juni, 700 Einsatzkräfte konfrontiert. Dann wird im Stadtgebiet Höxter eine Großübung durchgeführt.

Der Titel des Szenarios lautet »Wesersturm 2019«. Da der Sturm in der Nacht von Freitag, 31. Mai, auf Samstag, 1. Juni, über das Kreisgebiet ziehen soll, beginnt die Übung um 8 Uhr. Es wird angenommen, dass sowohl die Stadt Höxter als auch die Städte Brakel, Marienmünster, Nieheim und Steinheim betroffen sind. Allerdings werden die Einsatzkräfte an diesem Tag nur in Höxter üben. »Die Abschnittsleitungen Steinheim, Nieheim und Brakel sind virtuell«, sagt Philipp Mantel. Er ist als Dezernent bei der Bezirksregierung Detmold für den Katastrophenschutz zuständig. Die Übung soll am 1. Juni um 8 Uhr beginnen und voraussichtlich um 14 Uhr beendet sein. Viele Einsatzkräfte werden sich aber schon am Freitag auf den Weg machen, um am Samstag aus näherer Umgebung abrufbereit zu sein, so Stefan Nostitz aus der Abteilung Bevölkerungsschutz des Kreises Höxter.

Beeinträchtigungen im Straßenverkehr

Landrat Friedhelm Spieker hoffe auf das Verständnis der Bevölkerung, schließlich könne es zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen, sagt er. Etwa 100 Fahrzeuge werden anrücken, um das Vorgehen im Ernstfall zu proben. In welchem Bereich der Stadt Höxter sie genau üben werden, geben die Verantwortlichen nicht bekannt. Die Altstadt werde aber nicht betroffen sein, heißt es. Durch das Sturmtief sind zahlreiche Bäume auf die Straßen gefallen, deshalb sind manche Wege gesperrt. Außerdem gibt es in manchen Orten Stromausfälle. Ein weiterer Fall, der die Einsatzkräfte in diesem Szenario beschäftigt, ist das eingestürzte Hallendach eines Gefahrstoff verarbeitenden Betriebs, in dem 100 Tonnen verschiedener Gefahrstoffe gelagert sind. Um die angespannte Situation in der Stadt möglichst realistisch abzubilden, werden Unfalldarsteller des DLRG eingesetzt.

Örtliche Einsatzstrukturen

Auf dem Prüfstand steht bei der Großübung laut Matthias Kämpfer unter anderem, »ob Kreis- und Landeskonzepte in die örtlichen Einsatzstrukturen eingebunden« werden können. Während in den Kreiskonzepten der sofortige Einsatz bei Alarmierungen geregelt ist, sehen die Landeskonzepte eine Unterstützung aus den Nachbarkreisen vor, informiert Jürgen Schmits, Wehrführer der Feuerwehr der Stadt Höxter. Für die Übung bedeutet das: Der Kreis Paderborn nimmt mit 130 Einsatzkräften und 25 Fahrzeugen teil, die ein »mobiles Krankenhaus« aufbauen, erklärt Philipp Mantel. Sie kümmern sich also um die Versorgung der Verletzten. Hinzu kämen Messfahrzeuge, die Gefahrstoffe in der Luft erkennen. Diese werden vom gesamten Regierungsbezirk gestellt. »Jeder Kreis hat nur ein bis zwei Fahrzeuge«, sagt Mantel.

»Verletzte« werden ins Krankenhaus gebracht

Etwa 22 Kräfte aus dem Kreis Herford kümmern sich darüber hinaus um den Personentransport. Da im Ernstfall Verletzte in die Krankenhäuser gebracht werden müssen, übt auch die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge mit, sagt Landrat Friedhelm Spieker. Die 700 Einsatzkräfte kommen aus dem Kreis Höxter, dem Kreis Paderborn, aus Warburg, dem Kreis Herford und aus dem Regierungsbezirk Detmold. Eine Übung dieser Größenordnung werde maximal alle fünf Jahre durchgeführt, sagt Mantel. Organisiert wird die Übung vom Kreis Höxter als Katastrophenschutzbehörde in Kooperation mit der Bezirksregierung Detmold und der Stadt Höxter.

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