Mo., 19.08.2019

Stadt verhandelt mit R1-Betreiber über provisorischen Weiterbetrieb – Imbisswagen am Weserradweg

Der Pavillon des Ausflugslokals R1 ist abgebrannt. Kurzfristig könnte ein Imbisswagen als Ersatz dienen.

Der Pavillon des Ausflugslokals R1 ist abgebrannt. Kurzfristig könnte ein Imbisswagen als Ersatz dienen. Foto: Harald Iding

Von Marius Thöne

Höxter (WB). Ein Imbisswagen kann vielleicht schon in wenigen Wochen das abgebrannte Ausflugslokal R1 am Weserradweg ersetzen. Der beliebte Treffpunkt direkt am Fluss war vor zwei Wochen bei einem Feuer zerstört worden.

»Wir sind derzeit mit dem Betreiber in Gesprächen für eine Übergangslösung«, sagte am Montag Stadtsprecher Sebastian Vogt. In den kommenden Wochen soll das ausgebrannte Lokal abgerissen werden , anschließend könnte das Provisorium aufgebaut werden. Wann genau das sein wird, konnte Vogt noch nicht sagen.

Neubau vorgesehen

Langfristig soll an Stelle des abgebrannten R1 ein Neubau entstehen. Wie der aussehen soll und ob er mehr Funktionen als eine Gas­tronomie haben soll, müsse die Politik entscheiden. »Für uns ist es aber undenkbar, dass dort nichts wieder aufgebaut wird«, machte Sebastian Vogt die Position der Stadtverwaltung klar. Gartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch hatte wegen der exponierten Lage am Dampferanleger einen Empfangsbereich für Gäste der Landesgartenschau 2023 ins Gespräch gebracht.

Stadtheimatpfleger Wilfried Henze wies auf die historische Bedeutung des Gebäudes hin. Das heutige R1 wurde 1888 auf Anregung des damaligen Verschönerungsvereins, einem Vorgänger des Heimat- und Verkehrsvereins, errichtet. »Die Idee war, für Fahrgäste der Weserdampfschiffe und Besucher der Weserpromenade eine ansprechende Möglichkeit zu schaffen, sich vor dem Unbill der Witterung zu schützen«, erläuterte Henze.

Halle wurde geschlossen

Ende des vergangenen Jahrhunderts habe sich ein Gastronom bei der Stadt beworben, mit der Vorstellung, den Pavillon zu bewirtschaften und eine entsprechende Außengastronomie einzurichten. »Nachdem der Rat diesem Vorhaben zugestimmt hatte, wurde die ursprünglich offene Halle geschlossen, für gastronomische Zwecke umgebaut und an die öffentliche Wasser- und Stromversorgung angeschlossen«, sagte Henze. Seit dieser Zeit hätten mehrere Pächter dafür gesorgt, dass der Pavillon zu einem ersten Anlaufpunkt für Radfahrer auf dem Weserradweg geworden sei.

Heimatpfleger bittet um Gehör

Auch Henze fordert einen Wiederaufbau des R1. Immerhin würden durch die Verpachtung in den Sommermonaten Pachteinnahmen generiert. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Das Umfeld werde sauber gehalten und eine saubere Toilette bereit gestellt. »Es wäre wünschenswert, wenn der Heimat- und Verkehrsverein als ursprünglicher Ideengeber dieser Anlage und der Stadtheimatpfleger im Ortsausschuss in einem gesonderten Tagesordnungspunkt dazu Stellung nehmen könnten«, so Henze.

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