Derzeit leben noch 15 Menschen im Pflegeheim »Weserblick«
Neue Plätze für alle Bewohner gefunden

Höxter (WB/thö). Für alle Bewohner des Pflegeheims »Weserblick« in Höxter sind neue Plätze gefunden worden. Wie berichtet, schließt das Seniorenhaus Ende August wegen Fachkräftemangels.

Dienstag, 23.07.2019, 17:05 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 17:11 Uhr
Das Pflegeheim »Weserblick« ist das einzige des Asklepios-Konzerns. Es wird Ende August geschlossen. Foto: Michael Robrecht
Das Pflegeheim »Weserblick« ist das einzige des Asklepios-Konzerns. Es wird Ende August geschlossen. Foto: Michael Robrecht

Derzeit seien noch etwa 15 Bewohner im Haus. Bis Anfang August sollen es nur noch sechs sein, die dann im Laufe des Monats umziehen sollen. Für die meisten gebe es auch schon feste Termine. Zwei Bewohner seien zwar vermittelt, allerdings gebe es für sie noch keinen konkreten Auszugstermin, hieß es am Dienstag aus der Asklepios-Zentrale. Das Alten- und Pflegeheim »Weserblick« gehört wie die Weserberglandklinik zu dem Hamburger Konzern. Sprecher Mathias Eberenz zeigte sich zuversichtlich, dass auch die letzten beiden Bewohner bis zum geplanten Schließungstermin umziehen könnten.

Fader Beigeschmack

Diese Nachricht sei zwar grundsätzlich erfreulich, allerdings bleibe der »unangenehme Beigschmack, dass wir das in Höxter nicht gewuppt bekommen haben«, so der Sprecher. Wie berichtet, schließt das Haus, weil es nicht gelungen ist, genügend Pflegepersonal zu finden. Vor diesem Hintergrund sei das Haus mit rund 60 Betten zuletzt auch nur noch mit halber Belegung (31 pflegebedürftige Menschen) betrieben worden. Das Personalproblem habe auch Qualitätsmängel nach sich gezogen, machte Eberenz deutlich, so dass es am Ende nötig gewesen sei, die Reißleine zu ziehen. Eberenz betonte, dass es auch die politischen Rahmenbedingungen seien, die Betreibern von Alten- und Pflegeheimen derzeit das Leben schwer machten.

Dank an aufnehmende Einrichtungen

Der Kreis Höxter als Heimaufsicht bedankte sich am Dienstag bei allen aufnehmenden Einrichtungen. Man wolle die Entwicklung bis zur Schließung weiterhin unterstützend begleiten.

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