Sa., 17.08.2019

Der Hermannslaufzweite Jan Kaschura steht im Guinness-Buch der Rekorde Koch-Weltrekord ist nun offiziell

Knapp drei Stunden benötigte der Koch Jan Kaschura in Hannover für seinen Weltrekordmarathon in Arbeitskleidung.

Knapp drei Stunden benötigte der Koch Jan Kaschura in Hannover für seinen Weltrekordmarathon in Arbeitskleidung.

Von Hans Peter Tipp

Holzminden (WB). Nun kann ihm keiner mehr in die Suppe spucken. Er ist drin: Vier Monate nach seinem Marathonlauf in Kochkleidung in 2:57:36 Stunden ist diese Leistung des späteren Hermannslaufzweiten Jan Kaschura (Run Artist Holzminden) ganz offiziell in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen worden.

Der 34 Jahre alte Koch, der als Souschef im Internat Solling arbeitet, hatte am 7. April in Hannover die bisherige Marke des Engländers Terry Midgley (3:22 Stunden) unterboten. Seitdem hatte der schnellste Koch Deutschlands auf die offizielle Anerkennung gewartet. »Ich war erst kürzlich darum gebeten worden, weitere Zeugen zu benennen. Deshalb hatte ich noch gar nicht damit gerechnet«, berichtete ein erfreuter Kaschura am Freitag, nachdem er die frohe Botschaft per E-Mail erhalten hatte. »Sie sind jetzt Rekordhalter«, hieß es darin ganz sachlich. Umso plakativer ist aber die Urkunde, die sich der schnelle Langstreckenläufer nun exklusiv bestellen darf.

Mit der offiziellen Anerkennung ist Kaschuras Rekord nun in der Onlineausgabe des Guinness Buchs der Rekorde verzeichnet. Dort findet sich der Weltrekordlauf in Kochkleidung neben allerlei anderen außergewöhnlichen Bestleistungen über die klassische 42,195 Kilometer lange Distanz wie dem schnellsten Marathon, der je in einem Tierkostüm (2:48:29), in Lederhosen (3:20:31), verkleidet als Elvis (2:42:52) oder dribbelnd mit einem Basketball (3:00:25) gelaufen wurde.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es der Koch Kuschura auch in die gedruckte Ausgabe der seit 1955 jährlich erscheinenden Sammlung kurioser und weniger kurioser Rekorde schafft, ist gering. »Die Chance dafür liegt nur bei zehn Prozent«, sagt der Holzmindener. Dafür rechnet er damit, dass sein Rekord rund zehn Jahre Bestand haben dürfte. Schließlich sei seine Halbmarathondurchgangszeit in Hannover besser gewesen als der aktuelle Guinness-Rekord für Köche über diese Distanz. Alles andere sieht er sportlich: »Wenn mein Rekord unterboten wird, dann wird er eben unterboten.«

Einen weiteren eigenen Versuch schließt er aus: »Das war für mich ein einmaliges Erlebnis. Ich glaube nicht, dass das übertroffen werden kann, wenn ich dasselbe noch einmal mache.« Außerdem hat Kaschura nicht vergessen, welch Quälerei das Wettrennen in weißer Jacke, Arbeitshose und einem 3,1 Kilogramm schweren, gusseisernen Topf war: »Die Hitze hat mir sehr zu schaffen gemacht, und meine Beine waren übersät mit blauen Flecken, weil der Topf ständig daran geschlagen hat.«

So bleibt auch bei seinem nächsten größeren Rennen der Kochtopf im Küchenschrank. Ohne Ziel tritt er beim Kassel-Marathon am 15. September dennoch nicht an: Kaschura möchte seine Bestzeit von 2:30:42 verbessern.

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